Ich bin Gastronom, bei mir ist ein Stammgast ,der seit einer Woche extrm gelbe Haut aufweist…ich weiß nicht ob ich ihn weiter aus den gleichen gläsern trinken lassen kann,er weigert sich zum Arzt zu gehen…Bin ich verpflichtet meinen anderen Gästen gegenüber klarheit einzuhohlen…
Ich bin Gastronom, bei mir ist ein Stammgast ,der seit einer
Woche extrm gelbe Haut aufweist…
das kommt daher dass die Leber nicht mehr funktioniert. Warum das so ist, kann mehrer Gründe haben.
Allerdings könnte es natrülich daher kommen, dass er eine Leberzirrhose hat was durch den Alkoholkonsum ausgelöst wurde.
;ich weiß nicht ob ich ihn
weiter aus den gleichen gläsern trinken lassen kann,er weigert
sich zum Arzt zu gehen…
Naja, du spühlst sie doch hoffentlich zwischendrin mal. Und wie gesagt, das ist nicht ansteckend.
Bin ich verpflichtet meinen anderen
Gästen gegenüber klarheit einzuhohlen…
Würde es dir gefallen, wenn jeder über deinen Gesundheitszustand bescheid weiß. Lieber solltest du dir Gedanken darüber machen, dass du einen evtl. alkoholkranken Menschen weiter Alkohol auschenken willst. Irgendwie trägst du ja damit zu seinem Tod bei. Aber klar du musst ja auch Geld verdienen…nur so mein Gedanke.
Gruß
danke.Du hast Recht ,ich möchte auch nicht das jeder über meinen Gesundheitszustand bescheid weiß, aber ich muss mich informieren da die Gesundheit dieses Mannes nicht mehr übersehbar gefärdet ist…und er selbst nicht zum Arzt geht, einige meiner Gäste bleiben weg weil sie so wie ich über diese Gelbfärbung beunruhigt sind .Er bekommt von mir schon seit einer Woche keinen Alkohol mehr er trinkt nur noch Orangensaftschorle und das aufgewärmt,da er so starke Halsschmerzen hat.
Hallo,
von mir eine Antwort, die nichts mit Medizin zu tun hat. Warum erteilst du ihm kein Hausverbot solange bis er wieder gesund ist? Wenn durch den gesundheitlichen Zustand dieses Mannes andere Gäste weg bleiben, wäre das eventuell zu überdenken.
Hinter der Gelbfärbung der Haut kann einiges an Krankheiten stecken. Von Hepatitis über Nierenversagen durch Alkoholkonsum ist da einiges möglihc.
Gruß
Samira
Ich habe auch schon darüber nachgedacht…auf der anderen seite wäre es mir lieber wenn er sich einfach mal untersuchen lassen würde…
oT
Hi,
vielleicht habe ich dich ja nur missverstanden, aber ich kann nicht glauben, was ich da lese.
Solange er nicht ansteckend ist und sich vernünftig benimmt, so wie man das auch von jedem anderen Gast erwarten würde, hat er alles Recht der Welt, sich dort aufzuhalten, wo es ihm beliebt.
Bei infektiösen Patientne ist das natürlich anders.
Was der Gastwirt letzten Endes macht, ist seine Sache, aber ihm als Außenstehender vorzuschlagen, er solle Gäste wegen ihrer Erkrankung rausschmeißen, empfinde ich als sehr weit aus dem Fenster gelehnt.
Leute mit amputierten Gliedmaßen rufen auch manchmal Unbehagen bei anderen Menschen hervor (z.B. weil sie so etwas noch nie gesehen haben), HIV-positive Menschen werden auch heute noch trotz aller Aufklärung stigmatisiert und einige Chemopatienten sehen ohne Augenbrauen für manche auch irgendwie anders aus*.
Sollen wir sie deswegen aus unserem Alltag verbannen, weil sie dem ein oder anderen vorurteilsbehafeten Menschen nicht gefallen?
Eigentlich sollten wir mehr aus unserer Geschichte gelernt haben.
Klar ist der Mann schwer krank; aber wenn er nicht einsieht, zum Arzt zu gehen, ist das seine Sache.
