Hmm, ich hatte im Kopf, dass in D das komplette oeffentliche
Energieversorgungsnetz noch mindestens n-1 erfuellt. D.h.
heisst fuer mich erst mal, „Teil ausschalten - spannungsfrei
reparieren - einschalten“ sollte seitens der oeffentlichen
Energieversorgung noch moeglich sein ohne fuer den Kunden
merkbare Unterbrechung.
Nicht alle Anschlüsse hängen an einer Ringleitung. Und wenn schon, für eine Abgangsmuffe müsste trotzdem mindestens eine halbe Straße freigeschaltet werden. D. h. Häuser ein paar Mal abgehen, Leute ncht antreffen, sich später mit Forderungen herumschlagen usw usf. Muß aber nicht, weil man ja eine Abzweigmuffe locker und sicher auch unter Spannung setzen kann.
Oder Zählertausch, oder Unterverteilungen in Mehrfamilienhäusern, oder viele andere Fälle, wo man sonst keine Möglichkeit hat, die Stelle umzugehen. Die Maschen sind ja nicht die ganze Welt. Irgendwann kommt man in die verzweigte Baumstruktur wieder 
Trotzdem geht man ja anscheinend auch seitens der
Energieversorger zu AuS ueber. Aus dieser Sicht wirkt das fuer
mich nach Handeln ohne wirklich zwingenden Grund. Anders wird
das dann, wenn EON, RWE & Co das n-1-Prinzip nicht mehr
erfuellen (koennen) …
Wie gesagt, nicht alles hängt an einem Ring. Und auch bei einem Ring sind etwaige Abschaltmaßnahmen u.U. recht umfangreich. Der Kunde aber weiss inzwischen gar nicht, wie man „Stromausfall“ schreibt. Und der will auch keinen haben.
Und wenn ich eine Messung aufbaue, werde ich doch nicht eine fette Kundenanlage, inkl. Produktion & Rechenzentrum, abschalten wollen.
Was in privaten Versorgungsnetzen und Unternehmen ablaeuft,
weiss ich nicht. Wahrscheinlich ist dort wegen mangelnder
Bereitschaft, fuer redundante Systeme Geld auszugeben, der
Anteil an AuS hoeher. Oder irre ich hier?
Sagen wir so: die Hochachtung vor dem Strom ist bei kleineren Elektrofirmen kleiner und die Bereitschaft der Monteure selbst, ohne Schutzausrüstung und ohne entsprechende Schulung in den Schrank zu greifen, ist grösser.
Übrigens sind E.ON, RWE & Co. nicht auch privat?
Die Bereitschaft, Geld auszugeben, hängt direkt mit dem Besitz desselben zusammen. Angesichts der aktuellen Hysterie und allgemeinen Dummschwätzerei (besonders von der Seite des Bundes der Energieignoranten und Verbraucherverdummungszentrallen) wird die Bereitschaft, Geld in nicht unbedingt notwendige Maßnahmen auszugeben sicherlich nicht steigen.
Die Anlagen von liquiden Firmen, die auf die 100 % Verfügbarkeit ihrer Anlagen dringendst angewiesen sind, sind sicherlich besser im Schuß, als Anlagen kleiner Hinterhofklitschen. In der Regel zumindest. Was aber Redundanz (in Form von mehrfachen Verbindungswegen) angeht, so hört sie spätestens an der Übergabestation auf.
MfG
C.