Hallo!
Ich habe mit meiner SLR Bildqualität erreicht, die KB ziemlich
alt aussehen lassen.
Das müsstest du bitte präzisieren, denn erstens ist das was
gut und was schlecht aussieht sehr relativ und kommt auf so
manches an und zweitens spielen da mehrere Faktoren mit. Man
muss doch aber mal allgemein davon ausgehen, dass das APS
Format schlichtweg kleiner ist als KB mit den hieraus
resultierenden Konsequenzen.
Mach ich: Hochwertige Kameras, z.B. alle SLR von Minolta, Nikon, Canon haben eine Einstellung, die die automatische Korrektur bei der Laborverarbeitung ausschaltet. Und die läßt sich Bild für Bild ein- bzw. abschalten. So gelingen endlich z.B. Sonnenuntergänge,Gegenlichtaufnahmen und weitere schwierige Lichtsituationen, wie bewußte Unter- oder Überbelichtungen problemlos, wenn die Belichtung exakt eingestellt ist.
Die kleinere Bildfläche wird durch die höhere Schärfe, bedingt durch die dünnere Trägerschicht (Weniger Schicht, weniger Streuung)wieder wettgemacht. Beim 13x18-Bild ist kein Unterschied sichtbar.
Natürlich haben Filmhersteller, Labor und Einzelhandel
versucht, damit auch Geld zu verdienen, das ist freie
Marktwirtschaft und kein Beschiß!
Freie Marktwirtschaft und Beschiss schließen sich nicht aus.
Man muss doch nur daran denken, dass das APS Format z.B. damit
beworben wurde, dass man nun in drei Formaten fotografieren
könne. Stimmt natürlich in Wirklichkeit nicht, weil einfach
nur ein Teil des Formates beschnitten wurde. Das meine ich.
Dieses Argument bezieht sich auf Gelegenheits-Knipser, die so auch ein tolles „Panoramafoto“ zu etwa 1/3 des Preises machen konnten, wie das sonst mit den damals verwendeten „Panoramakameras“, egal ob Einweg- oder KB-Kameras, bei denen ja das Negativ für Panoramafotos abgedeckt (!!!) wurde, möglich war. Der gleiche „Betrug“ liegt dann auch vor, wenn du dein Handy zum Diktieren, Fotografieren und als Walkman benutzt…
Da würde ich sagen: sei froh
nicht richtig. Die APS-Filme haben einen dünneren
Schichtträger, als KB-Filme und sind entsprechend
empfindlicher gegen Fingerabdrücke und Kratzer.
Der Träger ist dünner? Das habe ich nicht gewusst, nun gut, da
muss man dann halt stärker aufpassen. So schlimm, dass man das
nicht heraußen lassen kann wird es dann doch auch nicht sein
oder?
Ein Film, der offen liegt, ist immer gefährdeter, als in der Patrone.
Die normale, mitgelieferte Patrone läßt sich nicht (kaum)
zerstörungsfrei öffnen. Bei einer Nachbestellung in einem
Großlabor (z.B. Cewe) wird der Filmstreifen wieder in eine
Patrone reingesteckt. Oder frag vorher deinen
Händler/Minilab-Betreiber, wie er das handelt.
Ja aber wird der Film nicht dadurch, dass man ihn wieder in
eine Patrone gibt nicht mehr beansprucht als wenn man ihn
gleich heraußen lassen würde? Nun gut, ich hab keine Ahnung
wie das technisch funktioniert.
Der Film wird am Patronenkern (ähnlich wie bei KB) eingerastet bzw. angeklebt. Ich habe bei Filmen, die 50-100x gespult wurden, keine Kratzspuren entdecken können.
Besorge dir Negativhüllen für Kleinbildfilm (35mm) da müsste
ein APS Film auch hineinpassen.
auch falsch - der APS-Film ist schmaler und würde in der
KB-Hülle rutschen = verkratzen. Laß das bitte!!!
Also dass der Film schmaler ist, ist mir auch klar. War auch
nur als Notbehelf gedacht, da es ja wahrscheinlich keine APS
Hüllen gibt vermute ich. Wenn die KB Hülle eng anliegt, glaube
ich nicht, dass das allzuviel rutscht.
Ist sicher technisch möglich, das Problem liegt im System des Films. Wenn der Film geschnitten wird, sind die Daten auf dem Magnetstreifen (zumindest teilweise) nicht mehr lesbar.
D.h. Einstellungen des Seitenverhältnisses, Belichtungskorrekturen (wichtig für die Laborverarbeitung) Datum und Uhrzeit, werden nicht mehr berücksichtigt. Somit sind die Vorteile des APS-Systems verloren.
Grundsätzlich gehen diese Erläuterungen aber zu sehr ins Detail und haben mit den Fragen von ArPo nichts zu tun.
Er fragte, wie er den Film wieder in die Patrone bekommt. Ich bin sicher, daß er geeignetes Archivmaterial für die APS-Patronen besitzt oder zumindest kennt. Ich (und Du wahrscheinlich auch) weiß nicht, ob er mit einer billigen Knipskiste oder hochwertigen SLR o.ä. fotografiert und offensichtlich damit sehr zufrieden ist. Sonst hätte er das Teil sicher längst verschrottet.
Gruß
Heinz