Antibiotika bei Halsschmerzen

Hallo,

Ich habe meinen minderjährigen Bruder, für den ich wegen Urlaubsabwesendheit meiner Eltern verantwortlich bin zum Hausarzt geschickt da er über starke Halsschmerzen (momentan ohne Heiserkeit) klagte.

Er bekam Antibiotika: Roxithromycin 300mg

Da ich weiß das meine Eltern darauf bestehen das Antibiotika nur in Extremeren Fällen eingenommen werden wollte ich an dieser Stelle mal nachfragen wie es sich hier verhält.

  1. Habe ich nachgelesen das Halsschmerzen sowohl von Bakterien als auch von Viren verursacht werden können, die Antibiotika bei Viren allerdings wirkungslos sind.

  2. Handelt es sich laut Arzt um eine Rachenentzündung. Neben leichtem Schwächegefühl und leichten Kopfschmerzen geht es meinem Bruder gut.
    Ich habe allerdings nachgelesen das Antibiotika nur bei stärkeren Infekten verordnet werden sollen, da es sonst zu Resistenzen kommen kann.

Soll er die Antibiotika einfach nehmen, auch wenn nichtmal bekannt ist ob die Infektion nicht auch von Viren verursacht sein kann?

Der Arzt hat nur eine Sichtprüfung durchgeführt.

Was der Arzt nun genau festgestellt hat, kann hier niemand wissen, nur er selbst.
Was die grundsätzlich Einnahme von Antibiotika angeht, und ob diese in diesem Fall angebracht sind, wird hier nicht geklärt werden können.

Was allerdings wichtig ist, auch im Hinblick auf Resistenzen:

Sobald die EInnahme begonnen wurde, muss die vom Arzt bzw. Hersteller vorgesehene Mindesteinnahmemenge/dauer AUF JEDEN FALL eingehalten werden, d.h. die Einnahme sollte AUF KEINEN FALL, außer beim Auftreten akuter schwerer Nebenwirkungen (z.B.allergische Reaktion auf das Arzneimittel), eigenmächtig eingestellt werden. Falls ungewöhnliche Reaktionen auftreten, sollte umgehend Rücksprache mit dem verordnenden oder falls nicht rechtzeitig möglich einem anderen Arzt genommen werden.

Gerade das vorzeitige Absetzen während der Behandlung kann dazu führen, dass ein bestimmter Teil der Erreger, der widerstandsfähiger gegen das Medikament ist, sich nach Absetzen des Antibiotikums stark vermehrt, und dann selbst bei Wiederaufnahme der Einnahme durch dieses Medikament nicht mehr beherrschbar ist.
Dann muss eventuell ein anderes Antibiotikum eingesetzt werden, was die Sache nicht unbedingt leichter macht.

Also:
Wenn man Antibiotika einsetzt, dann richtig und konsequent, bis Erfolg eingetreten ist, und nicht schon bei einer Besserung oder Fehlen von Symptomen eigenmächtig absetzen, sondern durchziehen und gegebenenfalls nochmal den Arzt konsultieren.

Ich habe meinen minderjährigen Bruder, für den ich wegen
Urlaubsabwesendheit meiner Eltern verantwortlich bin zum
Hausarzt geschickt da er über starke Halsschmerzen (momentan
ohne Heiserkeit) klagte.

Er bekam Antibiotika: Roxithromycin 300mg

Das ist üblich.

Da ich weiß das meine Eltern darauf bestehen das Antibiotika
nur in Extremeren Fällen eingenommen werden wollte ich an
dieser Stelle mal nachfragen wie es sich hier verhält.

Das können wir natürlich genau beurteilen, da wir ja ein Bild vom Hals Ihres Bruders gesehen haben. Die Einstellung der Eltern ist auch verständlich, ihnen tut ja nichts weh. Und bei Spätfolgen verklagen wir einfach den Arzt.

  1. Habe ich nachgelesen das Halsschmerzen sowohl von Bakterien
    als auch von Viren verursacht werden können, die Antibiotika
    bei Viren allerdings wirkungslos sind.

