Wegen Mietstreit benötigen wir einen Anwalt. Da wir aber nicht genügend Geld zur Zeit verfügbar haben, hab ich nun die Frage, gibt es irgend eine Organisation, die die Anwalts- und Gerichtskosten übernehmen und man dann das Geld in Raten abzahlen? Oder hat jemand eine andere Lösung, wie man das am Besten regeln könnte.
Hy,
brauchten wir auch mal, beim Amstgericht kann man einen Beratungsschein beantragen, mit dem kann man dann zum Anwalt, der Anwalt rechent dann über diesen Schein ab.
Diesen bekommt man allerdings nur wenn die oder der Sachbearbeiter eine Change sieht und wenn Deine Einkünfte nicht zu hoch sind.
Erkundige dich einfach mal am Amtsgricht nach einem sog. Beratungsschein.
Was ein Gerichtsverfahren angeht muss es dann so oder so der Anwalt beim Amtsgericht beantragen.
viele Grüße
Michael
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo Ramona,
den von Michael genannten Beratungshilfeschein bekommt man in aller Regel ohne dass der Rechtspfleger prüft, ob in der Sache selbst Aussicht auf Erfolg besteht. Voraussetzung ist lediglich, dass man sein Einkommen nachweist und dass dies eine bestimmte Grenze nicht übersteigt.
Einen Beratungshilfeantrag kann aber auch der Anwalt für Dich stellen, bei Vorliegen der o.g. Voraussetzungen wird Beratungshilfe dann nachträglich bewilligt.
Fairerweise muss ich darauf hinweisen, dass nicht alle Kollegen sooo gerne Beratungshilfesachen übernehmen, obwohl sie natürlich dazu verpflichtet sind.
Anders sieht es im gerichtlichen Verfahren aus: Prozeßkostenhilfe wird nur dann bewilligt, wenn die beabsichtigte Rechtsverfolgung oder -verteidigung Aussicht auf Erfolg bietet. Dies ist aber immer schon dann der Fall, wenn der Sachverhalt streitig ist und es einer Beweisaufnahme bedarf.
Den Antrag stellt der Anwalt, wenn man denn einen beauftragt hat, man kann ihn aber auch selbst bei Gericht stellen.
Gruß
Martin