Unsere Tochter hat momentan eine Angina. Seit gestern bekommt sie ein Antibiotikum, da unsere Kinderärztin meinte, es sei unumgänglich.
Nun ist es wieder so, wie bei jeder Antibiotikabehandlung bisher (bis jetzt gab es davon „erst“ 4):
Sie ist vollkommen unausgeglichen und hat große Wut - ohne Grund. Gestern saß sie wie ein Häufchen Elend vor mir und sagte: „Mama, ich bin so traurig und weiß gar nicht warum!“
Ich mache mir Sorgen, scheue mich aber, mit unserer Ärztin darüber zu sprechen, da ich nicht weiß, ob sie berechtigt sind. Hat jemand ähnliche Erfahrungen?
für mich klingt das, was du beschreibst, völlig normal. Wenn der Arzt ein Antibiotikum verschreibt, muss dein Kind schon ganz nett krank sein. Krank sein ist furchtbar anstrengend, der Körper ist mit Selbstheilung beschäftigt und hat weder Kraft noch Zeit übrig, sich um „gesellschaftliches Wohlverhalten“ zu kümmern. Kinder haben sich dazu nicht so im Griff wie Erwachsene und lassen die Launen einfach raus wie sie kommen. Das hat m.M. nichts mit dem Antibiotikum zu tun. Da kann man als Mama oder Papa nur Seelentröster spielen, das Kind ganz doll hudern und hoffen, dass alles bald vorüber geht.
Und außerdem, auch wenn du (also die UP) das Gefühl hast, dass es für den Augenblick nicht gut ist, sollte die Kleine das Antibiotikum auf jeden Fall bis zum Ende wie verordnet durchnehmen.
Vielleicht kann es ihr helfen, wenn du ihr einfach ein wenig erklärst, was gerade in ihr vorgeht und dass sie deswegen so platt und „knatschig“ ist und dass das vorüber geht (so oft „und“, aber es war ein langer Tag^^).
Ähä. Und darf ich dich darauf hinweisen, das der Pinselschimmel etwas natürliches ist, was man besser doch in die Naturheilkunde einstufen sollte? Und dann gibt es noch dutzende andere Heilpflanzen, die auf bestimmte Bereiche im Körper Antibiotisch wirken…
Oder glaubst du, die von Penicillium gebildeten Enzyme sind in einem Antibiotikum solange verdünnt, bis sie nicht mehr nachweisbar sind und wirken somit rein in ihrer „geistartigen Kraft“?
Du bist übrigens nicht der Einzige, der hier öfter mal ganz gewaltig was verwechselt, keine Sorge.