Kam nach einer Nasen-OP mit einem an MRSAerkrankten Bewohner in Kontakt.Nach anfänglich guter Nasen-OP verschlechterte sich der Zustand zusehends, jetzt sind 6 Mon.rum und ich habe meinen Verdacht dem Arzt mitgeteilt,der Abstrich in der Nase war positiv.Nun geht es mir sehr schlecht weil ich größte Angst habe meine beiden Enkeln(6 Mon.und 3 Jahre)angesteckt zu haben.Sie waren beide in letzter Zeit erkältet.Da ich in einem Altenheim arbeite und mein Sohn sowieso immer Angst hat ich könnte was heimschleppen,weiß ich nicht was ich tun soll.Auf der einen Seite müssten Sie es unbedingt wissen,auf der anderen Seite bestätigt sich dann nur seine Angst das ich eine Erkrankung aus dem Altenheim mitbringe und ich riskiere das sie mir nur noch mit Angst begegnen.Ich weiss das Ergebnis seit gestern und bin einmal für Ehrlichkeit und das sie es unbedingt wissen müssen um vorzubeugen.Dann habe ich wieder große Angst das sie sich abwenden.Vielleicht hilft es mir,wenn ich Eure Antworten dazu höre.Vielen Dank
Hi, das ist ja lieb, dass du dir um deine Familie so viele Gedanken machst. Wenn du als Altenpfleger arbeitest, weißt du vielleicht, dass man unbedingt klar unterscheiden muss zwischen der BESIEDLUNG mit einem Keim und der INFEKTION/ ERKRANKUNG durch einen Keim. Ob bei dir jetzt eine Infektion vorlag, wurde mir nicht ganz deutlich. Nichtsdestotrotz tragen viele Pflegepersonen (leider) auch MRSA auf ihrer Haut. Das ist
eine Besiedlung, das heißt, der MRSA ist (vorübergehend oder dauerhaft) Bestandteil ihrer normalen Hautflora geworden. Das ist bei Gesunden (also auch den Enkeln (-: ) völlig unbedenktlich. Denn MRSA ist auch „nur“ ein Staphylokokkus und so lange er nicht eine Erkrankung (wie Lungenentzündung) macht - bei „normal lebenden“ kaum jemals der Fall - völlig unbedenklich. Es gibt Diskussionen, ob man als Pfleger/Arzt eine so genannte „Dekontaminierung“ machen sollte oder auch „Sanierung“ genannt. Da geht man dann mit speziellen Spül- nd Waschlösungen gegen die Besiedlung vor. Das ist aber umstritten und der Nutzen (bei nicht vorliegender Erkrankung, da ja nur Besiedlung!) fraglich. Wenn du also gar nicht klar kämst, bliebe dir diese Option ja auch noch.
Allerdings zusammenfassend: Dein wille zur Ehrlichkeit ist verständlich und lobenswert. sag es also ruhig, aber mach die Sache nicht größer als sie ist!! Wie gesagt, MRSA kann Teil der normalen Hautflora sein (so wie „ganz normale“ Staphylokokken es ja auch sind). Es ist also keine „Krankheit“ die du da „angeschleppt“ hast.
Die einzigen, für die es gefährlich sein KÖNNTE, wären kranke Patienten/Bewohner, wenn man sich nicht genügend die Hände desinfiziert. Das tust du aber sicherlich, von dem her…
Alles Gute, ich hoffe, es hat ein wenig geholfen
Hallo,
meine Schwägerin hatte das Problem auch 
Uns wurde im KH vom Arzt ganz deutlich gesagt, dass er nur ein Problem für kranke oder geschwächte Menschen wäre.
Solange dein Enkel also nicht am Bauch operiert wird, kommt sein Körper mit dem MRSA klar und verpackt den.
Außerdem könnten sich die Kinder auch in der Bahn/ Bus mit irgendwas infizieren. Da sind die Leute nicht so ehrlich wie du und halten keine Schilder " Schweinegrippe" hoch.
Ich finde es richtig, dass du dir Gedanken machst. Aber, wenn der Arzt meiner Schwägerin recht hat, ist es nicht nötig. 