Arabisch?

Hallo,

ich fliege Ende der Woche für ein paar Tage nach Ägypten und will nicht gleich als der ignorante Deutsche auffallen. Kann mir jemand von Euch vielleicht einige wichtige Vokabeln mitgeben? Am besten mit Aussprachehilfe…? Wäre super-nett!

Gruß aus München
susie

Hallo,
schau mal hier nach:
http://wikitravel.org/en/Egyptian_Arabic_phrasebook

Gute Reise
Pit

leicht OT ^^
Hi Sisie

ich fliege Ende der Woche für ein paar Tage nach Ägypten und
will nicht gleich als der ignorante Deutsche auffallen. Kann
mir jemand von Euch vielleicht einige wichtige Vokabeln
mitgeben? Am besten mit Aussprachehilfe…? Wäre super-nett!

nach Ägypten? *seufz* *träum*
das schönste Land, in das ich bis jetzt gereist bin, allein im ägyptischen Museum in Kairo hätte ich tagelang rumwandern können.
Andrerseits sind die Ägypter auch die unverfrorensten und hartnäckigsten Menschen die ich kenne. Alles dass sie dich nicht mit Gewalt in ihre Läden ziehen. Und für jede kleine Dienstleistung (Weg erklären zB) halten sie die Hand auf.
Kurzum: du brauchst keine arabische Sprache, nur das Wort Backschisch und eine gut gefüllte und bewachte Geldbörse :wink:

Gruss
ExNicki

PS: grüss mir die Pyramiden :smile:

Hallo Susie,

schau Dir mal die dünnen Sprachführer einer Fa. an, die das polyglotte Reisen erleichtern. Ich habe mit denen sehr gute Erfahrungen gemacht.

Viel Spaß

Volker

Hallo ExNicki,

Andrerseits sind die Ägypter auch die unverfrorensten und
hartnäckigsten Menschen die ich kenne. Alles dass sie dich
nicht mit Gewalt in ihre Läden ziehen. Und für jede kleine
Dienstleistung (Weg erklären zB) halten sie die Hand auf.

Ich fand die Tunesier schlimmer.

Pit

Es wird nichts nützen
Mann aus Alemannia
Reinhard Mey

Als ich im vergang´nen Jahr bei den Pyramiden war,
kurz behost im Wüstensand in der Reisegruppe stand,
auf dem Kopf zum Schutz vor Hitze eine grün beschirmte Mütze,
hab ich wie die andern hundert auch den großen Bau bewundert
und mich kamera-behängt auch auf ein Kamel gezwängt.
Das trug mich geduldig-stumm zweimal um die Sphinx herum.
Doch nach dieser Viertelstunde wollt´ ich eine dritte Runde,
völlig seekrank schon vom Wandeln - doch im Orient muss man handeln,
oder man wird unbedarft gleich als Ausländer entlarvt.
Also feilschte ich massiv bis der Kameltreiber rief:

„Guck mal, ach nee, sieh mal da - Mann aus Alemannia“

Irgendwas verriet mich ganz offensichtlich auf Distanz.
Also hab ich eingeseh´n: Hier muss man subtil vorgeh´n.
Um sich nicht zu unterscheiden hilft oft schon, sich zu verkleiden,
einen Burnus zu gebrauchen, und schon kann man untertauchen.
Gar mit einem Fez geziert wird man sofort akzeptiert.
Also kauft´ ich kurzerhand Kopfbedeckung und Gewand.
Um noch weniger aufzufallen trug ich einen Teppichballen
und ließ mir dazu noch eben Dolch und Wasserpfeife geben.
Unauffällig, wie ich war, ging ich schnurstracks zum Bazar.
Zögernd stand ich noch davor, da grölte schon der Händler Chor:

„Guck mal, ach nee, sieh mal da - Mann aus Alemannia“

Dieser Fehlschlag nun verdross mich doch sehr und ich beschloss,
dem Erkennungsphänomen ganz bis auf den Grund zu geh´n.
Um mich völlig zu entstellen, behängt´ ich mich mit Eisbärfellen,
einem Kimono voller Motten und dem Rock von einem Schotten,
einem grauen Paletot, und roch wie ein Eskimo;
so gelangt´ ich unerkannt durch die Altstadt bis zum Strand,
blieb dort eine zeitlang stehen, um den Fischern zuzusehen -
Netze knüpfen, Boote teeren - die musst´ ich erst mal belehren,
wie man so ´was richtig macht, und hab´ ihnen beigebracht,
wie man rationell Angeln baut, da jubelten die Fischer laut:

