Antidrepresiva

Meine Frau war in Psychotherapie (9 Wochen)Sie nahm bis dahin Trevlor.Nach 5 Wochen begann man damit diese Sorte abzusetzen weil sie nach der meinung der Ärzte nicht so gut sei. Dann bekam sie ein anderes Metikament und zwar Cymbalta gegen Depresioen und Schmerzen.
Sie ist wieder zurück und hat jetzt wieder Angstzustände die sie seid Jahren nicht mehr hatte.Hätte man unbedingt diese Medikamentenumstellung durchführen müssen?Oder nur die andere Sorte (Trevalor)reduzieren sollen,weil mir aufgefallen ist das sie nach eine Woche der reduzierung ein ganz anderer Mensch war viel glücklicher,stressfreier,lockerer eben ein anderer Mensch .Haben die Ärzte es den nicht sehen können ?Jetzt ist sie wie am Anfang ihre Therapie nur das jetzt die Angst wieder dazu gekommen ist.

Hallo Hans,

Cymbalta ist erst dieses Jahr auf den Markt gekommen. Neben seiner antidepressiven Wirkung soll es auch gegen körperliche Beschwerden, v.a. Schmerzen, helfen. Cymbalta gehört zur gleichen Medikamentengruppe wie Trevilor (Venlafaxin) und hat daher (wohl) sehr ähnliche Wirkungen.

Warum die Ärzte Deiner Frau meinten, es sei nicht so gut wie Trevilor, kann ich deshalb nicht sagen (oder leidet Deine Frau unter Schmerzen?). Ich halte es daher für hinterfragenswert, warum die Ärzte die Umstellung durchgeführt - zumal, weil Trevilor gut gewirkt hat.

Grüße,

Oliver Walter

Meiner Ex wurde auch allerlei Kram eingetrichtert (Lithium, Gladem, Trevilor usw.) Sie war auch zweimal für je 10-12 Wochen in einer Klinik. Geholfen hat es immer nur 2 Wochen, dann war alles wieder beim alten (16 std. schlafen am Tag - 8 std. stupide vorm PC sitzen und Computerspiele spielen).
Habe auch mit vielen Psycho-Doktoren gesprochen, die waren aber auch nicht schlauer als ich („es kann besser werden, muss aber nicht. Wird wohl wie eine Welle werden, Mal besser - Mal schlechter“). Jedenfalls steht man als Partner ziemlich allein und machtlos dem Gegenüber. Mit der Dosierung wurde auch laufend jongliert. Nur kleine Nuancen mehr oder weniger wirkten manchmal schon wunder. Sprich aber auf jedenfall vorher mit dem Arzt und nicht eigenmächtig die Dosierung ändern.

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hallo oliver

ja, schmerzen hat sie gehabt. aber die hat sie jetzt, seit sie wieder zurück ist , auch.
was mir am meisten sorgen macht ist, dass sie wieder ihre angstzustände hat.
nach rücksprache mit der klinik haben ihre ehemaligen ärzte dort ihr geraten „baldrian-tropfen“ gegen die angstzustände einzunehmen.
das klingt für mich lächerlich. wieso rät man einer frau mit depressionen, schmerzen und angstzuständen, baldrian zu nehmen?
(mit trevilor hatte sie keine angstzustände!).

meine frau hat noch erzählt, dass eine mitpatienten, die ähnliches mitgemacht hat, wie sie selber (therapie, medikamentenumstellung, danach ihren mann verlassen, etc…), wurde jetzt nach einigen wochen in eine geschlossene anstalt überwiesen werden, weil sie schlichtweg „durchgedreht“ (grund: angst!) ist.
die angst habe ich jetzt auch dass dieses mit meiner frau passieren kann.

(da meine frau auch nicht mehr bei mir wohnt (ich sei der auslöser ihrer depressionen) habe ich noch mehr angst, dass mit ihr etwas ähnliches passiert, da wir uns kaum noch sehen und ich nicht mehr auf sie aufpassen kann).

Hallo Hans,

ja, schmerzen hat sie gehabt.

das könnte ein Grund sein, warum die Ärzte die Medikation von Trevilor auf Cymbalta umgestellt haben.

aber die hat sie jetzt, seit sie
wieder zurück ist , auch.
(mit trevilor hatte sie keine angstzustände!).

