APS-Fotografie

Hallo,
ich fotografiere seit Jahren mit sehr guten, aber jetzt abgenutzten und alten Sucher- und Spiegelreflexkameras. Aus Gründen des Gewichts und wegen dem Rumtragen der Apparate, möchte ich mir eine kleine Sucherkamera kaufen und hatte mir gedacht, daß eine APS-Kamera gut in Größe und Maßen meinen Wünschen entgegenkommt.

Leider mußte ich bei Vergleichen von Fotos, die ich mit der normalen KB-Sucherkamera machte, und mit Fotos, die Bekannte von mir mit ihren APS-Apparaten gemacht hatten, ein Qualitätsunterschied feststellen, den ich nicht akzaptieren kann.

Meine Frage: Liegt die schlechtere Bildqualität der APS-Aufnahmen an den Filmen, den Apparaten oder bei den Printfirmen. Wer kann mir diese Frage beantworten? Ich fotografiere meist Landschaften, Architektur und Menschen wenn ich unterwegs bin. Die Abzüge haben meist die Größe 10 x 15, ab und zu auch DIN A4. Geht das mit APS? Ich legen aber schon großen Wert auf Schärfe und Brillanz!!!

Vielen Dank für die Mühe!
Eugen

Hallo Eugen,

nimm’ mal eine APS- und KB-Filmpatrone in die Hand. Dir wird sicher der Größenunterschied ins Auge fallen.

Da der APS-Film kleiner ist, haben auch weniger Informationen darauf platz:

Man geht davon aus, dass gute Negativ-Filme (egal ob APS oder KB) eine physikalische Auflösung von 100 Lp/mm (Linienpaare/Millimeter) haben. Bedingt durch die Kamera-Optik und leichtes Verwackeln beim Auslösen sind in der Praxis ~50 Lp/mm erzielbar.

Durch diese Tatsache ergibt sich für eine KB-Auflösung von etwa 9 Millionen Bildpunkten pro Bild. APS Negative können bedingt durch ihre Ausmaße da nur 6 Millionen Bildpunkte anbieten.

Diesem Thema widmet sich auch

http://www.striewisch-fotodesign.de/lehrgang/komaps.htm

MfG

Martin