Hallo liebe Experten,
im Oktober habe ich mich endlich getraut und mich operieren lassen, ich habe eine zementfreie Hüftvollprothese bekommen. Ich habe 6 Wochen lang für jeden Tag eine Antithorombosespritze bekommen, dann abgesetzt, 3 Tage später habe ich eine ordentliche Venenentzündung bekommen, eine Oberflächenthrombose. Beim Facharzt war ich schon, er hat mir wieder Spritzen verordnet, nach der letzten Untersuchung abermals, das Problem was nach den letzten paar Spritzen aufgetreten ist, ist ein handtellergroßes, hartes Gebilde auf meinen Bauch, es sieht aus wie ein riesiger Bluterguss, der sehr hart ist und auch ganz schön schmerzt. So viel ich weiß, können sich blaue Flecken bilden. Ich möchte nur wissen was ich machen kann, damit die Stelle schneller abheilt und vielleicht auch nicht mehr so schmerzt. Hat jemand einen Tipp für mich?
Vielen Dank im Voraus.
Liebe Grüße
Heike
Beim Facharzt war ich schon, er hat mir
wieder Spritzen verordnet, nach der letzten Untersuchung
abermals, das Problem was nach den letzten paar Spritzen
aufgetreten ist, ist ein handtellergroßes, hartes Gebilde auf
meinen Bauch, es sieht aus wie ein riesiger Bluterguss, der
sehr hart ist und auch ganz schön schmerzt. So viel ich weiß,
können sich blaue Flecken bilden. Ich möchte nur wissen was
ich machen kann, damit die Stelle schneller abheilt und
vielleicht auch nicht mehr so schmerzt. Hat jemand einen Tipp
für mich?
Wieviele Einheiten pro Tag spritzt Du ? Hat sich der Bluterguss an den Einstichstellen gebildet ? Wenn ja, wechsle die Applizierungsstelle.
Unbedingt die Thrombozytenzahl messen!
Udo Becker
ja, der Bluterguss hat sich an den Einstichstellen gebildet, da und drum herum kann ich nicht mehr spritzen, das wäre wohl zu schmerzhaft. 80 Einheiten spritze ich pro Tag. Die Thrombozytenzahl werde ich wohl erst im nächsten Jahr messen lassen können.
Liebe Grüße
Heike
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Hallo Heike,
als Nebenwirkungen dieser Heparin-Spritzen treten manchmal ungefährliche Blutergüsse unter der Haut, selten eine schmerzhafte, vorübergehende Verhärtung des Unterhautgewebes auf.
Manchmal kann auch die Spritztechnik ursächlich sein, die daraufhin überprüft werden sollte (subcutan - unter die Haut und nicht tiefer).
In der Haut befinden sich kaum Blutgefäße (außer Endkapillaren), sodass man hier und mit diesem Medikament nicht aspiriert, welches dann eine Hämatombildung begünstigen kann.
Der fibrosierte, verhärtete Bereich muss jetzt natürlich für die nächsten Spritzen gemieden werden, evt. auf die Oberschenkel ausweichen.
Bei frisch entstehenden Hämatomen kann auch durch Kühlung die Blutung etwas eindämmen.
Der Nutzen von Heparinsalben und -gelen ist zweifelhaft, probieren kann man es ja zur Not.
Gute Besserung wünscht
Renate
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Hallo Heike,
hier erstmal ein Schema damit die Injektionen möglichst gut verteilt werden:
http://www.ms-stommel.de/assets/images/Injektionsste…
Für dich fällt A und B solange aus bis die Verhärtung auf deinem Bauch abgeklungen ist. Ansonsten fängt man bei A1 an, wechselt bis D1 durch und fängt dann wieder bei B2 an usw usw.
Um die Verhärtung (wahrscheinlich ist das ein schlecht resorbierter Bluterguss) schneller loszuwerden empfehle ich dir feuchtwarme Auflagen oder Auflagen mit „Retterspitz äusserlich“.
Für einen feuchtwarmen Wickel nimmst du ein kleines Handtuch, tränkst es mit warmem Wasser und windest es wieder aus.
Dieses Tuch deckst du nochmal mit einem trockenen Handtuch ab und plazierst es auf der betroffenen Stelle. Wenn du es gerne länger warm hast legst du einfach noch eine Wärmflasche oben drauf.
viele Grüße und alles Gute
Susanne
Ja, der Bluterguss hat sich an den Einstichstellen gebildet,
da und drum herum kann ich nicht mehr spritzen, das wäre wohl
zu schmerzhaft. 80 Einheiten spritze ich pro Tag. Die
Thrombozytenzahl werde ich wohl erst im nächsten Jahr messen
lassen können.
Die 80 Einheiten verwirren mich sehr: Man gibt zur Thromboseprophylaxe bis zu 15000 Einheiten (I.E.) pro Tag. Deine Dosierung sollte irgendwo zwischen 5000 und 15000 liegen. Solltest Du klären. Man muss dazu sagen, dass es sehr viele verschiedene Typen von Heparinen gibt, aber die Dosierung in Internationalen Einheiten sollte vergleichbar sein.
Vergiss die Thrombozytenmessung nicht. Nach so langer Heparinbehandlung ist das sehr wichtig.
Udo Becker