  2. Handelt es sich laut Arzt um eine Rachenentzündung. Neben
    leichtem Schwächegefühl und leichten Kopfschmerzen geht es
    meinem Bruder gut.
    Ich habe allerdings nachgelesen das Antibiotika nur bei
    stärkeren Infekten verordnet werden sollen, da es sonst zu
    Resistenzen kommen kann.

Wie stark muß denn so ein Infekt sein -nur so aus Interesse, da Sie ja schon einmal nachgelesen haben?

Soll er die Antibiotika einfach nehmen, auch wenn nichtmal
bekannt ist ob die Infektion nicht auch von Viren verursacht
sein kann?

Der Arzt hat nur eine Sichtprüfung durchgeführt.

Was soll er denn sonst noch tun? Wenn er auf bestimmte Bakterien oder Viren testet, ist das Brüderchen längst wieder gesund, bis das Ergebnise da ist. Oder schwwerst krank. Außerdem kann der virale Infekt von heute der bakterielle Infekt von morgen sein.

Aber nun eine Frage von mir: Warum geht man überhaupt zum Arzt, wenn man so mißtrauisch ist?

Hallo,

Er bekam Antibiotika: Roxithromycin 300mg

Das ist üblich.

Das ist erschreckend.

  1. Handelt es sich laut Arzt um eine Rachenentzündung.

http://www.onmeda.de/krankheiten/pharyngitis-therapi…

Wie stark muß denn so ein Infekt sein -nur so aus Interesse,
da Sie ja schon einmal nachgelesen haben?

Nun, es ist nicht der Leidensdruck eines minderjährigen Patienten entscheidend. Fachlicher Rat wäre angebracht gewesen. Wenn ich aber Diagnose (Sichtprüfung) und Verordnung so betrachte, …

Was soll er denn sonst noch tun? Wenn er auf bestimmte
Bakterien oder Viren testet, ist das Brüderchen längst wieder
gesund, bis das Ergebnise da ist. Oder schwwerst krank.

Aufgrund falscher Behandlung?

Außerdem kann der virale Infekt von heute der bakterielle
Infekt von morgen sein.

Bussi, gehört heute aber für diesen Fall zur Abteilung Witzebrett.

Aber nun eine Frage von mir: Warum geht man überhaupt zum
Arzt, wenn man so mißtrauisch ist?

Das Medikament Roxithromycin ist ein sehr stark wirkendes Allround-Mittel
http://medikamente.onmeda.de/Medikament/Roxithromyci…
das auch zum Immunsystem gehörende körpereigene Bakterien radikal mit wegputzt. Mal die Seiten 3 und 4 des Links lesen. Ich denke, dass die voreilige Verordnung des Medikaments an den Minderjährigen nach erstem Arztbesuch mit ärztlicher Heilkunst absolut nichts mehr zu tun hat.

Grüße
Tommy

Er bekam Antibiotika: Roxithromycin 300mg

Das ist üblich.

Das ist erschreckend.

  1. Handelt es sich laut Arzt um eine Rachenentzündung.

http://www.onmeda.de/krankheiten/pharyngitis-therapi…

Zufall oder kiegen Sie die Werbung von Onmeda bezahlt? Auf der Seite kriegt man alle, Hinweise, auf Atemwegserkrankung, Wunschkind und Sudoku.
Sehr tiefschürfend.

Ich hätte einen kleinen Reim dazu:

Wie verkaufe ich meinen Dreck
gut im Internet?

Wie stark muß denn so ein Infekt sein -nur so aus Interesse,
da Sie ja schon einmal nachgelesen haben?

Nun, es ist nicht der Leidensdruck eines minderjährigen
Patienten entscheidend. Fachlicher Rat wäre angebracht
gewesen.

Der Junge war doch beim Arzt. Damit ist der fachliche Rat gegeben.

Wenn ich aber Diagnose (Sichtprüfung) und Verordnung

so betrachte, …

Dann ist das auch in Ordnung. So aus ärztlicher Sicht. Laien mögen da eine andere Ansicht haben, das sei ihnen unbebenommen. Zur Durchsetzung von Laiengeschwätz haben wir hier in Deutschland extra einen Berufsstand, nennt sich Heilpraktiker.

Was soll er denn sonst noch tun? Wenn er auf bestimmte
Bakterien oder Viren testet, ist das Brüderchen längst wieder
gesund, bis das Ergebnise da ist. Oder schwwerst krank.

