zum Schneiden von harten Gesteinen wird in Indien ein Chemikalienmix verwendet um den Stein aufzuweichen während des Sägens.
Laut meinem Lieferanten ist das ein Chemikalienmix der mit Araliten(angebl. Petroleumprodukt)angemischt wird.
Weiss irgendjemand was Aralite sind? Bzw. was für Gesundheitsschäden diese verursachen können.
Wegen der restlichen BEstandteile hab ich gerade nochmal angefragt was das ist. Ich lade aber gern alle ein schonmal zu spekulieren was die da verwenden.
Als Geologe, der während seines Studiums mit dem Sägen von Steinen richtig viel Geld verdient hat (auch Dünn- und Anschliffe) kann ich Dir versichern, einen Weichmacher für Gesteine kann es nicht und wird es wahrscheinlich auch nie geben. Wenn die Klamotten richtig hart sind, so sind es meist Silikate oder noch fiesere Al-Oxide mit sonst noch was (Rubin etc) Weichmachen GEHT NICHT!!!.
Zum Sägen mit der rotierenden Diamantsäge, Dem diamantierten Draht, oder dem Gatter kann man aber Hilfsstoffe zum Kühlwasser beimischen.
Früher war das einfach Böhrölemulsion wie in der Stahlbearbeitung eingesetzt, die den Gesteinsschlamm schneller und besser dispergiert hat, so dass er im Absetzbecken schneller ausgefallen ist.
Der Name Aralit erinnert mich enorm an ARAL den teuren Treibstoff.
Ursprünglich soll das mal ARomatische ALdehyde bedeutet haben (20er Jahre)
Ich könnte mir vorstellen, dass da eine Emulsion aus so was Ähnlichem verwendet wird.
Wenn Du selbst mal Steine sägen willst, Oxy Action und Lenor helfen da nicht weiter, wenn man eine HSS Bügelsäge oder auch ein WIDIA belegtes Kreissägeblatt hat.
Gruß vom Klugscheisser
Danke Gandalf
Hab ich durcheinander gebracht.
Mea Culpa, ich setz mir den Alde Hyd auf.
In der organischen Chemie habe ich nur noch Schulwissen was Aromate und Aliphate sind weiß ich noch.
Alte Hüte kenne ich auch noch aus dem Pokorny, wo ich aber gerade nicht nachgeguckt habe.
Gruß von Olschi, dem Klugscheisser
Wasser hat ein Dipol, d. h. das Molekül hat auf der einen Seite eine positive Ladung und auf der anderen eine negative.
Wenn man Minerale zerteilt hat das zerriebene Mineral in der Aufschlämmung auch solche Ladungen an der Oberfläche, da docken Wassermoleküle an, und der Feststoff bleibt als Suspension in der Brühe, und verschleißt den Binder des Diamantkorns, die schneidenden Diamanten fliegen raus und das neue Blatt kostet Geld. Bei Kerosin ist das eine andere Sache: Diese Flüssigkeit ist unpolar, das abgetragene Material kann keine Dipolkräfte aufbauen, und sinkt in einer Sedimentationskaskade recht schnell ab.
Abgesehen von der Umweltsauerei ist diese Methode auch noch extrem gefährlich, weil sich Kerosinaerosole bilden, die explosiv sind.
An Gandalf: Ich hab es einfach gemacht und mich nicht in meiner üblichen epischen Breite verloren.
Dein Lieferant hat Dir wahrscheinlich ziemlichen Mist erzählt, von Platten, die sich beim oder nach dem Sägen wegen des „Weichmachers“ verbiegen. Davon weiß die Petrologie nichts. Dass sich dünne Platten aus Gestein etwas biegen lassen ist normal. (Korngrenzen und Gefüge lassen das zu, auch viele Minerale z. B. Biotit und Muskovit, um nur 2 Extreme zu nennen) Das liegt aber bei dünnen Platten im mm Bereich bei einem m Länge und einer geringen Materialdicke.