Da ich seit kurzem sehr leicht und manchmal auch recht stark schwitze, vor allem am Po denke ich darüber nach ob ich vllt. einmal ein Antitranspirant ausprobieren sollte (natürlich nur an der stärkst betroffensten Stelle).
Allerdings habe ich jetzt auch nach Recherchen herausgefunden, dass einige der Meinung sind Antitranspirante würden dem Körper schaden, da dieser normalerweise durch das Schwitzen seine Giftstoffe loswird. Bei Verwendung eines Antitranspirants würden sich dann die Giftstoffe im Körper einlagern.
Allerdings frage ich mich ob diese Theorie richtig ist, da ja erstens nicht der komplette Körper damit behandelt wird sondern nur eine Stelle, was ja heißen würde, dass er die Giftstoffe auch an anderen Schweißdrüsen absondern kann. Also ich gehe einfach mal davon aus, dass man dann eben woanders etwas mehr schwitzt.
Oder auch wenn dies nicht stimmen sollte enthalten Antitranspirante, wie AHC30 was ja auch Aluminium enthält oder auch Obadan vllt. andere Stoffe, die für den Körper auf ähnliche oder auch andere Weise schädlich sein können?
nun erstens werden durch das Schwitzen keine nennenswerten Mengen an Schadstoffen (gerne auch als „Schlacken“ bezeichnet) ausgeschieden.
Dies wird zwar immer wieder gerne erzählt, vor allem von Saunagängern und Alternativmedizinern, ist aber einfach falsch.
Schweiß besteht aus
* Wasser (etwa 99 Prozent)
* Natriumionen (45 mmol/l)
* Chloridionen (58 mmol/l)
* Kaliumionen (5–9 mmol/l)
* weitere anorganische Salze
* Harnstoff
* Harnsäure
* langkettige Fettsäuren
* Aminosäuren, Peptide wie Dermcidin
* Ammoniak
* Zucker
* Milchsäure
* Ascorbinsäure (Vitamin C)
* Cholesterin
Als „Schadstoffe“ könnte man in dieser Liste lediglich Harnstoff, Harnsäure und Ammoniak bezeichnen, bei diesen fällt aber die Ausscheidung über die Haut nicht ins Gewicht, sie werden hingegen viel effektiver durch die Nieren ausgeschieden.
Weiterhin hast Du ja selbst erkannt, dass eine lokale Anwendung von Antitranspirantien immer noch genug freie Haut zum Schwitzen übrig lässt.
Was allerdings bei Antitranspirantien wichtig zu bedenken ist, ist deren Wirkungsweise. Bewährte Antitranspirant-Wirkstoffe sind Aluminium-chloro-hydrat (ACH) und der Aluminium-Zirkonium-tetrachloro-Glycin-Komplex (ZAG).
Auf die Haut aufgebracht, verengt das Aluminium durch Denaturierung von Proteinen der Hautzellen die Poren und vermindert so die Schweißbildung. Aluminiumchlorhydrate können dadurch als Nebeneffekt zu toxischen Hautreizungen, Entzündungen der Drüsen und Granulomen führen.
Des weiteren ist noch nicht abschließend geklärt, wie viel von den Aluminiumchlorhydraten über die Haut in den Körper aufgenommen wird und ob sie dort evtl. Schäden bis hin zu Krebs auslösen können.
Es erscheint mir daher angebracht, diese Mittel nur lokal begrenzt und nicht zu häufig anzuwenden.
Schwitzen dient ausschließlich der Kühlung des menschlichen Körpers, seine Giftstoffe wird er auf anderen Wegen los. Von daher brauchst Du Dir also keine Sorgen zu machen. Es gab mal das Gerücht, daß Aluminium in Antitranspirants Krebs begünstigen könne, jedoch stimmt auch das nicht.
Das steht in der Wikipedia (hab ich hier irgendwann schon mal
verlinkt und bin ich jetzt zu faul zu suchen )
statt möglicherweise fingierte und in WIKI lancierte Artikel ernst zu nehmen, solltest Du mal das Buch von Dr. med. Mauch lesen: Die Bombe unter der Achselhöhle.
Was da über Deos mit Aluminium und desse Folgen steht muß jeder für sich selbst bewerten.
Antitranspirante enthalten sehr viele Allergene und oft sogar zellschädigende Stoffe.
Dieses Transpirant wird für gewöhnlich unter die Achseln gesprüht. Ganz hervorragend, denn da ist die Haut besonders dünn und die Lympfknoten sind darunter.
Besonders amüsant finde ich die Transpirants, die mit Silbermolekülen werben. Bekanntlich ist Silber nicht gerade ungiftig.
Und was in Wikipedia steht, das ist wahrlich wahr!
Erheiterte Grüße von
Tinchen
(wer Ironie findet darf sie behalten)
Ja, Du hast völlig Recht, liebes Tinchen. Ich werde in Zukunft die abgrundtief schlechte Wikipedia, die von Dilettanten zusammengeschustert wird, meiden und stattdessen mich an die empfohlene, äußerst hochwertige wissenschaftliche Fachliteratur halten.