Aufgrund falscher Behandlung?

Exzellente Replik. Nur beantwortet das nicht meine Eingangsfrage: Was soll er denn sonst noch tun?

Außerdem kann der virale Infekt von heute der bakterielle
Infekt von morgen sein.

Bussi, gehört heute aber für diesen Fall zur Abteilung
Witzebrett.

Wenn Sie meinen…

Aber nun eine Frage von mir: Warum geht man überhaupt zum
Arzt, wenn man so mißtrauisch ist?

Das Medikament Roxithromycin ist ein sehr stark wirkendes
Allround-Mittel
http://medikamente.onmeda.de/Medikament/Roxithromyci…

Danke, aber an dem Tage, an dem ich meine Kenntnisse mit http:… beginne, gebe ich meinen Beruf zurück. Ich beziehe meine Quellen gewöhnlich woanders her.

das auch zum Immunsystem gehörende körpereigene Bakterien
radikal mit wegputzt.

Welche Bakterien gehören denn zum körpereigenen Immunmsystem?

Ich denke, dass die voreilige Verordnung des Medikaments an
den Minderjährigen nach erstem Arztbesuch mit ärztlicher
Heilkunst absolut nichts mehr zu tun hat.

Ein Glück, daß der konsultierte Arzt eine andere Meinung hatte. Aber was soll’s, der hat’a ja auch bloß studiert…

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Hallo,

Ich hätte einen kleinen Reim dazu:
Wie verkaufe ich meinen Dreck
gut im Internet?

Der Junge war doch beim Arzt. Damit ist der fachliche Rat
gegeben.

Zur Durchsetzung von Laiengeschwätz haben wir
hier in Deutschland extra einen Berufsstand, nennt sich
Heilpraktiker.

Das war fachlich …, was jetzt eigentlich?

Das Medikament Roxithromycin ist ein sehr stark wirkendes
Allround-Mittel
http://medikamente.onmeda.de/Medikament/Roxithromyci…

Danke, aber an dem Tage, an dem ich meine Kenntnisse mit
http:… beginne, gebe ich meinen Beruf zurück. Ich beziehe
meine Quellen gewöhnlich woanders her.

Man sollte sie entsprechend auch nutzen und umsetzen. Was steht denn in deinen Quellen hinsichtlich des Medikaments?
Kannst du mal einen Link setzen?

Außer Verteilung von Beruhigungszäpfchen, unbegründete Verteidigung deines Berufsstandes und Spott habe ich nichts konkretes hier von dir gelesen.
Mach mal Butter bei die Fische, weshalb der Einsatz des Medikamentes bei Rachenentzündung die erste Maßnahme ist. Fachliche Aussage, ich lerne gerne dazu.

Welche Bakterien gehören denn zum körpereigenen Immunmsystem?

z.B. Bakterien im Darm?

Aber was soll’s, der hat’a ja auch bloß studiert…

Ein Studium alleine ist kein Qualitätsmerkmal für Befähigung zu irgendetwas…
Ich nehme mich davon nicht aus.

Grüße
Tommy

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Medizinische Leitlinien
http://www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/053-010k.pdf

owt

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Der Junge war doch beim Arzt. Damit ist der fachliche Rat
gegeben.

Ob der fachliche Rat ausreicht, darf doch noch bezweifelt werden.
Es gibt auch bei Ärzten gelegentlich Verstöße gegen die Standards anerkannter Heilkunst.

Und dass jemand Arzt ist, ist kein absolutes Qualitätskriterium.
Das heißt nur, er hat eine Approbation, wie lange schon, und unter welchen Kriterien, das kann variieren.
Auch Ärzte machen Fehler.
Deswegen raten viele Leute gern zu „einer 2. Meinung“.

Dr. Mengele und Co. waren auch Ärzte, ein Verwandter (†) von mir hat im KZ als Medizinstudent Patienten mit Tuberkulose infiziert.
Andere Kollegen haben geisteskranke Kinder zur „Euthanasie“ freigegeben.

Mit deinen Argumenten braucht du dich nicht wundern, wenn die Leute lieber zum „Wunderheiler“ rennen.
Das hat schließlich auch Ursachen, nämlich weil es Menschen gibt, die mit diversen Ärzten schlechte Erfahrungen gemacht haben.

