Ich hatte vor Jahren mal so ein Mini-54 l-Aquarium und kann mich noch erinnern, dass ich das schon so immer alle 2 Wochen vollständig gereinigt habe.
Und zu dieser Zeit hat mir mal jemand gesagt, dass ein größeres Aquarium nicht so schnell verdreckt und daher nicht ganz sooo oft zu reinigen wäre.
Nun, kann man das so sagen? Bzw. das kommt wahrscheinlich sehr auf den Fischbestand drauf an, oder?
Also wenn man ein größeres Aquarium hat, hat man ja auch oft mehr Fische… oder?
Was sagt ihr dazu? Wenn ich ein großes Aquarium kaufe, und das aber nicht „voll“ besetze, dann könnte das schon stimmen, oder?
Weiters: Kennt ihr vielleicht eine Seite, auf der man verschiedene Aquarien anschauen kann (mit Größen- und Fischbestandsangaben)?
verschiedene Aquarien gibts z.B. hier anzuschauen: http://www.einrichtungsbeispiele.de
unter dem Suchbegriff kannst Du die Literzahl angeben
Was verstehst Du unter „vollständig gereinigt?“ Scheiben von Algen befreien, Wasser wechseln, Mulm ordentlich aus dem Kies raussaugen, Steine putzen, Filter gründlich auswaschen. So hatte ich als Kind auch mein erstes Aquarium, der Quatsch wurde einem so erzählt und das Ding war natürlich nie stabil. Deswegen musste man es auch dauernd reinigen. Ich denke dass man auch ein kleines 54 Liter Aquarium so hinbekommt, vernünftiger Besatz und Pflanzen vorausgesetzt, dass man da kaum was machen muss ausser einem wöchentlichen Wasserwechsel.
Wichtige Parameter sind meiner Ansicht nach
nicht zu hartes Wasser (mehr Kieselalgen, weniger gutes Pflanzenwachstum bei den meisten Sorten)
leicht saures Wasser wenns für die Tiere passt
langsam laufender biologisch arbeitender Filter, den man möglichst nie reinigt
kleine Population von bodendurchwühlenden Turmdeckelschnecken als Resteverwerter und gegen Fäulnisherde
verschiedene Aquarien gibts z.B. hier anzuschauen: http://www.einrichtungsbeispiele.de
unter dem Suchbegriff kannst Du die Literzahl angeben
Danke sehr! Nette Seite.
Was verstehst Du unter „vollständig gereinigt?“ Scheiben von
Algen befreien, Wasser wechseln, Mulm ordentlich aus dem Kies
raussaugen, Steine putzen, Filter gründlich auswaschen.
Mulm raussaugen, dadurch Wasserwechsel von ca. 75%, Filter und Pumpe auswaschen + reinigen, Scheiben putzen
Wichtige Parameter sind meiner Ansicht nach
nicht zu hartes Wasser (mehr Kieselalgen, weniger gutes
Pflanzenwachstum bei den meisten Sorten)
leicht saures Wasser wenns für die Tiere passt
langsam laufender biologisch arbeitender Filter, den man
möglichst nie reinigt
kleine Population von bodendurchwühlenden
Turmdeckelschnecken als Resteverwerter und gegen Fäulnisherde
mehr Licht als die üblichen 15 Watt für 54 Liter
Danke für die Tipps. Werde mir trotzdem ein etwas größeres zulegen, da mann da dann bessere Gestaltungsmöglichkeiten hat.
Ich hatte vor Jahren mal so ein Mini-54 l-Aquarium und kann
mich noch erinnern, dass ich das schon so immer alle 2 Wochen
vollständig gereinigt habe.
Das ist unnötig.
„Vollständig reinigen“ sollte man ein Becken ohnehin nicht. Wir haben hier einige Becken laufen, darunter auch ein paar 60er. Einmal in der Woche wird 1/3 bis 1/2 des Wassers gewechselt. Mulm entsteht kaum und darf liegen bleiben. Der Filter ist ein HMF (Hamburger Mattenfilter) und der wurde bisher noch nie gereinigt. Innenfilter werden bei uns erst ausgedrückt, wenn der Durchfluss deutlich nachlässt. Die die letzten vorhandenen Innenfilter werden auf Dauer ebenfalls durch HMF’s ersetzt. Bei Bedarf werden die Scheiben gereinigt.
Einen „Großputz“ gibt es bei uns nicht.
Und zu dieser Zeit hat mir mal jemand gesagt, dass ein
größeres Aquarium nicht so schnell verdreckt und daher nicht
ganz sooo oft zu reinigen wäre.
Ob groß oder klein… Der Reinigungsaufwand ist gleich. Man kann bei einem größeren Becken den Wasserwechselinterwall vielleicht geringfügig verlängern. Sicherlich, der Wasserwechsel dauert etwas länger und die Scheiben sind größer…
Daher: Was meinst du mit „reinigen“?
Trotzdem laufen größere Becken „stabiler“. Gerade Anfänger möchten „viele bunte Fische“ und es kommt in kleinen Becken enorm schnell zu Überbesatz. Zudem lassen sich Anfänger nicht immer von ihren Fischwünschen abbringen. Es sind halt nicht alle Arten geeignet für 54l. Zudem schauen die Fische immer so hungrig und es wird zu viel gefüttert… Dann vermehren sich die Schnecken und das Unheil nimmt seinen Lauf…
„Stabiler“ hab ich extra in „“ gesetzt, da auch kleine Becken stabil laufen, man dafür aber etwas Fingerspitzengefühl und etwas mehr Kenntnisse mitbringen muss.
