Antenne für DVB-T-Empfang selbst bauen: Wie genau?

Hallo Technikfreaks,

ich habe in meinem Notebook einen integrierten DVB-T-Tuner. Leider ist die mitgelieferte Antenne absolut grottig und liefert praktisch 0 Empfang. Daher möchte ich mir eine möglichst ideale Antenne speziell zum DVB-T-Empfang selbst bauen. Wer kennt sich aus und kann mir in Sachen Bauform und Maße etc. weiterhelfen?
Ich habe mich bereits einmal selbst probiert und auf eher empirischen Prinzipien eine Antenne zusammengebogen. Die besteht im Grunde nur aus einem linearen 70 cm langen Stahldraht mit 10 Windungen im unteren Teil. Da ich leider bisher kaum Ahnung von Antennentechnik habe, wäre ich sehr dankbar für hilfreiche Antworten!!

mfG O.

Hallo Technikfreaks,

Hallo

Ich habe in meinem Notebook einen integrierten DVB-T-Tuner. Leider ist die mitgelieferte Antenne absolut grottig und liefert praktisch 0 Empfang. Daher möchte ich mir eine möglichst ideale Antenne speziell zum DVB-T-Empfang selbst bauen.

Die ideale Antenne gibt es nicht.

Ich habe mich bereits einmal selbst probiert und auf eher empirischen Prinzipien eine Antenne zusammengebogen. Die besteht im Grunde nur aus einem linearen 70 cm langen Stahldraht mit 10 Windungen im unteren Teil.

Ist wohl eher für UKW geeignet.

Da ich leider bisher kaum Ahnung von Antennentechnik habe, wäre ich sehr dankbar für hilfreiche Antworten!!

Da gibt es einige Probleme und Unklarheiten.

Zuerst müsstest Du eine Empfangsprognose erstellen. Das geht z.B. auf dieser Seite:
http://www.ueberallfernsehen.de/empfangsprognose.html

Da kannst Du ermitteln, ob an Deinem Standort Empfang mit Zimmerantenne Außenantenne oder Dachantenne möglich ist. In Deine individuelle Empfangsprognose gehen natürlich noch andere Daten mit ein. So verbessert es Deine Empfangsprognose z.B. erheblich, wenn Du im obersten Stockwerk Deines Hauses wohnst und in Richtung des Senders freies Blickfeld hast. Ebenso verschlechtert sich deine individuelle Empfangsprognose, wenn Du im Keller oder in einem Stahlbetongebäude auf der dem Sender abgewandten Seite bist.

Weiter solltest Du wissen, in welchen Frequenzbändern (VHF, UHF) die Fernsehkanäle in Deinem Sendegebiet liegen. Liegen alle Kanäle im UHF-Bereich (Kanäle 14 bis 64), vereinfacht es den Antennenbau. Aber das ist selten. Meistens ist ein VHF-Kanal (Kanäle 5 bis 11) dabei. Weiter solltest Du in Erfahrung bringen, ob in Deinem Sendegebiet das Signal horizontal (wie beim bisherigen analogen Fernsehen) oder vertikal polarisiert ausgestrahlt wird.

Eine Selbstbauantenne sollte einfach aufgebaut sein und auch von einem Gemüsehändler gebaut und in Betrieb genommen werden können. Damit fallen in Deinem – und auch in meinem – Fall alle Antennen weg, welche exakt berechnet werden müssen.

Die Zeitschrift c’t hat vor einigen Jahren eine Selbstbauantenne propagiert, die auch von Laien angefertigt werden kann. Es gibt ein BLOG, in dem sich ein thread mit dieser Antenne befasst:
http://www.qxm.de/digitalewelt/20040517-111208/hardw…
Zu diesem Artikel haben sich mit der Zeit über 400 Kommentare angesammelt, in denen User die Antenne in allen Varianten weiterentwickelt und ihre Erfahrungen ausgetauscht haben. Leider sind diese Kommentare im Moment wg. Webseitenumbaus nicht erreichbar.

Wenn Du weitere Hilfe benötigst, musst Du schon folgende Angaben machen:
Standort
Kurze Beschreibung der Wohnsituation (Keller, Stockwerk, in einer Straßenschlucht oder freie Sicht, wenn ja, in welche Richtung)
Geländeform

mfG O.

MfG
merimies

Zuerst müsstest Du eine Empfangsprognose erstellen. Das geht
z.B. auf dieser Seite:
http://www.ueberallfernsehen.de/empfangsprognose.html

Demnach zu urteilen liegt man hier wohl im Außenantennenbereich.

Weiter solltest Du wissen, in welchen Frequenzbändern (VHF,
UHF) die Fernsehkanäle in Deinem Sendegebiet liegen. Liegen
alle Kanäle im UHF-Bereich (Kanäle 14 bis 64), vereinfacht es
den Antennenbau. Aber das ist selten. Meistens ist ein
VHF-Kanal (Kanäle 5 bis 11) dabei. Weiter solltest Du in
Erfahrung bringen, ob in Deinem Sendegebiet das Signal
horizontal (wie beim bisherigen analogen Fernsehen) oder
vertikal polarisiert ausgestrahlt wird.

Wo stehen denn solche Details?

Eine Selbstbauantenne sollte einfach aufgebaut sein und auch
von einem Gemüsehändler gebaut und in Betrieb genommen werden
können. Damit fallen in Deinem – und auch in meinem – Fall
alle Antennen weg, welche exakt berechnet werden müssen.

Das ist wahr!