„Guck mal, ach nee, sieh mal da - Mann aus Alemannia“

Dann hab ich´s nochmal versucht und die Wüstentour gebucht.
Für zweihundert Mark in bar lieh man mir ein Dromedar.
Hab´ das Wüstenschiff erklommen und bin vom Weg abgekommen,
traf nicht mal mehr Amerikaner, nur noch eine Fata Morgana.
Stundenlang bin ich verwirrt in der Wüste ´rumgeirrt.
Dann sah ich eine Person - „Hallo,“ rief ich, „Wüstensohn,
Wo geht´s denn hier zur Kantine? Hör mal, alter Beduine.
Bring mich mal rasch zur Oase - ich hab meine Bierdurstphase.
Du bist doch hier eingebor´n - wo gibt´s hier ´n Pils und ´n Korn?
´n bisschen dalli, ist das klar?“ Da schrie der Mann vor Schrecken starr:

„Guck mal, ach nee, sieh mal da - Mann aus Alemannia“

Tags darauf trat ich alsdann schwer enttäuscht den Heimflug an.
So schloss mein Experiment „Rätselhafter Orient“.
Die Versuche, Land und Leute zu studier´n, war´n eine Pleite.
Trotz Verkleidung und trotz aller Listen bin ich aufgefallen.
Überall sofort erkannt als ein Mann aus deutschem Land,
ohne jemals zu versteh´n, wo dran die denn das bloß seh´n.
Erst in Frankfurt nach der Landung kam die wundersame Wandlung. -
Als ich mein Gepäck abholte und der Zöllner wissen wollte,
was ich anzumelden hab, und ich nicht gleich Antwort gab,
sagte mir der Mann vom Zoll väterlich und mitleidsvoll:

„Du wohl Türke - nix bla bla - neu in Alemannia?“

Maasalaama,
Elke

Hallo Susie!

Deine Motivation in allen Ehren, aber ich würde mir an Deiner Stelle für den Urlaub nicht mehr als die Phrasen für Bitte, Danke, Hallo und Tschüß zulegen. Denn aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen: Es gibt nichts Deprimierendes als erst mit einem strahlenden Gesicht den auswendig gelernten Satz vorzutragen und dann aber kein Wort zu verstehen, wenn der Verkäufer antwortet oder gar eine Rückfrage stellt. Peinlich berührt muss man schließlich doch ins Englische wechseln.

Was Ägypten angeht, da habe ich (im Sinai) eher negative Erfahrungen mit Arabisch gemacht:

Obwohl er unser Arabisch gut verstanden hat, hat sich der (ägyptische) Taxifahrer in Taba mit uns nur über Vermittlung der israelischen Mitfahrer unterhalten (d.h. er hat Hebräisch (!) mit uns gesprochen, das uns die Israelis dann ins Englische übersetzt haben).

Der Kellner im Hüttendorf hat sich zwar gerne mit uns auf Arabisch unterhalten, was allerdings dadurch erschwert wurde, dass er aus dem Sudan kam (wie viele, die dort in der Tourismusbranche arbeiten) und folglich einen komplett anderen Dialekt sprach.

In der (unheimlich hässlichen) Touristenhochburg Nuweiba wollten die Leute schon einmal gar nichts von Arabisch hören. Da lief alles nur auf Englisch. Auch die Zöllner an der Grenze waren eher angesäuert, wenn man sie freundlich auf Arabisch begrüßt hat.

Einzig und allein mit einem Touristenführer am Mosesberg konnten wir uns problemlos unterhalten. Der Gute fühlte sich wohl durch unser Dorfkauderwelsch (hab mein Arabisch hauptsächlich in nem kleinen Dorf bei Ramallah gelernt) an seine Heimat nahe der israelischen Grenze erinnert.

Kann natürlich sein, dass das Einzelfälle waren. In Jordanien habe ich zum Beispiel sehr viel bessere Erfahrungen gemacht. Das lag aber sicherlich auch daran, dass man dort – الحمد لله – noch nicht so stark auf Massen- und Pauschaltourismus setzt wie bei den Ägyptern.

Hoffe, ich hab Dir jetzt trotzdem nicht die Vorfreude auf den Urlaub genommen. :smile: Die Region ist nämlich wirklich traumhaft.

Gruß,
Stefan

Hi Pit

Andrerseits sind die Ägypter auch die unverfrorensten und
hartnäckigsten Menschen die ich kenne. Alles dass sie dich
nicht mit Gewalt in ihre Läden ziehen. Und für jede kleine
Dienstleistung (Weg erklären zB) halten sie die Hand auf.

Ich fand die Tunesier schlimmer.

Echt? dann hast du den Fehler gemacht, deutsch mit ihnen zu sprechen.
Aus welchen Gründen auch immer besch… sie Deutsche, wo es nur geht :frowning:
wenn man französich mit ihnen spricht, ist man gleich besser angesehen
Ich kam gut mit ihnen zurecht, meine damalige Freundin ist allerdings manchmal rot geworden, wenn wir anfingen zu handeln und uns anschrien :wink:)
Und sie konnten nicht verstehen, dass wir nach erfogreichem Handel uns die Hände schüttelten und wie gute Freunde auseinandergingen *kicher*

Gruss
ExNicki

Danke an alle!

Werde die Pyramiden von Euch grüßen und genügend Kleingeld in die Tasche packen :o)

Gruß aus München
susie