Apfel bewegt sich auf einer Geodäten

Hallo Physik-Experten.
Ich habe eine Frage zur Allgemeinen Relativitätstheorie (korrekte Theorie der Gravitation).

Erst mal der Hintergrund:
Frei fallende Gegenstände bewegen sich ja auf Geodäten (Geodäten = geradesten aller Wege [in der Raumzeit], auf denen sich Dinge bewegen können). Und solange sie sich auf einer Geodäten bewegen, sind sie gewichtslos. Beispiel: Ein Apfel, der vom Baum fällt, bewegt sich auf einer Geodäten, bis er auf dem Boden aufschlägt. Wenn man den Apfel in der Hand hält muss man eine Kraft aufwenden, da er sich ja nicht auf einer Geodäten bewegt, und somit ein Gewicht hat.

Jetzt die Frage: Wenn ich den Apfel (geradlinig) nach oben werfe müsste er doch praktisch sofort wieder runter kommen, da er ja nicht mehr von meiner Hand aufgehalten wird, oder? Es könnte natürlich auch so sein, dass sich der Apfel, selbst wenn ich in hoch werfe, trotzdem auf einer Geodäten bewegt. Aber warum kommt er dann wieder runter?
Gibt’s hier jemand der sich auf dem Gebiet ein bisschen auskennt und mir meine Fragen beantworten kann?
Ich danke allen, die antworten, schon im Voraus.

Gruß,
Jari

Jetzt die Frage: Wenn ich den Apfel (geradlinig) nach oben
werfe müsste er doch praktisch sofort wieder runter kommen, da
er ja nicht mehr von meiner Hand aufgehalten wird, oder?

Der Apfel beginnt zu fallen, sobald er Deine Hand verlässt. Solltest Du ihm einen Impuls verpasst haben (werfen), dann kommt es zu einer Überlagerung der beiden Bewegungen.

Wirfst Du ihn zB senkrecht nach oben, wird er zunächst durch die Erdbeschleunigung verzögert, sobald seine Geschwindigkeit 0 ist, beginnt er nach unten zu beschleunigen. Dabei ebwegt er sich entlang einer Geodäten.

Wirfst Du ihn horizontal, wird er nach unten beschleunigt, überlagert durch die Vorwärtsbewegung - die Bahn ist dann eine Parabel, also keine Geodäte.

LG
Stuffi

Jetzt die Frage: Wenn ich den Apfel (geradlinig) nach
oben
werfe müsste er doch praktisch sofort wieder runter
kommen, da
er ja nicht mehr von meiner Hand aufgehalten wird,
oder? Es
könnte natürlich auch so sein, dass sich der Apfel,
selbst
wenn ich in hoch werfe, trotzdem auf einer Geodäten
bewegt.
Aber warum kommt er dann wieder runter?

ich nehme an, der Apfel möchte sich der Erde-um-die-Sonne-Geodäte annähern. Das ist der Grund, wieso er wieder runterkommt.
Der Grund, wieso er nicht sofort wieder runterkommt, ist seine Trägheit, die ihm die die Zeit gibt. Wenn du ihn hochwirfst, bewegst du ihn rückwärts auf der Geodäte.Die Geodäte braucht aber Zeit, um den Apfel in ihrer Richtung mitzunehmen, da sie nur mit der Gewichtskraft des Apfels ziehen kann.
meine bescheidene Vermutung dazu…ein auskenner bin ich aber nicht…

Hallo René.
Danke für deine Antwort.

meine bescheidene Vermutung dazu…ein auskenner bin ich aber
nicht…

Das mit der „Erde-um-die-Sonne-Geodäte“ war aber 'ne gute Idee!

Gruß,
Jari

Hallo Stuffi.

Der Apfel beginnt zu fallen, sobald er Deine Hand verlässt.
Solltest Du ihm einen Impuls verpasst haben (werfen), dann
kommt es zu einer Überlagerung der beiden Bewegungen.

Und je stärker der Impuls, desto weiter fliegt der Apfel nach oben. Richtig?

Wirfst Du ihn horizontal, wird er nach unten beschleunigt,
überlagert durch die Vorwärtsbewegung - die Bahn ist dann eine
Parabel, also keine Geodäte.

Im Raum ist das eine Parabel, aber im der Raumzeit nicht. Geodäten sind ja die geradesten aller Wege.

Gruß,
Jari

Hallo Jari.

Jetzt die Frage: Wenn ich den Apfel (geradlinig) nach oben
werfe müsste er doch praktisch sofort wieder runter kommen, da
er ja nicht mehr von meiner Hand aufgehalten wird, oder? Es
könnte natürlich auch so sein, dass sich der Apfel, selbst
wenn ich in hoch werfe, trotzdem auf einer Geodäten bewegt.
Aber warum kommt er dann wieder runter?

Der Apfel bewegt sich in der Raumzeit auf derjenigen (eindeutigen) Geodaete, die mit den Anfangsbedingungen vereinbar ist.