Du sagtest, daß die Therapie mit Cymbalta bis jetzt nicht angeschlagen habe. Dann ist das nicht ungewöhnlich.

Wie lange nimmt sie das neue Medikament schon?

nach rücksprache mit der klinik haben ihre ehemaligen ärzte
dort ihr geraten „baldrian-tropfen“ gegen die angstzustände
einzunehmen.
das klingt für mich lächerlich. wieso rät man einer frau mit
depressionen, schmerzen und angstzuständen, baldrian zu
nehmen?

Bestimmte Baldrian-Produkte haben einigen Untersuchungen zufolge einen angstmindernden und beruhigenden Effekt. Deshalb werden sie hin und wieder zu diesem Zweck angewendet.

meine frau hat noch erzählt, dass eine mitpatienten, die
ähnliches mitgemacht hat, wie sie selber (therapie,
medikamentenumstellung, danach ihren mann verlassen, etc…),
wurde jetzt nach einigen wochen in eine geschlossene anstalt
überwiesen werden, weil sie schlichtweg „durchgedreht“ (grund:
angst!) ist.
die angst habe ich jetzt auch dass dieses mit meiner frau
passieren kann.

Eure Befürchtungen kann ich verstehen. Allerdings sind Menschen - auch mit ähnlichen psychischen Beschwerden - verschieden. Das, was dieser Mitpatientin passiert ist, muß Deiner Frau nicht passieren. Man kann noch nicht einmal die Wahrscheinlichkeit, daß ihr Ähnliches passiert, einschätzen, wenn man im medizinischen Sinn nicht genau weiß, was mit Deiner Frau los ist.

(da meine frau auch nicht mehr bei mir wohnt (ich sei der
auslöser ihrer depressionen) habe ich noch mehr angst, dass
mit ihr etwas ähnliches passiert, da wir uns kaum noch sehen
und ich nicht mehr auf sie aufpassen kann).

Versuche, Dich nicht „verrückt“ zu machen. Damit ist weder Dir, noch ist damit Deiner Frau geholfen. Deine Frau befindet sich in ärztlicher Behandlung. Es ist also nicht so, daß sie vollkommen auf sich allein gestellt wäre. Die Ärzte werden mit Sicherheit versuchen, Deiner Frau so gut zu helfen, wie sie können.

Beste Grüße,

Oliver Walter

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Hallo Oliver

Sie nimmt das Medikament seit 3 Wochen ,aber diese unzufriedenheit,argresivität,unruhe,keine Zeit für unsere Tochter bzw.Söhne(immer nur ausreden)macht mich sehr nachdenklich.Ich komme auch nicht mehr an sie ran sie blockiert sofort.Ist es den normal nach einer 9 wöchigen Klinikaufaufenthalt ? Oder liegt es am neuen Medikament ? Sie vermisst die Klinik sagte sie vor 5 Tagen. Heute ist sie zur Klinik nach Neuenkirchen/Vörden gefahren um die Freunde und den Mann den sie in der Klinik kennengelernt hat wieder zusehen.Vielleicht geht es ihr dort besser . Wie lange kann dieser zustand noch dauern? Obwohl sie nicht mehr bei uns ist mache ich mir diese Sorgen.

Gruss Hans

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Hallo Hans,

Sie nimmt das Medikament seit 3 Wochen

Antidepressiva brauchen einige Zeit, bis sie wirken. Möglicherweise dauert es noch eine Weile, bis sich die Wirkung des neuen Medikaments zeigt.

Was die neuen Lebensumstände Deiner Frau angeht, wirst Du Dich daran gewöhnen müssen, daß sie sich z.Z. für jemanden anderen entschieden hat. Vielleicht geht es ihr bei ihren neuen Freunden und ihrem neuen Partner tatsächlich besser. Ich verstehe, daß Dir diese neue Situation sehr schwer fällt und daß es Dich sehr trifft. Aber es ist sehr wichtig, daß Du die Entscheidung Deiner Frau akzeptierst. Es ist eine harte Zeit für Dich. Versuche, es nicht noch schwerer zu machen, indem Du emotional gegen die neue Situation ankämpfst. Versuche vielmehr, mit dem Verstand herauszufinden, was für Dich langfristig das Beste ist.

Beste Grüße,

Oliver Walter

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