AOL und Dialer

Hallo zusammen,

eine gute Bekannte hat heute eine Telefonrechnung bekommen mit ca. 50 Euro Verbindungen zu 0190-Nummern drauf. (EVN ist angefordert).

Angerufen hat sie die natürlich nicht, ich vermute, sie hat sich einen abzockenden Dialer „reingezogen“. Ich muss dazu sagen, dass ich selbst DSL habe und mich deswegen mit dieser Thematik nicht auskenne.

Aber : sie hat AOL und wählt sich ausschliesslich über AOL ein (analoges Modem). Der Dienst hat doch eine feste Rufnummer, oder ?
Kann ein Dialer auch über das Modem ohne Anbieter/Browser unbemerkt eine gebührenpflichtige Verbindung hergestellen ?

Hat jemand Ahnung von der rechtlichen Seite ? Kann sie bezüglich des 0190-Anteils erstmal die Zahlung verweigern ?

Gruss Hans-Jürgen
***

Hallo H-J,

Mir geht es genauso wie dir, ich nutze auch DSL und kenne mich mit den Einwahlverbindungen nicht mehr hundertprozentig aus!

ABER:
Eine Ex-Kollegin von mir, die auch AOL-Jüngerin ist, sagte mir mal
dass man merken muss wenn AOL durch einen Dialer kompromittiert wird und man daher kein Anti-Dialer-Tool benötigt.

So wie sie mir erläuterte, ist AOL wohl so restriktiv im System eingebunden
dass AOL seine Verbindung zusammenbrechen lässt, wenn sich ein Dialer versucht einzuwählen. D.h. eigentlich müsste sich das AOL deiner Bekannten melden, wenn es durch einen Dialer beeinträchtigt wird („Verbindung XYZ will eine Verbindung aufbauen, wollen sie das zulassen?“=zumindest irgendwie in der Art)

Wenn sie in dem Fall so „blauäugig“ ist, dass sie dann auf „OK“ klickt und weitersurft, dann kann ich da natürlich nur den Kopf schütteln!

eine gute Bekannte hat heute eine Telefonrechnung bekommen mit
ca. 50 Euro Verbindungen zu 0190-Nummern drauf. (EVN ist
angefordert).
Angerufen hat sie die natürlich nicht.

Und ein eventueller Partner, der mit im Haushalt lebt? (Männer sind im allgemeinen empfänglicher für Sex-Hotline´s!)

Aber : sie hat AOL und wählt sich ausschliesslich über AOL ein
(analoges Modem). Der Dienst hat doch eine feste Rufnummer,
oder ?
Kann ein Dialer auch über das Modem ohne Anbieter/Browser
unbemerkt eine gebührenpflichtige Verbindung hergestellen ?

Ich denke mal, dass das möglich ist wenn das Modem aus Bequemlichkeit angeschaltet bleibt, wenn man/frau ins Bett geht. Der Dialer könnte ja eine fest eingestellte Zeit haben zu der er sich einwählt?! *wer weiss?*

Hat jemand Ahnung von der rechtlichen Seite ? Kann sie
bezüglich des 0190-Anteils erstmal die Zahlung verweigern ?

Wenn mich nciht alles täuscht, kann man tatsächlich die Summe die von den 0190-Verbindungen ausgeht ausklammern, bzw. die Zahlung zurückhalten. Man sollte aber dann analog dazu ein kurzes Schreiben an die Rechnungsabteilung von T-Com schicken mit einer kurzen Erläuterung des Sachverhaltes. Es bleibt den Telekomikern natürlich frei, den Anschluss trotzdem wegen mangelnder Zahlung oder so zu sperren . . . Auf jeden Fall würde ich eine Sperrung der 0190/0900er Nummern beantragen damit sie nicht nächsten Monat das selbe erlebt!

Ich hoffe, ich konnte dir/euch ein paar Denkansätze zur Lösung des Problems bieten?

Gruss Chris

Hallo zusammen,

Aber : sie hat AOL und wählt sich ausschliesslich über AOL ein
(analoges Modem). Der Dienst hat doch eine feste Rufnummer,
oder ?
Kann ein Dialer auch über das Modem ohne Anbieter/Browser
unbemerkt eine gebührenpflichtige Verbindung hergestellen ?

Gruss Hans-Jürgen
***

Das geht leider schon. Dialer erstellen gerne (z.T. temporäre) Einträge im DFÜ-Netzwerk und nutzen diese zur Einwahl oder bringen schon eigene Einwahlmechanismen mit, welche nur ein installiertes Modem benötigen. Da hilft AOL leider wenig. Da die aktuellen PCs meist ein internes, also eingebautes und damit immer (wenn der PC läuft) aktives Modem mitbringen, ist eine solche Einwahl schnell erfolgt. Wenn das Modem dazu noch keinerlei Geräusche bei der Einwahl von sich gibt, merkt man da im ungünstigsten Fall nichts von.
Abhilfe schafft z.B. das kostenlose Tool Spybot Search & Destroy, welches Dialer zuverlässig aufspürt und entfernt.
http://www.safer-networking.org/index.php?lang=de&pa…