Moin,
Hässlichkeit ist sicher der falsche Begriff derartiger Empfindungen, zumindest für den zweiten von dir genannten Fall
eine zweite, die interessant, sogar sexuell höchst attraktiv wirken kann.
Es geht eher um (optische) Merkmale, die einem anfangs unangenehm auffallen oder als abstoßend empfunden werden. Weil sie dem eigenen Wohlempfinden und den gewohnten Erfahrungen zuerst einmal widersprechen. Sehr individuelle, um nicht zu sagen einmalige Empfindungen übrigens, die andere ähnlich oder überhaupt nicht verspüren.
Merkmale, die im ersten Moment (Berührungs-)Ängste auslösen (z.B. Warze/Leberfleck im Gesicht*, harte-brutale Gesichtszüge**) oder Hilfsbedürftigkeit signalisieren (z.B. kränkliche Erscheinung***, schlacksig-tapsiger Gang***).
Merkmale, die nach und nach durch andere positiv empfundene Eigenschaften/Merkmale der betreffenden Person in den Hintergrund treten.
Gleichzeitig erwecken diese Merkmale anfänglich schon gewisse Reize, Emotionen und Erwartungen aufgrund bislang unbekannter/unterdrückter Empfindungen und Erfahrungen, als da wären für oben genannte Beispiele der Reiz der Überwindung einer Berührungsangst*, erotische Sehnsüchte und Begehrlichkeiten**, Hilfsbereitschaft in Form von mütterlichen Empfindungen*** und schlimmstenfalls sogar Liebe
.
Attraktivität (im Sinne Lust auf Neues und Unbekanntes) entsteht, wenn Merkmale außerhalb der gewohnten Erfahrungen vorhanden sind, wobei diese Merkmale nicht von vornherein traumatisieren oder als unüberwindbar empfunden werden dürfen.
Franz