Arbeit annehmen zu Dumpinggehalt?

Hallo zusammen,

gibt es in der Arbeitslosigkeit eine Grenze, bis zu der man einen Job mit einem viel schlechteren Gehalt als vorher annehmen muss?

Kann es sein, das man für 50% seinen letzten Gehaltes einen neuen Job nicht ausschlagen kann? Ich bin seit 3 Monaten arbeitslos und würde gerne meine Chance auf einen Job mit einem besseren Gehalt waren.

danke im voraus für eure Meldungen
Gruß
nala

Hallo Nala,
folgendes sagt das SGB:
Aus personenbezogenen Gründen ist eine Beschäftigung einem Arbeitslosen insbesondere nicht zumutbar, wenn das daraus erzielbare Arbeitsentgelt erheblich niedriger ist als das der Bemessung des Arbeitslosengeldes zugrunde liegende Arbeitsentgelt. In den ersten drei Monaten der Arbeitslosigkeit ist eine Minderung um mehr als 20 Prozent und in den folgenden drei Monaten um mehr als 30 Prozent dieses Arbeitsentgelts nicht zumutbar. Vom siebten Monat der Arbeitslosigkeit an ist dem Arbeitslosen eine Beschäftigung nur dann nicht zumutbar, wenn das daraus erzielbare Nettoeinkommen unter Berücksichtigung der mit der Beschäftigung zusammenhängenden Aufwendungen niedriger ist als das Arbeitslosengeld.

Aber bedenke folgendes:
Meiner Meinung nach bewirbt es sich aus einer Stelle heraus besser als aus der Arbeitslosigkeit. Jeder Personaler guckt sich auch die Dauer der Arbeitslosigkeit an.
Weiterhin hast Du doch in der Probezeit eh eine kurze Kündigungsfrist, also würd ich doch erst den schlechter bezahlten Job annehmen. Gekündigt ist der doch immer noch schnell, wenn sich was besseres auftut.
Grüße
Almut

Hallo,

nein, du musst nicht. Es gibt Grenzen. (Glaube [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Arbeit annehmen zu Dumpinggehalt? JA!
Hallo Nala,

auch ich würde Dir raten, jeden Job, der Dir vielleicht auch nur ansatzweise zusagt, anzunehmen. Mit jedem Monat, den Du arbeitslos bist, sinkt Dein Marktwert - zudem hast Du diese Lücke für immer in Deinem Lebenslauf. Nach dem „Vorgänger-Gehalt“ fragt heute kaum jemand - entweder man nimmt das, was einem angeboten wird oder man lässt es bleiben. Qualifizierte Mitbewerber gibt es in fast allen Bereichen zu Hauf und in der momentanen Arbeitsmarktlage kann man sich glücklich schätzen, überhaupt einen Job zu haben.
Je länger die Arbeitslosigkeit andauert, umso eher fragen sich die Personaler, was da nicht stimmen könnte - und zack, landet Deine Bewerbung auf dem Stapel von hundert anderen…

Viele Grüße,
Heike