Was sagt ihr dazu? Wenn ich ein großes Aquarium kaufe, und das
aber nicht „voll“ besetze, dann könnte das schon stimmen,
oder?
Das wäre sicherlich sinnvoll und im Sinne der Tiere…
Leider finden viele das Becken dann zu leer und das Angebot im Zoohandel zu verlockend…
Schau mal, welche Arten dir gefallen und in welche Richtung es gehen soll (Malawi / Südamerika / Asien / Gesellschaftsbecken / Diskus / Garnelen…). Dann machst du Angaben zur gewünschten Beckengröße. Wir können dann schauen, ob und was möglich ist.
verschiedene Aquarien gibts z.B. hier anzuschauen: http://www.einrichtungsbeispiele.de
unter dem Suchbegriff kannst Du die Literzahl angeben
Danke sehr! Nette Seite.
Die Angaben zeigen nicht immer eine artgerechte Haltung - auch dort gibt es grausame Becken und einige mit Überbesatz.
Als Orientierung ist es aber durchaus geeignet.
Die Reinigungsmaßnahmen waren zuviel des Guten…
Mulm raussaugen, dadurch Wasserwechsel von ca. 75%
Mulm würde ich in den hinteren Ecken liegen lassen. Vorne bei Bedarf absaugen. Das Becken muss nicht klinisch rein sein! Wasserwechsel von 1/3 bis 1/5 (je nach Besatz) pro Woche reicht.
Filter und Pumpe auswaschen + reinigen
Nur, wenn der Durchfluss eingeschränkt ist. Standard-Innenfilter setzen sich schnell zu. Es gibt bessere Filtermöglichkeiten.
Wäscht man die Filtermaterialien zu oft aus, gehen zu viele nützliche Bakterien verloren. Wenn notwendig, dann nur kurz unter Wasser ausdrücken. Nicht unter dem Wasserhahn schrubben…
Scheiben putzen
Bei Bedarf.
Danke für die Tipps. Werde mir trotzdem ein etwas größeres
zulegen, da mann da dann bessere Gestaltungsmöglichkeiten hat.
Ja sicherlich. Die Auswahl an Fischen und Pflanzen ist größer. Man hat mehr Möglichkeiten, was die Bepflanzung angeht…
Mulm raussaugen, dadurch Wasserwechsel von ca. 75%, Filter und
Pumpe auswaschen + reinigen, Scheiben putzen
Zuviel, wie Tato auch sagt. Im Filtermaterial und im Mulm leben nützliche Bakterien, die Kot zersetzen, Ammonium und Nitrit abbauen, das die Fische ausscheiden. Je öfter man da eingreift, desto eher verdreckt das Becken. Ich räume den Mulm auch nur ab und zu unter ein paar Pflanzen, da zersetzt er sich weiter, bis man fast nichts mehr davon sieht. Filter auswaschen, nur wenn er droht, sich zuzusetzen. Filtermedien leicht ausdrücken in handwarmem Wasser, nicht heiss spülen. Wasserwechsel je nach Besatz bis zu 50 Prozent ist reichlich genug. Viel Spaß mit einem größeren Becken.
Danke für die vielen Tipps!
Ich dachte nicht, dass ich das mit dem Putzen falsch bzw. zu viel gemacht habe.
Ich hatte so einen ganz einfachen kleinen Innenfilter (klar, für das kleine Anfänger-Becken). Und der war halt doch immer sehr verdreckt (oder vielleicht ist das auch normal, ich hab ehrlichgesagt nicht daran gedacht, dass der Schmutz ja eigentlich auch Bakterien sind…) und deshalb hab ich ihn auch immer ausgewaschen.
Aber durch euch hab ich jetzt gelernt, dass der Mulm durchaus nichts schlechtes ist, und dass man es mit dem Reinigen nicht übertreiben sollte. Gut zu wissen…
Also: einmal in der Woche ein bißchen Mulm absaugen reicht?! Oder wie macht ihr den wöchentlichen Wasserwechsel? Saugt ihr nur das Wasser ab?
Jedenfalls vielen Dank für euer Wissen, ich hab echt dazu gelernt!
Sobald es um den Fischbestand etc. geht, melde ich mich vielleicht wieder
Aussenfilter kann man halt besser im Schrank verstecken. Die wartungsfreieste und leistungsfähigste Filterlösung für innen ist ein Mattenfilter, den man auch mit Moosen bepflanzen und im Gegensatz zu üblichen Innenfiltern damit besser optisch ins Becken integrieren kann. Nebenbei ist die Lösung billig. Man kauft sich entweder einen Fertigen. Oder klebt zwei Kabelkanäle aus dem Baumarkt ins Becken, klemmt ein Stück Filtermatte dazwischen und eine Strömungspumpe dahinter. Größe der Matte und benötigte Leistung der Pumpe hängen von der Beckengröße ab. Berechnungstools und Literatur hier: http://www.deters-ing.de/Filtertechnik/Mattenfilter.htm