Und ich finde es gut, dass der UP so gewissenhaft ist und ihm zum Arztbesuch anrät. So etwas direkt anzusprechen, erfordert Mut. Vielleicht lässt sich ja ein Kompromiss mit dem Gast finden.
Grüße
Liete
* Ich möchte hiermit niemanden angreifen und wenn es doch jemand tut, so entschuldige ich mich für meine missverständliche Formulierung.
Unter dem Vorbehalt eines evt. Missverständnisses:
Deutliche Zustimmung!
Du hast das schon etwas missverstanden es ging einfach darum, das ich mir informationen eingehohlt habe um zu erfahren ob das ansteckend ist…inzwischen weiß ich das nur eine geringe gefahr besteht…es sei den er hat Hepatitis…und dann istbes nicht weit aus dem Fenster gelehnt da es wirklich ansteckend ist das hat auch nichts damit zu tun das man jemand aussätzig behandelt…das ist eine verantortung die der Gast gegenüber den anderen vernachlässigt zum Arzt zu gehn
Hepatitis ist zwar ansteckend, aber nicht, wenn man aus demselben Glas trinkt, schon gar nicht, wenn die Gläser gründlich gespült werden.
Es gibt mehrere Formen:
Hep A: Ansteckung erfolgt fäkal-oral und womöglich auch auf sexuellem Wege.
Hep B: Ansteckung erfolgt parenteral und sexuell, also über Körperflüssigkeiten (z. B. über nicht steriles Spritzbesteck).
Hep C: Ansteckung erfolgt parenteral und seltener auch sexuell.
Hep D: Ansteckung erfolgt nur über die Ansteckung mit Hep B.
Hep E: Ansteckung erfolgt fäkal-oral.
Bis denne!
Schnoof
Servus Liete,
was Deine Einstellung i.S. Diskriminierung angeht, bin ich ganz Deiner Meinung. Aber z.Thema Ansteckungsgefahr hättest Du als Fachmann schon noch ein Wort verlieren können.
Es ist schon eine Weile her, dass ich einen guten Freund und Kollegen, der gelb war wie ein Postbriefkasten im Krankenhaus besuchen wollte - er war auf der Isolierstation und ich habe über ein Gegensprechanlage mit ihm kommunizieren müssen.
Kannst Du eine Hepatitis in so einem Fall ausschließen?
Gruß
Kai Müller
Hallo,
prinzipiell besteht die Möglichkeit sich mit einigen infektiösen Hepatitsformen (vor allem Hepatitis-B und D) auch durch die gemeinsame Benutzung von Geschirr oder Besteck anszustecken.
Das Risiko ist aber bei normaler Benutzung gering, wobei ich dazu keine Zahl nennen kann.
Es gehörte aber wohl ein gute Portion Pech dazu Speichelreste eines Virusausscheiders von einem Glasrand auf eine Wunde an der Lippe (oder auch eine Schleimhautläsion) eines Anderen zu übertragen.
Du reinigst die Gläser auch zwischendurch, so dass eine mögliche Ansteckunggsgefahr nochmal verringert wird.
Allerdings stellt das normale Spülen in Wasser - wie ich es aus Gaststätten kenne - keine auch nur Annäherung an Desinfektion dar. Wenn du Bedenken hast, solltest du die Gläser dieses Gastes vielleicht doch durch einen heißen Spülgang schicken.
Allgemein muss man aber bedenken, dass die meisten infektiösen Hepatisfälle mit sehr unspezifischen oder sogar ganz ohne Symptome verlaufen. Weder der Betroffene noch sonst wer kann dann (ohne Labor) erkennen, dass eine Infektionsgefahr besteht. Unter Umständen ist dein Lokal mal rand voll mit hochansteckenden Erkrankten und niemand kann es wissen.
Von daher leben wir mit einem Grundrisiko und es muss ganz unabhängig von einem Verdachtsfall, wie dem der Dich hier hertrieb, nach den Regeln allgemeiner Hygiene so gehandelt werden, das Infektionsrisiken minimiert sind.
Wenn also die Aufbereitung der Gläser bei diesem Gast dir Unbehagen bereitet, dann besteht vielleicht grundsätzlich Bedarf zur Verbesserung der Abläufe.
