Anspruch ?

Liebe/-r Experte/-in,

ich habe folgende Fragen zu einer Erbsache
es ist so das meine Schwiegereltern also die Eltern meiner Ehefrau verstorben sind zuerst der Vater im jahr 2008 und nun im mai 2010 leider die Mutter
das haus der Schwiegereltern was auch seinerzeit nur den Schwiegereltern grundbuchamtlich gehörte wurde im Jahre 2004 komplett an nur eines der 3 Kinder verschenkt . erfahren haben wir dies nie so richtig was da abgelaufen ist … auch bestanden div Sparbücher mit entsprechenden Guthaben auch dieses angesparte Geld ist uns nie offengelegt worden auch nun nach dem Tode beider Schw eltern hören wir nichts es scheint so zu sein das die schwester die das haus erhalten hat vollmacht hatte zu allen konten und das geld abgehoben hat und teilweise in die nun eigene immobilie investiert hat ( renovierung , anbau küchenkauf
beim tode des vaters ging alles über auf den überlebenden ehegatten sprich schwiegermutter über
nun nach dem tode wuirde das testament eröffnet da hiess es das vermächtsniss zu gleichen teilen an die erben sprich 3 töchter aufgeteilt werden sollte nur es gibt nichts zu verteilen denn das guthaben bei der bank ist auf null es wurde systematisch das guthaben während der lebzeit der muttter abgehoben durch eben diese 1 tochter
ist die schenkung des hauses eigentlich unwirksam ?
bzw was steht meiner Frau zu nur der Pflichtteil sprich vom 1/ 3 also 1/ 6 und wovon ? vom Immobilienwert bei eintritt des todes der mutter ?
was ist mit dem guthaben der bank denn da die mutter bettlägerig war hatte nur die 1 tochter zugriff auf sämtliche konten und hat das guthaben in den letzten jahren auf null gesetzt und gibt uns keine auskünfte was mit dem geld passiert ist…
können wir sie zwingen uns zu erklären was mit dem geld passiert ist denn es ist mehr abgehoben worden als nur der privatkonsum der mutter die eh kaum noch etwas beansprucht hat
müssen wir gewisse fristen einhalten wenn man ansprüche geltend machen will ?
wenn ja wie wären diese?
ggf steht meiner frau sogar ein 1/3 erbteil zu ?

wie gesagt einige Fragen die hier offen sind

Vielleicht können sie hier einen Tipp uns geben

Vielen Dank

Wolfgang Richter

Hallo Herr Richter,
hier müssen Sie dringend anwaltlichen Rat einholen, denn der vorgelegte Sachverhalt läßt zu viele Fragen offen.
So ist es z.B. ganz entscheidend, ob die 3 Kinder lt. Testament der beiden Eltern ein Vermächtnis erhalten sollen (wie Sie schreiben, aber was völlig ungewöhnlich wäre) oder zu je 1/3 als Erben eingesetzt wurden
Wenn nichts mehr da ist, sollte Ihre Frau - ohne die Erbschaft anzufechten! - Ihre Pflichtteilsansprüche (= PTA)nach beiden Elternteilen gegenüber der bevollm. Haupterbin geltend machen. Insoweit stehen Ihrer Frau als PTA-Inhaberin Auskunftsansprüche wegen der Konten
und wegen des Wertes der übertragenen Immobilie zu, auch wegen aller an die Schwester erfolgten sonstigen Schenkungen.
Der PTa Ihrer Frau beträgt 1/6 in Bezug auf das Vermögen der Eltern und aller Schenkungen aus den letzten 10 Jahren. Dabei wird leider aufgrund der neuen
Erbrechtsreformab 1.1.2010 der auf Schenkungen entfallende Wert um 10 % p.a. seit dem Jahr der Schenlung bis zum Todestag gekürzt, also bei der Schenkung des Vaters , der seinen 50%-igen Anteil der Immobilie an die eine Tochter verschenkte, um 40 % ( = 4 Jahre von 2004 bis Tod Vater), und bei der Mutter entsprechend um 60 %.
Es handelt sich um 2 getrennte PTA Ihrer Frau. Jeder PTA verjährt nach 3 Jahren ab Tod des Erblassers, also Ende 2011 nach dem Vater, Ende 2013 nach der Mutter.
Wenden Sie sich bitte an einen Fachanwalt für Erbrecht oder einen auf diesem Gebiet erfahrenen Anwalt.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg, nachdem die Schwägerin ihre Geschwister auf so erbärmlich egoistische Art und Weise hintergangen hat.
Mit freundlichen Grüßen,
S.