Wenn Du weitere Hilfe benötigst, musst Du schon folgende
Angaben machen:
Standort

  • an einem leichten ‚Hügelhang‘ mit Gefälle Richtung Ost-Nordost im Städtchen Schraplau

Allerdings beginne ich im September meine duale Ausbildung, was mir zwei neue Wohnorte einbringt, von deren Gegebenheiten ich noch nichts genaues weiß. Gerade dort interessiere ich mich allerdings für DVB-T, weil ich da keinen extra Fernseher mit Satellitenreceiver haben werde…

Kurze Beschreibung der Wohnsituation (Keller, Stockwerk, in
einer Straßenschlucht oder freie Sicht, wenn ja, in welche
Richtung)

  • momentan in einem Einfamilienhaus, 1. OG mit Blick nach Süd-Südost

Zuerst müsstest Du eine Empfangsprognose erstellen. Das geht z.B. auf dieser Seite:
http://www.ueberallfernsehen.de/empfangsprognose.html

Demnach zu urteilen liegt man hier wohl im Außenantennenbereich.

stimmt.

Weiter solltest Du wissen, in welchen Frequenzbändern (VHF, UHF) die Fernsehkanäle in Deinem Sendegebiet liegen. Liegen alle Kanäle im UHF-Bereich (Kanäle 14 bis 64), vereinfacht es den Antennenbau. Aber das ist selten. Meistens ist ein VHF-Kanal (Kanäle 5 bis 11) dabei. Weiter solltest Du in Erfahrung bringen, ob in Deinem Sendegebiet das Signal :horizontal (wie beim bisherigen analogen Fernsehen) oder vertikal polarisiert ausgestrahlt wird.

Wo stehen denn solche Details?

auf Seite 2 des folgenden Dokuments
http://www.dvbt-mitteldeutschland.de/Presse/download…

Wenn Du weitere Hilfe benötigst, musst Du schon folgende Angaben machen:
Standort

  • an einem leichten ‚Hügelhang‘ mit Gefälle Richtung Ost-Nordost im Städtchen Schraplau

Kurze Beschreibung der Wohnsituation …

  • momentan in einem Einfamilienhaus, 1. OG mit Blick nach Süd-Südost

Der für Dich zuständige Sender steht in Halle an der Saale.
Der Sender befindet sich in Richtung ONO von Deinem Standort etwa 20km entfernt
Er sendet vertikal polarisiert auf den Kanälen 22, 24 und 35. Alles VHF, das vereinfacht die Sache.
Die Frequenzen liegen zwischen 498MHz und 586MHz. Wenn wir die Antenne für die mittlere Frequenz (etwa 545MHz) auslegen, haben wir eine Wellenlänge von ca. 0,55m (Lichtgeschwindigkeit geteilt durch Frequenz).

Wenn wir die Antenne als Halbwellendipol betrachten - mit dem Anschluss in der Mitte - dann muss jeder Arm des Dipols die Länge einer viertel Wellenlänge haben, also 55cm/4=13,75cm. Da sich die Radiowellen im Draht allerdings nicht mit der gleichen Geschwindigkeit fortpflanzen wie im Vakuum und diese Geschwindigkeitsreduktion auch noch von der Dicke des elektrischen Leiters abhängt, gehen wir mal von einer Fortpflanzungsgeschwindigkeit im Draht von 80% bis 90% der Lichtgeschwindigkeit aus. Wir müssen die Dipolarme also auf 90% der errechneten Länge kürzen (abschneiden kann man später immer noch), das wären pro Dipolarm ca. 12,5cm.

Jetzt zur Bauanleitung für einen ersten Versuch:

Das Folgende ist ein (modifizierter) Ausschnitt aus der Webseite
http://www.qxm.de/digitalewelt/20040517-111208?com=1
Diese Seite befindet sich im Moment in der Umstellung und die benötigten Inhalte sind vorübergehend(?) nicht verfügbar

Zitat Anfang:

Antennen:
In der Regel können die bisherigen Fernsehantennen weiterverwendet werden. Im Hauptsendebereich reicht es jedoch oft auch aus, ein Koax-Kabel ca. 12,5 cm abzumanteln. Das Massegeflecht (der „Schirm“) wird dann ca. 12,5 cm über den Außenmantel gestülpt, während der Innenleiter des Kabels ebenfalls ca. 12,5 cm aus dem abisolierten Kabel herausragt. Die so gebastelte Dipol-Antenne wird dann senkrecht am Fenster ausgerichtet. Eine höhere Montageposition trägt gewöhnlich zur Empfangsverbesserung bei
Hier meine Version der Anleitung, die ursprünglich aus der Printausgabe der c’t stammt.

Man benötigt:
1 altes Antennenkabel. Das Antennenkabel hat zwei verschiedene Stecker, den mit dem Röhrchen als Stift schneidet man ab.
Anschließend entfernt man an der steckerlosen Seite des Kabels 15cm von der Kunststoff-Ummantelung, so dass die Abschirmung (das Drahtgeflecht) offen liegt. Dieses Drahtgeflecht zieht man nach hinten über den Kunststoffmantel.
Die Seele, das ist der Draht, der nun frei liegt, schneidet man auf 12,5cm Länge zu.
Das zurückgeklappte Drahtgeflecht schneidet man ebenfalls auf 12,5cm Länge zu und umwickelt es zur mechanischen Stabilisierung mit Isolierband oder Tesaband oder Leukoplast oder…

Zitat Ende.

Ich hoffe, das hilft Dir erst mal weiter.
merimies