Arbeiten bis zum Umfallen?

Hallo
Mal angenommen man arbeitet seit gut 10 Jahren in einer Firma. Jedes Jahr wurde die Arbeit etwas mehr und etwas schneller. In den letzten 4 Jahren sogar ganz erheblich. Die Arbeitszeit wurde um ca. 10% gekürzt und in dieser Zeit ist nun ca. 10% „normaler“ Arbeit zu verrichten.
Zudem kommen auf jeden Mitarbeiter immer noch mehr „Zusatzaufgaben“ hinzu, die während der Arbeitszeit zusätzlich gemacht werden müssen um weitere Mitarbeiter einzusparen (die dies vorher gemacht haben).

Sagen wir mal, das im letzten Jahr zwei Mitarbeiter auf der Arbeit einem Herzinfakt erlegen waren.

Wenn jemand sagt, das die Arbeit nicht mehr zu schaffen sei und das es zu viel ist, wird einem nur die „Kündigung nahegelegt“.

Nun mal die Frage für dieses Beispiel!
Darf ein Arbeitgeber einfach immer den Arbeitsfluss erhöhen ohne „Rücksicht auf Verluste“? Darf er Mitarbeiter einfach so vor die Tür setzen (oder sie dazu drängen vor die Tür zu gehen), wenn sie die Arbeit Körperlich nicht mehr schaffen (geht hier jetzt mal um körperlich sehr anstrengende Arbeit), oder gibt es hier Richtlinien, die einzuhalten sind?

Vielleicht weiß da ja jemand bescheid.

Betriebsrat gibt es wohl, aber der wird vom Chef bestochen, das dieser die „Beine Still hält“…

Vielen Dank für die Antworten.

Gruß
Andreas

Hallo,

in D gibt es eine höchszulässige Arbeitzeit, die im Arbeitszeitgesetz näher geregelt ist. http://www.gesetze-im-internet.de/arbzg/

Ein grober Überblick hier:
http://www.justiz.nrw.de/BS/Gerichte/Arbeitsgericht/…

TM

Hoi.

Ja, grundsätzlich gibt der Arbeitgeber den Takt vor, auch wenn man das als „Sklaventreiberei“ empfindet.

Solange sich ein Arbeitgeber an die Gesetze und Normen hält, z.B. Arbeitsvertrag, Tarifvertrag, Arbeitsschutzrichtlinien etc., muß man das hinnehmen oder den Job hinschmeissen und was neues suchen - die Gesundheit ist wichtiger als die allermeisten Jobs!!!

Ob sich der Arbeitsgeber an die Gesetze/Normen hält, kann man bei der Gewerkschaft, der Innung oder Handwerkskammer, dem Amt für Arbeitsschutz, der Berufsgenossenschaft oder einem Anwalt für Arbeitsrecht klären.

Ciao
Garrett

Naja. In diesem Fall geht es ja nicht darum, das man zu lange Arbeitet, sondern das man mehr Arbeit in weniger Zeit schaffen muß.
Das quasi mehr Ware auf ein Förderband gelegt wird, als das eigentlich zu schaffen ist. Und man dann Anschiss bekommt, das man die Arbeit nicht vernünftig ausführt.

Hallo,

sorry, da habe ich den falschen Beitrag im flaschen Forum erwischt.

Schon blöd, wenn man auf mehreren Hochzeiten tanzt und es dann nicht im Griff hat *g*

TM

*lol*
Ja, das kenne ich auch. Vor allen Dingen, wenns Internet etwas hakt und die Frames unterschiedliche aktualisiert werden, dann ist man oben schon im Aktuellen Beitrag und unten noch im alten :smile:

Nichts für Ungut

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Betriebsrat gibt es wohl, aber der wird vom Chef bestochen,
das dieser die „Beine Still hält“…

Hallo,

was hindert den AN (ggfs. zusammen mit anderen AN) diesen Zustand bei den anstehenden BR-Wahlen im Frühjahr diesen Zustand zu ändern ?

&Tschüß
Wolfgang