Gruss,
klaus

Hallo,

Der Apfel beginnt zu fallen, sobald er

Deine Hand verlässt.

Solltest Du ihm einen Impuls verpasst haben

(werfen), dann

kommt es zu einer Überlagerung der beiden Bewegungen.

Und je stärker der Impuls, desto weiter fliegt
der Apfel nach
oben. Richtig?

ja.

Wirfst Du ihn horizontal, wird er nach

unten beschleunigt,

überlagert durch die Vorwärtsbewegung -

die Bahn ist dann eine

Parabel, also keine Geodäte.

Im Raum ist das eine Parabel, aber im der
Raumzeit nicht.
Geodäten sind ja die geradesten aller Wege.

Die Raumzeit ist aber auch gekrümmt. Also eigentlich ist es ja nicht der Raum, sondern die Raumzeit. Da aber der Raum Teil der Raumzeit ist, krümmt der sich mit.

Die Zeit ist nicht in der Lage, durch Masse hindurchzugehen. Sie muss zwischen den Masseteilchen hindurch, sie umgehen. Das krümmt sie und das kostet ihr Zeit.

Es ist aber für uns „Ameisen“ nicht ersichtlich und auch völlig irrelevant, welchen „Weg“ der Raum geht, denn wir bewegen uns „dorthin“, wo er ist.

so unwissenschaftlich stelle ich´s mir vor…

Hallo.

Im Raum ist das eine Parabel, aber im der
Raumzeit nicht.
Geodäten sind ja die geradesten aller Wege.

Die Raumzeit ist aber auch gekrümmt. Also eigentlich ist es ja
nicht der Raum, sondern die Raumzeit. Da aber der Raum Teil
der Raumzeit ist, krümmt der sich mit.
Die Zeit ist nicht in der Lage, durch Masse hindurchzugehen.
Sie muss zwischen den Masseteilchen hindurch, sie umgehen. Das
krümmt sie und das kostet ihr Zeit.

…klingt logisch. Aber der Apfel bewegt sich trotzdem auf einer Geodäten. Und ‚ne Geodäte ist ja eine Gerade (nur in der Raumzeit). Wie bring‘ ich das jetzt zusammen: gekrümmte Raumzeit und Geodäte?

Gruß,
Jari

Aber der Apfel bewegt sich trotzdem auf
einer Geodäten. Und ‚ne Geodäte ist ja eine Gerade
(nur in der
Raumzeit). Wie bring‘ ich das jetzt zusammen: gekrümmte
Raumzeit und Geodäte?

Auf der Erdoberfläche kannst du immer geradeaus gehen, du gehst automatisch eine Krümmung. Genauso ist es mit der Geodäte. Sie ist gekrümmt, aber nicht für den, der sie benutzt - nur für den, der sie von außen betrachtet. Der Apfel sieht also genauso wenig wie wir, dass wir eine Krümmung laufen. Wir laufen einfach. Und wir laufen dorthin, wohin uns der Raum führt.

denk ich…

Hallo.

Auf der Erdoberfläche kannst du immer geradeaus gehen, du
gehst automatisch eine Krümmung. Genauso ist es mit der
Geodäte. Sie ist gekrümmt, aber nicht für den, der sie benutzt

  • nur für den, der sie von außen betrachtet. Der Apfel sieht
    also genauso wenig wie wir, dass wir eine Krümmung laufen. Wir
    laufen einfach. Und wir laufen dorthin, wohin uns der Raum
    führt.

Danke für die Antwort. Ja, das klingt logisch. :smile:

Gruß,
Jari

Hallo!

Mit Verlaub: Was Du hier von Dir gibst ist großer Unsinn. Das zu erkennen, gelang sogar mir, ohne von ART wirklich viel Ahnung zu haben. Vielleicht könntest Du Dich einfach aus Diskussionen raus halten, wenn Du keine Ahnung hast. Du stiftest auf diese Weise nämlich mehr Verwirrung als Du zur Klärung der Fragen beiträgst.

Jari empfehle ich stattdessen den Wikipedia-Artikel zur Allgemeinen Relativitätstheorie und speziell dort das Unterkapitel „Gravitation als Scheinkraft“. http://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeine_Relativit%C3…

Michael

ich freue mich darüber, dass du mir widersprichst…und mich nicht dumm sterben lässt…

Jari empfehle ich stattdessen den Wikipedia-Artikel zur
Allgemeinen Relativitätstheorie und speziell dort das
Unterkapitel „Gravitation als Scheinkraft“.
http://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeine_Relativit%C3%

Also ist es noch viel einfacher als ich dachte und die Geodäte ist die Bahn, auf der sich der Apfel bewegt, egal, in welcher Richtung im Raum. Und da sich Geodäten immer treffen, bewegt sich der Apfel auf die Erde zu und die Erde auf den Apfel.
Wieso bewegt sich dann die Erde nicht auf die Sonne zu?