ZWEI Drittel der Bevölkerung empfindet chinesisches Essen …
… lese und höre ich zwar auch nicht so gern, es ist aber als
„Constuctio ad sensum“ akzeptabel.
ZWEI Drittel der Bevölkerung empfindet chinesisches Essen …
… lese und höre ich zwar auch nicht so gern, es ist aber als
„Constuctio ad sensum“ akzeptabel.
„… oder wenn der Numerus von Pronomen und Verb (meist Plural) sich von dem des Substantivs, auf das sie sich beziehen (meist ein Kollektivum im Singular), unterscheiden. Sie kommt so häufig auch bei den angesehensten Schriftstellern vor, dass sie eher als stilistisches Mittel denn als Fehler zu gelten hat.“
Ich find es zwar auch unschön, mir wurde das aber in meinem Studium des Englischen eingebleut, wo Begriffe wie „data“, „visa“, „United States of America“ als Singular, „family“ und „firm“ hingegen als Plural aufgefasst werden und geschlechtsneutrale Substantive im Singular zur Vermeidung von geschlechtsspezifischem „he“ oder „she“ mit dem Pluralpronomen „they“ wieder aufgenommen werden. Im Englischen ist das sogar mittelerweile grammatikalisiert und die kongruente Verwendung gilt sogar schon teilweise als grammatisch falsch.
Im Deutschen sträuben sich mir auch die Nackenhaare, wenn „_eine_ Vielzahl von Deutschen“ die „Constructio ad sensum“ mit fehlender Numeruskongruenz verwend_en_ . Aber so ist eben Sprache: lebendig!
„… oder wenn der Numerus von Pronomen und Verb (meist
Plural) sich von dem des Substantivs, auf das sie sich
beziehen (meist ein Kollektivum im Singular), unterscheiden.
Sie kommt so häufig auch bei den angesehensten Schriftstellern
vor, dass sie eher als stilistisches Mittel denn als Fehler zu
gelten hat.“
Was da steht hat mit dem Beispielsatz schlicht nichts zu tun.
Wenn da stünde:
Ein Drittel der Menschheit hungert, sie leben unter dem Lebnsminimum.
so stimmte deine Ausage.
Ein Drittel ist Subjekt im Singular, sie bezieht sich auf dieses. Hier ist es möglich, weil ein Drittel der Menschheit eben zwei Milliarden Mernschen sind.
Was da steht hat mit dem Beispielsatz schlicht nichts zu tun.
Ein Drittel der Menschheit hungert, sie leben
unter dem Lebnsminimum.
so stimmte deine Ausage.
Ein Drittel ist Subjekt im Singular, sie bezieht
sich auf dieses. Hier ist es möglich, weil ein Drittel der
Menschheit eben zwei Milliarden Mernschen sind.
Nun, vielleicht überzeugen dich dann aber doch die letztgenannten Beispiele, die ich unter dem entsprechenden englischsprachigen Wikipedia-Eintrag gefunden habe:
Ein Drittel der Menschheit hungert, sie leben
unter dem Lebnsminimum.
wäre übrigens überdies eine „anaphorische Insel“, da im vorigen Satz gar nicht von Menschen, sondern nur von der Menschheit die Rede war, so wie im ersten der folgenden Teilsätze gar nicht explizit von Mexiko die Rede ist, das im zweiten mit „it“ anaphorisch aufgenommen wird:
du übersiehst notorisch, dass in dem Beispielsatz, nach dem gefragt wurde, nicht die zwei Drittel das Subjekt sind, sondern das chinesische Essen!
heißt es ‚von zwei Drittel der Bevölkerung (wird chinesisches Essen als lecker empfunden)‘
oder ‚von zwei Dritteln der Bevölkerung (wird chinesisches Essen als lecker empfunden)‘
Mach die Umstellprobe:
Chinesisches Esse WIRD von zwei Dritteln der Bevölkerung als lecker empfunden.
Sorry!
Du hast dich verrannt wie ich bei „Signal’s“!
Tut mir Leid! Oder eben doppeldeutig wohl auch „tout mallade“!
Chinesisches Esse WIRD von zwei Dritteln der Bevölkerung als
lecker empfunden.
Ich bezog mich ja nicht auf den Ursprungspost von Suse, sondern auf die Antwort von Werbefuzzi, der die Umstellprobe bereits gemacht hatte und zu
zwei Drittel der Bevölkerung (empfinden chinesisches Essen …)
gekommen war.
Ich habe dann das Thema „Kongruenz“ etwas verallgemeinert, indem ich vollkommen an Suses Ursprungsfrage vorbei auch noch die zwar nicht schöne, aber akzeptable Variante:
zwei Drittel der Bevölkerung empfindet chinesisches Essen …
zur Diskussion stellte.
Ich hätte Suse wohl eher geholfen, wenn ich die weite Verbreitung solcher Phänomene wie:
„A 24: Fahrbahn wird auf sechs Kilometer Länge erneuert“
vs.
„A 24: Fahrbahn wird auf sechs Kilometern Länge erneuert“
Tut mir Leid! Oder eben doppeldeutig wohl auch „tout malade“!
Da ist natürlich ein"l" zu viel.
Das kannte ich noch nicht!
Stammt aus einem jiddischen Witz. Eine reiche jüdische Familie hatte eine französische Bonne.
Nun wurde das Töchterlein krank und die Französin äußerte ihr Mitgefühl mit den Worten: „Tout malade!“
Worauf die jiddische Mamme sagt: „Se missen nich anfangen ze jiedln!“
Tout malade! Tut mir Leid!
In diesem doppeldeutigen Sinne nach zwei Wochen Ausfall wegen Unfalls mit Gehirnerschütterung und jetzt wieder erster anstrengender Arbeitswoche: