Hallo!
Ich brauche eine Entscheidungshilfe. Meine Probleme würde ich wie folgt beschreiben:
Ich kann mich einfach nicht dazu aufraffen etwas für die Uni zu tun. Ich bin auch total müde und weil ich so viel schlafe fehlt mir einfach die Zeit, die ich bräuchte um alle Dinge des alltäglichen Lebens zu meistern. Außerdem habe ich extrem viel Hunger mit Fressanfällen, bin total leicht reizbar geworden und aggressiv und reagiere sehr empfindlich auf Geräusche. Körperlich und geistig bin ich kaum noch belastbar. Bin total schnell erschöpft. Gleichzeitig fühle ich mich aber irgendwie überdreht, auffallend glücklich und irgendwie „high“. Nachts wache ich oft durchgeschwitzt mit Panikattacken auf, denke dann an die 1000 Dinge die ich dringend erledigen müsste und schlafe dann aber sofort wieder ein. Außerdem muss ich nachts ständig pinkeln.
Eigentlich müsste ich mich total schlecht fühlen, das tue ich oft auch, aber ansonsten bin ich eigentlich absolut glücklich und zufrieden mit meinem Leben. Eigentlich denke ich manchmal ich bin nicht ganz normal, weil es mir fast schon zu gut geht, dafür dass ich so viele Symptome habe. Ich bin eigentlich vollkommen glücklich, irgendwie schon sorglos und leichtsinnig.
Im Grunde weiss ich schon gar nicht mehr warum ich eigentlich beim Psychotherapeuten war, aber ich war die ganzen letzten Monate in diesem oben beschriebenen Zustand „gefangen“ und jetzt kanns mir nicht so einfach wieder gut gehen.
Jedenfalls meinte mein Therapeut, dass ich drüber nachdenken soll mir Antidepressiva verschreiben zu lassen. Die soll ich vom Hausarzt kriegen und dann beim Therapeuten weiter eine Gesprächstherapie machen.
In erster Linie will ich einfach weniger schlafen, nachts nicht mehr aufs Klo müssen, weniger essen und mehr für die Uni tun.
Bin ich da mit Antidepressiva richtig? Muss ich dann irgendwie regelmäßig zum Hausarzt gehen und das kontrollieren lassen oder so?
Haben die Nebenwirkungen? Ich war als Kind/Jugendliche mal in der Psychiatrie und habe da ganz viele Medikamente bekommen, ich denke da waren auch Antidepressiva dabei und ich hatte echt enorme Nebenwirkungen. Aber natürlich weiss ich nicht, welche Medikamente das waren.
Im Grunde genommen habe ich kein Problem damit, eine Zeit lang Medikamente zu schlucken, aber ich zweifel an dem Erfolg. Kann mir nicht so richtig vorstellen, dass die was bringen sollen, weil ich mich nicht ansatzweise depressiv fühle.
Liebe Grüsse Ali
du hast in meinen Augen keine Depressionen.