Arbeit macht Krank

Bei manchen Arbeitsverhältnissen wundert es mich nicht wenn die Arbeitnehmer krank sind.
Es ist doch heutzutage schon so dass der Arbeitnehmer sein Büro verlässt zur Stempeluhr geht „Aus“ stempelt und wieder zum Arbeitsplatz zurückkehrt und weiterarbeitet nur damit er nicht am Monatsende noch mehr Stunden gestrichen bekommt und der Betriebsrat es nicht merkt. Oft ist es so dass im Vorfeld Stellen abgebaut werden.
Was passiert mit solchen Arbeitnehmern nach einiger Zeit werden sie krank sie leisten weniger und bei der nächsten Kündigungswelle sind sie auch dabei. Es folgen Neueinstellungen meist junge noch nicht erfahrene ehrgeizige Leute, die nach ein paar Jahren das gleiche Schicksal wiederfährt. Ist das noch normal? Das Arbeit krank macht?
Aber was kann der Arbeitnehmer gegen diese Maßnahmen tun?

Hi!

Bei manchen Arbeitsverhältnissen wundert es mich nicht wenn
die Arbeitnehmer krank sind.

Bei welchen konkret?

Es ist doch heutzutage schon so dass der Arbeitnehmer sein
Büro verlässt zur Stempeluhr geht „Aus“ stempelt und wieder
zum Arbeitsplatz zurückkehrt und weiterarbeitet nur damit er
nicht am Monatsende noch mehr Stunden gestrichen bekommt und
der Betriebsrat es nicht merkt.

Wo ist das so?
Ich kenne ein paar Firmen und kann das nicht bestaetigen.
Bei sterbenden Riesen wie Siemens mag das so sein. Vielleicht auch bei einigen in den Faengen des Sozialismus gelandeten Autobauern (VW).
Bei vernuenftigen Firmen gibt es jedoch ueblicherweise ein vernuenftiges Gehalt fuer vernuenftige Arbeit.

Wenn das Stempeluhr-Spiel wegen des Betriebsrates gespielt wird, so koennten die betroffenen Mitarbeiter sich ueberlegen, bei der naechsten Betriebsratswahl ihre Stimme entsprechend abzugeben oder sich gar selbst zur Wahl aufstellen lassen, um wieder realitaetsnahe Verhaeltnisse herzustellen.

Oft ist es so dass im Vorfeld
Stellen abgebaut werden.

Im Vorfeld wovon?

Wenn Stellen abgebaut werden, passiert das meist bei Grosskonzernen. Diese koennen?wollen sich entweder nicht weiter von deutschen Gewerkschaften erpressen lassen oder haben jahrelang eine hohe Zahl ueberfluessiger Mitarbeiter mitgezogen, was nun eben nicht mehr geht.
Dass dann oft die guten Leute gehen muessen, liegt am Problem des obligatorischen Sozialplanes. Also verkauft man den Laden lieber gleich nach Taiwan und laesst den boesen Chinesen die Arbeitsplaetze streichen (BenQ/Siemens). Dann hat man selbst wenigstens nicht mehr den Aerger mit den deutschen Behoerden und Gewerkschaften.

Was passiert mit solchen Arbeitnehmern nach einiger Zeit
werden sie krank sie leisten weniger und bei der nächsten
Kündigungswelle sind sie auch dabei.

Wer viel krank ist, fliegt eher. Klar.

Es folgen
Neueinstellungen meist junge noch nicht erfahrene ehrgeizige
Leute, die nach ein paar Jahren das gleiche Schicksal
wiederfährt. Ist das noch normal? Das Arbeit krank macht?
Aber was kann der Arbeitnehmer gegen diese Maßnahmen tun?

Vernuenftig arbeiten und weniger an seinen Gewerkschaftsfunktionaer und unrealistische Gehaltssteigerungen, sondern mehr an seinen Arbeitgeber denken…

Gruss,
M.

Moin,

Bei vernuenftigen Firmen gibt es jedoch ueblicherweise ein
vernuenftiges Gehalt fuer vernuenftige Arbeit.

ach geh, vernünftiges Gehalt wird bei den von Dir genannten Firmen durchaus bezahlt. Diese Randbedingungen ergeben sich schlicht häufig aus einer 35h-Woche, rigidem Verfolgen der Überzeitkonten durch Leitung und Betriebsrat und engagierten Mitarbeitern, die was bewegen wollen (oder ein Effizienz-Problem haben:wink:). Ich kenne nur aus Erzählungen von kleinen Klitschen, dass die Mitarbeiter zu unbezahlter Arbeit geprügelt wurden.

Grüße
Jürgen (ohne Zeiterfassung in einem solchen Unternehmen erbeitend)

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Das Unternehmen ist solide, und sicher eines der führenden Unternehmen dieser Branche.
Stellenabbau wird auch zu Straffung von Organisationen verwendet, dabei wird aber übersehen dass Mitarbeiter keine Sklaven sind.
Oft sind die Mitarbeiter motiviert, und überfordern sich, weil keiner sonst die Arbeit macht. Und man will ja die Arbeit gut machen.
Meiner Meinung nach ein Teufelskreis.

