MUSS es ZWINGEND Antibiotika sein?
Frau Alleswisserin sollte mal Latein lernen. Aber vorher gibts noch andere Dinge zu lernen.
Wie wär’s mit
homöopathischen Mitteln? Das sind z.B. winzig kleine
Kügelchen, die süßlich schmecken, beim Einnehmen hat das Kind
sogar noch Freude, weil es die Kügelchen lustig findet.
Oh my goodness. Beim ersten Lesen habe ich gelacht, aber dann wurde mir klar, dass Du das ernst meinst. Und da konnte ich plötzlich kein Lachen mehr herausbringen.
Ich empfehle dir, einen Kinderarzt aufzusuchen, der sich
sowohl in der Schulmedizin als auch in der Homöopathie
auskennt. Und dann nicht immer mit den „Hämmern
loswirtschaften“, sondern erst einmal mit Mitteln versuchen,
die keine Nebenwirkungen hervorrufen.
Ähm, nun ja, wobei auch Wirksamkeit eine Rolle spielt. Meine fette Erkältung kuriere ich mit Geduld und mit Hustenbonbons und mit Inhalieren von ätherischen Ölen und mit ganz viel Trinken. Und ganz nett sind auch solche Spitzwegerichsäfte, die hat aber nur Mami zu Hause (Muss ich mal kaufen gehen). Das ist auch alles ausnahmslos Teil der sog. „Schulmedizin“ und hat bei normalem Gebrauch kaum Nebenwirkungen. Homöopathie hingegen ist Mumpitz.
Außerdem kann man sich als verantwortungsbewusster erwachsener
Mensch auch selbst schlau machen und entsprechende Hausmittel
anwenden, die zusätzlich zur ärztlichen Behandlung
unterstützend angewandt werden, um das Kind bestmöglich zu
heilen.
Ja stimmt. Anwenden von Homöopathie hingegen zeugt nicht von Schläue und Verantwortungsbewusstsein sondern von Aberglaube.
Bei einer beginnenden bakteriellen Lungenentzündung aber von der Gabe von Antibiotika (und stattdessen „Homöpathika“)abzuraten, das ist nicht nur Aberglaube sondern ist, wenn dem Folge geleistet wird, eine Straftat. Einen so selten dämlichen Vorschlag habe ich hier noch nicht oft gelesen.
Ach, früher war doch alles besser, als es noch keine Antibiotika gab und Kinder an Lungenentzündung gestorben sind. Komisch nur, dass da nicht jeder mit Homöopathika gerettet wurde…
Einen schönen Gruß ins Tal der Wissenden noch,
Stefan