Gruß
Werner
Hallo,
wie weiter oben schon angemerkt wurde ist Hepatitis nicht in jedem Fall ansteckend, sondern nur die infektiösen und bei einem regelmäßigen Kneipengänger drängen sich da andere Möglichkeiten auf.
Außerdem verbirgt sich hinter „Parenteral“ noch viel mehr als sexuelle oder Blutkontakte.
Der Erreger ist höchst infektiös und kann schon durch Schleimhautkontakt auch mit anderen Körperflüssigkeiten übertragen werden.
Die Wahrscheinlichkeit ist zwar bei Blutkontakt mit Abstand am höchsten, aber auch z. B. beim Küssen oder schon gemeinsamen Rauchen kann es zu Infektionen durch Speichel kommen.
Es sollen schon Infektionsfälle nachgewiesen worden sein bei denen jemandem nur Urin in die Augen gespritzt ist.
Gruß
Werner
Eine Gelbfärbung der Haut (Ikterus) muss nicht zwingend von einer ansteckenden Hepatitis herrühren. Bei einem - trinkfreudigen? - Stammgast könnte auch eine Leberzirrhose in Frage kommen. Es gibt auch Antibiotika, die als Nebenwirkungen einen Ikterus auslösen können - ohne, dass der Betroffene infektiös wäre.
Hallo Kai,
ich habe nicht direkt auf delphins Frage, sondern auf einen Kommentar dazu geantwortet; deswegen habe ich mich auf das vorwiegend nicht-Medizinische beschränkt.
Mit dem einzigen Symptom „Ikterus“ finde ich es sowieso schwer, etwas anderes zu tun, als blind in der Diagnostik herumzustochern (sonst würde ich mich momentan nicht mehr raustrauen bei all den hustenden Leuten in der S-Bahn, bei denen ich eine offene Tuberculose auch nicht sicher ausschließen kann). Zwischen den Aussagen „Der Mann ist hochansteckend.“ und „Ist wahrscheinlich bloß vom Alkoholkonsum und für andere ungefährlich.“ gibt es eine Menge Grauschattierungen.
Außerdem kenne ich mich mit hygienischen Maßnahmen der Gastronomie nicht gut genug aus.
Mir ist klar, dass diese Angelegenheit nicht leicht ist, daher habe ich delphin noch einmal persönlich angeschrieben, in der stillen Hoffnung, der Gast möge mehr auf sich (und andere) Acht geben und einen Arzt aufsuchen.
Hallo,
er hat eben nicht alles Recht dieser Welt sich dort aufzuhalten. Das Hausrecht hat der Besitzer der Kneipe und davon kann er Gebrauch machen, wenn er möchte.
Das hat nichts mit Diskriminierung zu tun, bin ich der Meinung. Wenn derjenige es anders nicht einsieht finde ich es nur legitim, dass sich der Gastwirt davor schützt noch weitere Gäste zu verlieren. Schließlich geht es um seine Existenz. Und vielleicht motiviert er ja mit dieser Aktion diesen speziellen Gast dazu doch noch einen Artz aufzusuchen. Glaube ich zwar nicht wirklich dran, aber wäre ja möglich.
Gruß
Samira
PS
Ich finde es ebenfalls gut, wenn der Wirt seinen Gast versucht ins Gewissen zu reden was den Arztbesuch angeht. Oft haben Wirte ja zu ihren Gästen einen speziellen Draht als Ratgeber. Vielleicht funktioniert es ja doch noch.
Gruß
Samira
Danke an Alle die mir heute sehr gut weiter geholfen haben!!!Ich habe mich heute Abend da eh nich viel los war mit dem Mann zusammengesetzt…und ich habe ihm nochmal nahegelegt das es seinetwillen auch wichtig wäre zum Arzt zu gehen um einfach für sich selbst gewissheit zu bekommen und sich auch helfen zu lassen …und es hat funktioniert!!!Für aLLE rATSCHLÄGE UND WISSEN VIELEN DANK
Hallo,
das freut mich. Danke dir für deine Rückmeldung.
Gruß
Samira