Vernuenftig arbeiten und weniger an seinen
Gewerkschaftsfunktionaer und unrealistische
Gehaltssteigerungen, sondern mehr an seinen Arbeitgeber
denken…

Genau dass ist wieso Arbeitnehmer krank werden, weil sie zu sehr an den Arbeitgeber denken. Der Arbeitgeber versucht den Arbeitnehmern immer mehr Arbeit aufzubürden.
Es handelt sich dabei tatsächlich um einen Großkonzern, den Namen werde ich natürlich hier nicht nennen.
50 bis 60 Stunden wöchentlich ist nicht gesund. Viele Manager oder Arbeitnehmer die sich verausgaben, werden oft nicht mal die Rente erleben.

Hallo,

ehrlich gesagt verstehe ich den Sinn und Zweck Deiner Aussagen nicht.
Hast Du Fragen? Oder möchtest Du nur mal so erzählen … (??)

Worauf möchtest Du hinaus, abgesehen von subjektiver Meinungsäußerung?

liebe Grüße
Jasmin

Hi,

Genau dass ist wieso Arbeitnehmer krank werden, weil sie zu
sehr an den Arbeitgeber denken. Der Arbeitgeber versucht den
Arbeitnehmern immer mehr Arbeit aufzubürden.

Versucht Dir Deine Gewerkschaft das einzureden?

Es handelt sich dabei tatsächlich um einen Großkonzern, den
Namen werde ich natürlich hier nicht nennen.

Ich kenne keinen Großkonzern in dem es nicht eine deutlichen Speckgürtel von mittleren Managern gibt.

50 bis 60 Stunden wöchentlich ist nicht gesund. Viele Manager
oder Arbeitnehmer die sich verausgaben, werden oft nicht mal
die Rente erleben.

Wer sagt denn so einen Blödsinn? Ich mache das seit 15 Jahren, bin gesund, habe keinen hohen Blutdruck, kein Herzrasen oder andere Auffälligkeiten.
Ich habe noch dazu in keinem Großkonzern Mitarbeiter gesehen, die sich verausgaben müssen (Stabsfunktionen und wenige Projektausnahmen ausgenommen). Im Normalfall liegt das an unfähigen oder faulen Vorgesetzten die ihre Arbeit von untergebenen ausführen lassen. Dagegen kann man sich aber zur Wehr setzen, auch auf ganz subtile Art und Weise.

Ich bezeichne 10h /Tag allerdings auch als normalen Arbeitstag.
Wenn Du arbeitsscheu bist, musst Du Dir eben einen entsprechenden Job suchen. Dann aber auch nicht über die Bezahlung wundern.

Gruß
C.

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Hi Christoph,

Ich habe noch dazu in keinem Großkonzern Mitarbeiter gesehen,
die sich verausgaben müssen (Stabsfunktionen und wenige
Projektausnahmen ausgenommen).

Dann hast Du offenbar erfolgreich einen großen Bogen um die tatsächlich wertschöpfenden Bereiche gemacht. Sich verausgabende Stabsfunktionen. Der war gut, ich schmeiss mich gerade weg vor lachen …

Ich bezeichne 10h /Tag allerdings auch als normalen
Arbeitstag.

Hast Du ein Effizienzproblem? Oder kannst Du nur nicht delegieren?:wink:

Grüße
Jürgen

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Dann hast Du offenbar erfolgreich einen großen Bogen um die
tatsächlich wertschöpfenden Bereiche gemacht. Sich
verausgabende Stabsfunktionen. Der war gut, ich schmeiss mich
gerade weg vor lachen …

Ich bezeichne 10h /Tag allerdings auch als normalen
Arbeitstag.

Hast Du ein Effizienzproblem? Oder kannst Du nur nicht
delegieren?:wink:

Alles zusammen vermutlich.
UNd den anderen Konflikt haben bereit Generationen vor uns nicht gelöst, warum dann wir.

Gruß
C.

Moin!

Vernuenftig arbeiten und weniger an seinen
Gewerkschaftsfunktionaer und unrealistische
Gehaltssteigerungen, sondern mehr an seinen Arbeitgeber
denken…

Genau dass ist wieso Arbeitnehmer krank werden, weil sie zu
sehr an den Arbeitgeber denken.

In D duerften das die wenigsten sein…

Der Arbeitgeber versucht den
Arbeitnehmern immer mehr Arbeit aufzubürden.
Es handelt sich dabei tatsächlich um einen Großkonzern, den
Namen werde ich natürlich hier nicht nennen.
50 bis 60 Stunden wöchentlich ist nicht gesund.

50h pro Woche arbeiten ist vollkommen normal und in einem Buerojob sicherlich kein Gesundheitsrisiko.
Nur in D denken einige, man koenne fuer einen 35h-Job das 1,5-fache Gehalt verlangen.

Viele Manager
oder Arbeitnehmer die sich verausgaben, werden oft nicht mal
die Rente erleben.

Die Frage ist nur, in welchem Bereich sie sich so sehr „verausgaben“. Haeufig scheint mir das groesste Problem der Freizeitstress zu sein…

Gruss,
M.

Moin!

Das Unternehmen ist solide, und sicher eines der führenden
Unternehmen dieser Branche.

…womit einem dann aleine der dadurch relativ sichere Job einiges wert sein sollte.

Stellenabbau wird auch zu Straffung von Organisationen
verwendet, dabei wird aber übersehen dass Mitarbeiter keine
Sklaven sind.

Sklaven werden nicht entlassen, sondern bis zum Tode ausgebeutet…

Oft sind die Mitarbeiter motiviert, und überfordern sich, weil
keiner sonst die Arbeit macht. Und man will ja die Arbeit gut
machen.
Meiner Meinung nach ein Teufelskreis.

Hast Du ein Helfersyndrom?

Gruss,
M.