da kam einer bei einem Vorstellungsgespräch in die engere Wahl. Nun wird ihm gesagt, dass er 3 Tage zur Probe arbeiten soll, bevor man sich endgültig entscheidet. Von Bezahlung für die 3 Tage wurde nicht gesprochen. Bei dem Job handelt es sich um eine Mechanikertätigkeit mit Auslieferung von Kleinmöbeln.
Das Gehalt ist 900 € für 30 h/ Woche. Was ist davon zu halten?
P.S. der Arbeitsuchende ist langzeitarbeitsloser Mechaniker und Dipl.-Ing.
da kam einer bei einem Vorstellungsgespräch in die engere
Wahl. Nun wird ihm gesagt, dass er 3 Tage zur Probe arbeiten
soll, bevor man sich endgültig entscheidet. Von Bezahlung für
die 3 Tage wurde nicht gesprochen. Bei dem Job handelt es sich
um eine Mechanikertätigkeit mit Auslieferung von Kleinmöbeln.
Das Gehalt ist 900 € für 30 h/ Woche. Was ist davon zu halten?
Das finde ich, ohne die Firma und den Menschen näher zu kennen und mehr Infos zum Bewerbungsgespräch zu haben, schwer einzuschätzen. Was sagt denn dein Bauchgefühl? Meinen sie’s ehrlich und wollen sie dich vereimern?
Pragmatisch betrachtet: Wenn du die Zeit dazu hast, hast du nicht viel zu verlieren. Vielleicht stellst du nach den drei Tagen ja auch fest, dass DU keine Lust auf den Laden hast.
Wenn mein Bauchgefühl sagt, die Leute scheinen okay zu sein, arbeite ich auch mal drei Tage für lau. Was soll’s? Die Zeit ist doch da und eine Erfahrung wird’s auf jeden Fall.
Grüße
Christiane
PS: Was mir allerdings bei unserem hyperbürokratischen Land außerdem noch dazu einfällt: Weiß jemand, wie ein solcher Fall versicherungstechnisch aussieht, falls während der Arbeit auf Probe etwas passiert?
Drei Tage sind ja auch nicht gerade viel - manche wollen zwei Wochen!
Wenn Du, eh, wenn derjenige, meint, den Anforderungen gewachsen zu sein, ist das doch der beste Weg, sein Können unter Beweis zu stellen!
Bei einem Langzeitarbeitslosen kann es natürlich auch sein, dass die Firma mal sehen will, ob er denn pünktlich kommt etc…
Das einzig negative, was ich an diesen 3 Tagen sehe, ist, dass man sich vielleicht gar nicht so schnell mit den anfallenden Tätigkeiten in der Firma vertraut machen kann. Aber ob ein Mensch schnell lernt, schnell begreift, zupacken kann, soziale Kompetenzen hat,… das kann man schon beurteilen.
Wenn die Firma nach 3 Tagen Perfektion erwartet, wäre es natürlich ein Problem…
eine vernünftig abgesprochene Probearbeit kann für beide Seiten nützlich sein.
Als Langzeitarbeitsloser würde ich das Praktikum mit meinem Arbeitsvermittler (bei der Agentur für Arbeit) absprechen. Nicht allein wegen der evtl erforderlichen anteiligen Übernahme der Fahrtkosten durch die Agentur, sondern auch, um der Gefahr vorzubeugen von einem Unternehmen ausgenutzt zu werden (dies ist keine pauschale Kritik der Unternehmerschaft, sondern die sichere Erkenntnis aus eigener Erfahrung, dass (wenige) Unternehmer sehr viele Praktikanten „beschäftigen“). Der Arbeitsvermittler wird - sofern das Unternehmen einschlägig bekannt sein sollte - Hinweise geben können.
Wer Bewerber auf Probe arbeiten lässt, ist nicht in der Lage eine vernünftige Personalauswahl im Rahmen eines Vorstellungsgespräches zu treffen.
Meiner Erfahrung nach lassen nur irgend welche Butzelbuden probehalber arbeiten. Bei namhaften, seriösen Unternehmen habe ich das noch nicht erlebt.
Ich kenne etliche Beipiele, bei denen die Verantwortlichen nicht in der Lage waren, die Eignung im Vorfeld zu erkennen und dutzende Leute zur Probe haben antreten lassen. Ein guter Personalchef kann so etwas im Vorfeld klären.
Außerdem ist dies versicherungstechnisch eine ziemliche Grauzone.
Gruß
Matthias
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Ich würde zum örtlichen Arbeitsamt gehen, mit dem Sachbearbeiter das Ganze durchsprechen und somit zumindest den versicherungstechnischen Bereich abklären!
Das regelt noch nicht die Bezahlung, allerdings:
Wenn Du die drei Tage dort arbeitest, und der AG Dich nicht nimmt, kannst Du auf Bezahlung pochen, da es klar sein dürfte, dass man nicht für lau arbeitet (es sei denn, der AG hat das explizit ausgeschlossen - http://arbeits-abc.de/bewerbung/vorstellungsgespraec… sollte dann so ähnlich anzuwenden sein).
Sollte er die drei Tage nicht bezahlen, obwohl Du genommen wirst, musst Du selbst entscheiden, was Priorität für Dich hat!
LG
Guido, der es gerade bei kleinen Unternehmen wirklich nicht ungewöhnlich findet, dass man zur Probearbeit einlädt
auf jedenfall sollte man das beim Arbeitsamt melden, in letzter Zeit nimmt dieses kostenlose Arbeiten auf Probe enorm zu.
Mein Mann hat das letztens für einen Tag gemacht, da waren 10 Leute
die bis zu 1 Woche auf Probe gearbeitet haben. Damit hat der Laden jedemenge Personalkosten gespart. Und gehört haben wir auch nichts mehr davon.
Britta
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…man dankt Euch Allen!! Ausser der Zusage, sich nach Pfingsten zu melden war’s das! Die 3 Tage auf Probe hätte der Langzeitarbeitslose auch gerne in Kauf genommen, um endlich wieder etwas Geld zu verdienen und sozial nicht mehr so im Abseits zu stehen! Aber wahrscheinlich war der Langzeitarbeitslose (der seine höhere Qualifikation wohlweislich verschwiegen hatte) einfach zu kritisch in seinem Vorstellungsgespräch, indem er zu Bemerkungen wie, ältere Arbeitssuchende sind eben langsamer…, sich gewagt hatte zu äussern, dass die eigentlich Unflexiblen nicht die Arbeitsuchenden, sondern die Unternehmer sind. Erwarten sie doch tatsächlich (bis ins Detail) passgenaue Interessenten. Das konnte der Stellenanbieter bejaen, da man eben die Wahl habe…