Hallo liebe Experten!
Seit vier Wochen „leidet“ unser Sohn an Appetitlosigkeit.
Vor einem Monat gaben wir ihm jeden Tag als Hauptmahlzeit ein grosses Glas (250 gr)Alete oder Hipp (z.B. Reis mit Gemüse etc.).
Als Nachtisch aß er immer noch ein 150 gr. Glas Früchtekompot.
Zum Frühstück nahm er immer Babymilch mit Bananengeschmack und belegte Brotstücke.
Zum Abendbrot aß er eine Schale (300gr) Grießbrei.
Nachmittags aß er 1-2 Fruchtzwerge und etwas Obst.
Die jetzige Situation ist im Vergleich dazu erschreckend wenig:
Mittags isst er manchmal etwas von dem was wir auch essen.
Er isst nichts mehr aus dem Glas.
Zum Frühstück ist er etwas mehr als früher, aber unregelmäßig.
Zum Abendbrot will er jetzt nur noch 250 gr Griessbrei, aber er ist ein paar Stücke belegtes Brot.
Unsere Versuche ihm nachmittags noch einen Joghurt o.ä. zu geben schlagen fast immer fehl.
Eine Gewichtsabnahme hat nicht stattgefunden. Er hält zur Zeit nur sein Gewicht.
Meine Frau und ich machen uns grosse Sorgen um Ihn!
Ist das schon gefährlich für Ihn?
Weiss jemand was wir machen können?
euer Sohn mag wahrscheinlich die Babygläschen nicht mehr. Er ist ja auch alt genug um vom Tisch mitzuessen.
Und irgendwie hat er ja recht. Er ist kein Baby mehr!
Lasst ihn gemeinsam mit Euch am Tisch essen was und wieviel er mag. Sein Appettit wird noch öfter schwanken, aber das ist ganz normal.
Wichtig ist eigentlich nur, dass ihr nicht versucht ihn mit irgendwelchen „Extras“ zum Essen zu verleiten! Daduch entstehen erst die Essprobleme. Ich kenne genügend Kinder die so ihre Eltern unter Druck setzen können.
Ein gesundes Kind verhungert nicht vor dem vollen Teller!!!
Es wird immer wieder Phasen geben, wo euer Sohn das eine oder andere nicht mag. Akzeptiert es, aber macht kein Drama daraus, und vor allem redet nicht in seinem Beisein darüber! Ich habe noch gut die Kindergartenzeit meiner Kinder in Erinnerung und die Mütter die sich über ihre Kinder unterhielten! Diese Mütter jammern auch heute noch dass ihre Kinder kein Gemüse etc. essen.
Hallo herr rossi,
ergänzend zu Katrins posting noch ein Gedanke:
es gibt in der Entwicklung, wie ich selbst es auch beobachtet habe, immer wieder „Fressphasen“ (Entwicklungsschub, Wachstumsschub) und Phasen, in denen weniger gebraucht wird.
Deshalb, keine Sorgen.
Kommt noch etwas anderes hinzu (Müdigkeit, Desinteresse, sonst noch etwas, was Euch Sorgen macht) mit Kinderarzt besprechen.
Hallo Herr Rossi,
unsere 2-jährige Tochter hat noch zu keinem Zeitpunkt in ihrem jungen Leben so viel gegessen wie Dein Sohn! Und sie ist trotzdem gut gewachsen. Das wird sich schon alles einpendeln. Tut Euch bloß keinen Streß damit an - und auch dem Sohn nicht. Außer natürlich, er hat Krankheitszeichen, wie in der anderen Antwort schon erläutert wurde.
Wenn ich mir vielleicht noch eine Zusatzbemerkung erlauben darf?
Die Sache mit den Fruchtzwergen könnt Ihr Euch sparen - da könnt Ihr auch Zucker pur geben…
Vielen Dank!!!
Meine Frau und ich haben eben Eure Antworten gelesen und wir beide haben haben aufgelacht vor Freude.
Uns wurde durch die übereinstimmenden Antworten bewusst, dass wir unserem Sohnemann wirklich ein wenig angenervt haben mit unseren ständigen Versuchen ihm etwas zu geben, damit er „nicht vom Fleisch fällt“
Er hat auch sonst keine anderen Krankheitsanzeichen!
Eigentlich ist er immer gut drauf, ausser wenn einer von uns beiden ihn wieder mit den meist sehr gesunden Fressalien nervt.
Wir haben uns vorgenommen viel weniger Druck beim Essen auf Ihn auszuüben.
@Gabi: Dass die Fruchtzwerge Zuckerbomben sind wusste ich nicht, dann hätte ich es meinem Sohn nie gegeben.