Apotheker - Rezeptfreie Medikamente

Hallo Rechtsexperten,
darf ein Apotheker sich weigern, einem Kunden ein rezeptfreies Medikament zu verkaufen?
Grüße
Almut

Moin, ALmut,

darf ein Apotheker sich weigern, einem Kunden ein rezeptfreies
Medikament zu verkaufen?

ein Kaufmann kann verkaufen, an wen er mag - oder eben auch nicht. So steht’s jedenfalls im BGB, mir fehlt es leider an der Zeit, den § rauszusuchen.
Gruß Ralf

Hallo,
um welches Medikament hat es sich denn gehandelt?

Wenn eine Person die deutlich untergewichtig ist und Diätpillen in einer Apotheke kaufen will dann finde ich das richtig.

Auch wenn ein Apotheker z.B. von einer bestehenden TBL Sucht weiß finde ich es eben so richtig wenn er diese nicht gekauft bekommt.
Gruß Sunny

Hallo!

Du meinst also, dass ein Apotheker grundsätzlich verpflichtet ist, Verträge mit jedermann einzugehen?

Hallo Experten,
falls es der Aufklärung dient, eine unter Psoriasis leidende junge Frau wollte ein bestimmte Creme (die sehr gute Resultate bei einer ebenfalls an Psoriasis leidenden Bekannten erzielte ), das wurde verweigert, dafür eine Cortison-basierende Creme angeboten.
Grüße
Almut

Hallo,
Hut ab vor dem Apotheker, der sich das „traut“, obwohl er sicher weiß, daß der Kunde einfach in die nächste Apotheke geht und das notfalls so lange macht, bis er es doch bekommt.
Auf die Vertragsfreiheit wurde ja schon hingewiesen, der Apotheker ist aber kein normaler Kaufmann.
Daß es Medikamente gibt, die (in D) apothekenpflichtig sind, obwohl sie rezeptfrei sind, hat schon seinen Grund. Es ist z.B. Aufgabe des Apothekers auf Wechselwirkungen hinzuweisen. Da er kein Arzt ist, kann er das aber nicht abklären und verzichtet womöglich auf den Verkauf, bis es geklärt ist.

Cu Rene

Hallo Rene,
im „fiktiven“ Fall handelt es sich um eine Creme, die keinerlei bekannte Nebenwirkungen (lt. Hersteller) hat. Als Alternative wurde eine Creme auf Cortison-Basis angeboten. Und das hab ich dann nicht mehr verstanden.
Grüße & Danke für Deine Meinung
Grüße