Hallo Chris,
laut Datenblatt des von mir verwendeten seriellen Flashs von
Atmel sind mit dem 32MBit Speicherbaustein 100.000
Schreibzyklen möglich. Nun meine Frage:
Bedeutet diese Angabe, dass ALLE Speicherzellen MINDESTENS
100.000 Mal beschrieben werden können?
Im Prinzip ja, aber du darfst nicht vergessen, dass es 100’000 Erease/Write.Cyclen sind. FLASH wird normalerweise Blockweise gelöscht.
Oder garantiert der
Hersteller dies nur für einen bestimmen Prozentanteil aller
Zellen (ähnlich wie bei Pixelfehlern von Displays)? Ist es
überhaupt ein garantierter Mindestwert oder eher ein
„typischer“, durchschnittlicher Wert?
Kommt darauf an, was im Datenblatt steht 
vor oder hinter der Zahl kann stehen, dass es ein typischer oder ein garantierter Wert ist.
Können einzelne Zellen
u.U. bereits im Neuzustand fehlerhaft sein?
Das wäre ein Grund zur Beanstandung.
- Kann das der Hersteller ja testen.
- Kann man Programme ja nicht so schreiben, dass sie zu den Defekten im FLASH passen.
Woher bekomme ich
genauere Aussagen zum Alterungsverhalten (z.B. Statistik: Bei
wie viel Schreibzyklen sind wie viele Zellen fehlerhaft, wann
fällt im Durchschnitt die erste Zelle aus, etc.)?
Beim Hersteller. Normalerweise gibt es ganze Datenbücher, welche sich nur mit den Ausfalltest und Statistiken befassen.
Wie gut die Angaben stimmen, hängt auch vom Hersteller ab. Ich kenne Hersteller, bei denen jede Menge Reserve hinter den Angegebenen Werten steckt. Andere geben an, was sie gerade so mit Ach und Krach in der Fertigung hinkriegen. Papier ist halt geduldig.
In den Anfängen waren ja noch 10’000 Cycles angegeben. Bei manchen Herstellern fingen in diesem Bereich die ersten Chips an Bitfehler zu haben. Chips anderer Hersteller hatten bei 100’000 noch keine Ausfälle.
Grundsätzlich kannst du aber nie ausschliessen, dass ein Chip schon bei 50 Cycles schlapp macht, das ist die bekannte Badewannenkurve.
MfG Peter(TOO)