Als mündiger Patient wird man sich ja wohl noch fragen dürfen, ob seinem Kind ohne genaue Diagnose Breitbandantibiotika verabreicht werden sollen, wenn auch andere sinnvolle Möglichkeiten vorhanden sind.

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Der Junge war doch beim Arzt. Damit ist der fachliche Rat
gegeben.

Ob der fachliche Rat ausreicht, darf doch noch bezweifelt
werden.
Es gibt auch bei Ärzten gelegentlich Verstöße gegen die
Standards anerkannter Heilkunst.

Und dass jemand Arzt ist, ist kein absolutes
Qualitätskriterium.
Das heißt nur, er hat eine Approbation, wie lange schon, und
unter welchen Kriterien, das kann variieren.
Auch Ärzte machen Fehler.
Deswegen raten viele Leute gern zu „einer 2. Meinung“.

Dr. Mengele und Co. waren auch Ärzte, ein Verwandter (†) von
mir hat im KZ als Medizinstudent Patienten mit Tuberkulose
infiziert.

Normalerweise arbeiten Ärzte schon sehr verantwortungsvoll. Nicht jeder Arzt hat einen Verwandten, der mit Dr. Mengele im KZ Leute umgebracht hat.

[MOD]: Eine off-topic-Bemerkung
Hallo Uwe,

Dr. Mengele und Co. waren auch Ärzte, ein Verwandter (†) von
mir hat im KZ als Medizinstudent Patienten mit Tuberkulose
infiziert.
Andere Kollegen haben geisteskranke Kinder zur „Euthanasie“
freigegeben.

das ist natürlich wahr, aber an dieser Stelle ein ziemlich fieser Vergleich. Ich habe mir überlegt, ob ich ihn in meiner Eigenschaft als Moderator löschen sollte. Habe aber davon Abstand genommen, damit die Diskussionsteilnehmer sich selber darüber ein Urteil bilden können.

Gruß
Montanus

Das war, wie du dir vorstellen kannst, auf niemand persönlich bezogen.

Wenn es um die angebliche Unfehlbarkeit von Ärzten geht, wird man das in diesem Land wohl noch erwähnen dürfen.
Das betrifft auch noch andere Berufsgruppen.
Oder soll sowas im Rahmen der „Neubewertung des Nationalsozialismus“ im Keller verschwinden?
Und das war eine ganze Generation von Ärzten, die mit so einer Einstellung zur Medizin ausgebildet wurde.

Ich finde jedenfalls der Auffassung, bei der Medizin sollte das Wohl des Patienten im Mittelpunkt stehen, und nicht das des Arztes oder von sonstwem.

Hab ich auch nicht behauptet.
Allerdings gibt es wahrscheinlich noch deutlich mehr Familienmitglieder von Leuten, die in dieser Zeit unter dem „Ethos“ zu leiden hatten, als Ärzte, die dmamls so gehandelt hae.
Deswegen meine ich, man sollte die Befindlichkeit auf Patientenseite ernst nehmen. Und nicht alles gleich mit „esoterik“ verspotten, was sich jenseits der üblichen Praxis bewegt.

Der Ex-Verwandte von mir hat übrigens nach 1945 noch fast 50 Jahre in den USA praktiziert, wohin er nach dem Krieg ausgewandert war.

Es hat allerdings glaube ich kaum jemand Interesse, im Rahmen des „Normalfalles“ Opfer der Ausnahme zu werden, deswegen sollte man wie gesagt nicht pauschal blind allem vertrauen, was irgendein Arzt verordnet.

Dann ist man als Patient auf der besseren Seite.
Die Erfahrung durfte ich übrigens auch schon persönlich machen, und da bin ich nicht der Einzige.

Das soll jetzt auch nicht nur Ärzte betreffen, ich beziehe das auch ebenso auf Vertreter alternativer Heilmethoden, oder Pflegepersonal.
Oder irgendwelche Gurus ganz allgemein.

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Hallo,

um die Entwicklung einer weiteren Metadiskussion zu verhindern, die mit dem UP nichts mehr zu tun hat, wird dieser Teil-thread abgeschlossen.

Montanus
Moderator