Antibiotika bei Nervenerkrankungen

Hallo,

fast alle Antibiotika durchbrechen die Blut-Hirn-Schranke und sind deshalb für Patienten mit „Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks und der Nerven“ ein Risiko. Unter „bedeutsame Nebenwirkungen“ steht dann: „wenn Sie ein Taubheitsgefühl, Pelzigsein oder Kribbeln in Armen und Beinen verspüren, müssen Sie sofort Ihren Arzt verständigen“.
Die Einnahme ist also sehr riskant.

Das gilt für Patienten mit
Parkinson
Multipler Sklerose

Welche Antibiotika stehen diesen Patienten zur Verfügung, z. B. gegen Parasiten (Schmarotzer), Protozoen und anaerobe Bakterien. Bei Infektionen der Gebärmutter, Magen-Darm-Kanal, HNO und Zahn-Mund-Kiefer-Bereich?

Für Antworten wäre ich dankbar, da selbst betroffen.

Gruß
Karin

Hi,

du nimmst die Antibiotika, und wenn du die beschriebenen Nebenwirkungen verspürst, meldest du dich bei deinem Arzt. Ich wüßte von keinem MS-Patienten, der deswegen keine Antibiotika nimmt, im Gegenteil

Geh mal auf http://www.ms-life.de und frag im Forum oder im Expertenrat, du kannst da auch die Suchfunktion benutzen.

die Franzi

Hallo Franzi,

du nimmst die Antibiotika

Es geht hier nicht um mich!

Ich
wüßte von keinem MS-Patienten, der deswegen keine Antibiotika
nimmt, im Gegenteil

Das war eben meine Frage. Es gibt Antibiotika, die NICHT die Blut-Hirn-Schranke durchbrechen, die NICHT kontraindiziert sind bei Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks und der Nerven. Z.B. „cefudura 500 mg“, Antibiotika gegen Bakterien im Magen-Darm, Lungen, Bronchen…
Bei anderen, wie „Metronidazol AL 400“, gegen anaerobe Bakterien, ist besondere Vorsicht bei diesen Erkrankungen geboten, wenn nicht sogar kontraindiziert. Gehört zur Gruppe der Nitroimidazulen (?).

Medizinisch ist für mich interessant: Warum muß ein Antibiotika gegen anaerobe Bakterien die Blut-Hirn-Schranke durchbrechen (deshalb Gefahr für Gehirn-Rückenmark-Erkrankte)? Und ein anderes Antibiotika (cefudura) mit dem Wirkstoff Cefuroxim nicht. Darin ist keine Gefahr für Gehirn-Rückenmarkerkrankte beschrieben.

Welche Antibiotika MS-Patienten nehmen, weiß ich nicht. Es werden dazu Versuche gegen Chlamydien (evtl. Auslöser der MS) gemacht. Wäre auch ein anaerobes Bakterium. Bis jetzt konnte ich nicht in Erfahrung bringen, auch in MS-life nicht, um welches Produkt (Namen) es sich handelt. Wenn Du mehr weißt, gerne.

Ich hoffte auf eine Alternative auch bei Antibiotika gegen anaerobe Bakterien. Die Frage stelle ich immer noch in den Raum.

Gruß
Karin

Hi,

Es gibt Antibiotika, die NICHT die Blut-Hirn-Schranke durchbrechen, die NICHT kontraindiziert sind bei Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks und der Nerven.

etwas deutlicher: ich habe noch nie etwas davon gehört. Selbstverständlich hat das nichts zu beudeuten, ich bin kein Mediziner. Aber ich habe MS, und ich lese im ms-life fforum mit, auch wenn ich so gut wie nie schreibe. Die Leute dort machen sich sorgen um Infektionen, um das Für und Wider einer Basistherapie / Kortisongabe/ umstellung auf Tysabri, sie versuchen, Infektionen zu vermeiden, aber keiner diskutiert Antibiotika. Sie werden genommen, wenn sie verschrieben werden, und die REde ist auch immer nur von „Antibiotika“, nicht von verschiedenen Typen von Antibiotika.

Bis jetzt konnte ich nicht in Erfahrung bringen, auch in MS-life nicht, um welches Produkt (Namen) es sich handelt.

Dann stelle mal eine entsprechende Frage - am besten im Expertenforum, nicht im allgemeinen Diskussionsforum. Im Expertenforum wird dir von Ärzten geantwortet, und das ist wohl bei deiner sehr fachspezifischen Frage die bessere Wahl.
Bisher habe ich eine Frage mit DEinem Thema bei MS Life nicht gestellt gesehen.

Bei anderen, wie „Metronidazol AL 400“, gegen anaerobe Bakterien, ist besondere Vorsicht bei diesen Erkrankungen geboten, wenn nicht sogar kontraindiziert.

Das nehme ich seit mehreren Jahren, zum Auftragen auf der Haut gegen eine Cuperose. Trotz MS, und ohne Nebenwirkungen zu verspüren. Bin seit dem Diagnoseschub (*aufholzklopf*) schubfrei. Wird / wurde auch von mehreren Ärzten diskussionslos verschrieben, meine Diagnose ist ihnen bekannt (2 verschiedene Hausärzte, 2-3 wechselnde DErmatologen)

die Franzi

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