Hei!
Ich habe in BY LAG studiert, allerdings Deutsch/Sozialkunde. Außerdem hatte ich das Glück, noch nach der alten Prüfungsordnung studieren zu dürfen, denn soweit ich weiß, wurden auch die Lehramtsstudiengänge mittlerweile auf Bachelor/Master umgestellt. Und die Abbrecherquote war wohl noch nie so hoch wie seit zwei Semestern.
Habe jetzt mal im Vergleich zu meiner Prüfungsordnung (LPO) die aktuell gültige angeschaut. Die Sache mit den Leistungspunkten ist mir nicht klar, aber von der Prüfungsanzahl (im Staatsexamen!) erscheint es mir so, als müsse man jetzt weniger Prüfungen ablegen. Bisher war es so, dass die Staatsexamensprüfungen in BY wesentlich „schwerer“ waren als die von Magister- oder Diplom-Studenten. Mit schwerer meine ich nicht, dass die Fragen schwerer waren, sondern dass der Anforderungskatalog wesentlich umfangreicher war. Ein Magister-Prüfling z.B. suchte sich drei Themen aus einem Fachgebiet aus, bekam zu jedem Gebiet eine Frage und musste eine beantworten. Bem Lehrämtler gibt es diese Einschränkung nicht - wenn es heißt, es wird Literaturwissenschaft geprüft, dann wird das ganze Fach geprüft (es kann also was von Gryphius bis Grass drankommen). Das macht in BY die Prüfungen einfach komplett unberechenbar (Zentralprüfungen!).
Das Pensum der Erziehungswissenschaften konntest du bisher vergessen, man musste überhaupt keinen Schein (sprich: Seminar, Vorlesung o.ä.) machen, sondern sich einfach zur Prüfung anmelden. Anscheinend wurde das jetzt geändert und zur Anmeldung für die Erziehungswissenschaften müssen 25 Leistungspunkte vorliegen. Welchem Leistungsumfang das entspricht, weiß ich nicht.
Ich habe mein Studium gerade im Juni abgeschlossen und muss sagen, dass mich das Studium nie überfordert hat. Gerade im Hauptstudium hatten wir recht wenig zu tun - wobei ich noch das Latinum nachholen musste. Im Grundstudium (was ja in etwa dem vorzulegenden Bachelor entspricht) musste man sich einfach durchbeißen, viele Dinge besuchen, die quälend langweilig waren und reichlich viele Klausuren schreiben. Im Grunde genommen würde ich sagen, habe ich „mehr“ studiert als die Magister und Diplomer, die halt recht punktuell in die Tiefe gehen, während wir in die Breite gucken. Ich fand es absolut machbar, aber es sind auch viele unterwegs hängengeblieben und manche durchs Examen gefallen (wobei das in BY m.M. nach wirklich schwierig ist…). Das Tröstliche an BY ist ja, dass man, egal wie sehr man das Examen verhauen hat, eigentlich immer eine Stelle bekommt. Deshalb bin ich auch weg aus BY, ich wollte mal noch die Herausforderung, um eine Stelle kämpfen zu müssen (und das gute Gefühl zu bekommen, dass sich Leistung auch wirklich lohnt)… 
Hier mal der Link zur aktuell gültigen LPO in BY: http://www.verwaltung.bayern.de/Titelsuche-.116.htm?..
Grüße!