Hallo Petzi,
Danke für deine ausführliche Antwort.
nun, soviele Stunden pro Tag sind dauerhaft echt keine Lösung…
Stimmt.
Und so wie ich Dich verstehe, fragst Du für einen Bekannten.
Ja, er hat ja zu nichts mehr Zeit.
Wäre es denn eventuell ne Möglichkeit, dass Du die
Sache mit der Anzeige übernimmst?
Jepp. Aber trotzdem sollte das keinesfalls sein Chef erfahren. Wir wohnen zusammen, es wäre höchstens über die Adresse aufzudecken.
- diese Klausel mit „Überstunden sind mit dem Gehalt
abgegolten“ kannte ich bisher nur von höher bezahlten Jobs.
Keine Ahnung, ob das in dieser Gehaltsklasse auch üblich ist.
Ich weiß das auch nicht, jedenfalls kann man hier nicht von einem höher bezahlten Job sprechen.
- was dokumentiert Dein Bekannter denn? Also gibt es in
irgendeiner Form ne Stempeluhr, die die Arbeitzeiten neutral
dokumentiert?
Nein.
Sonst sollen die Jungs das auf jeden Fall tun!
Außer auf dem Blatt Papier zu Hause wird im Moment noch nichts dokumentiert.
- Gibt es was schriftliches vom Scheffe, dass a) die
Überstunden angeordnet wurden
In den ersten drei Wochen gab es einen Dienstplan, der eingehalten wurde. Die tatsächliche Arbeitszeit lag aber auch hier manchmal geringfügig über 10 Stunden.
und b) er das volle Risiko für Unfälle und mehr übernimmt?
Soetwas gibt es nicht.
Generell würde ich mal mit Vertrag und Stundenzettel (so
vorhanden, sonst eigene Dokumentation) mal bei nem
sachkundigen Menschen (keine Ahnung, aber eventuell ist da in
Deutschland die IHK zuständig) vorbeitapern und die Sache
beurteilen lassen.
Vielleicht kann ich da auch mal anrufen…
Gleichzeitig auch die Sache mit der
Versicherung klären lassen, nicht dass Dein Bekannter im Falle
eines (Un)falles dumm in die Röhre guckt 
Oh ja…
Und wegen Zeitausgleich: 6 Tage á 16 Stunden macht 96 Stunden
in der Woche.
Stop - das war ein Missverständnis. Die 16 Stunden sind einmalig. In den letzten Tagen waren es 12-13 Stunden. Dauerhaft wird es sich wohl bei 10-11 Stunden einpendeln, wobei an manchen Tagen auch mal weniger gearbeitet wird. Ein Ausgleich wie er im Gesetz vorgeschrieben ist, findet aber nicht statt.
In diesem Monat hat er nach meiner Rechnung 20 Überstunden - in der Woche zuvor hat wegen der Feiertage er etwas weniger gearbeitet.
In dieser Woche wird er vermutlich um die 70 Stunden schuften…
Der Vertrag lautet vermutlich auf 40 Stunden.
Ja.
Dann sollte er klären, ob die Chance auf Auszahlung besteht. Eventuell :ist hier das Ende der Probezeit oder Erreichen eines gewissen
Überstundenwertes ein netter Anlass für ein Gespräch.
Joar, mal abwarten. Die Probezeit dauert 3 Monate und die sind noch nicht rum. Aber ein Gespräch wird es mit Sicherheit irgendwann geben. Wir warten mal die Geahltsabrechnung ab…
Zudem würde ich mir oben erwähnte
Zettel (Übernahme des Risikos, sowie Anordnung der ÜBerstunden
unterschreiben lassen. Wegen der Formulierungen würde ich mich
unbedingt auf der IHK beraten lassen, allerdings das dem
Scheffe nicht auf die Nase binden, sondern sagen „können Sie
mir das bitte kurz formlos bestätigen, etwa so
Textvorschlag IHK“.
Das ist eine gute Idee. Er wollte schon fragen, ob Scheffe ein Taxi bestellt…
Ich werde mich mal informieren.
Gruß
Tato