Arbeiten unter Spannung

Hallo w-w-w,
ich fange gerade an, mich in den Themenkomplex „Arbeiten unter Spannung“ einzuarbeiten. Deshalb interessieren mich eure Meinungen und Erfahrungen zu diesem Thema - unabhängig von der Spannungsebene!

Mein eigenes Ziel ist eine Bewertung von „Arbeiten unter Hochspannung im Energieversorgungsnetz“.
Sinnvoll?
Unnütz, da n-1-Prinzip (mindestens in D)?
Aktuelle Modeerscheinung?

Ach ja, wen mir einer von auch zugehörige DIN-, VDE-, EU- oder sonstige Normen nennen kann, hilft mir das auch schon mal weiter.

Danke und viele Grüße
peherr

Hallo!

Als gelernter Elektroniker kann ich in diesem Brett mindestens ansatzweise den Postings thematisch folgen. Das liegt nicht nur an meinem erlernten Beruf, sondern auch daran, dass sich Fragende und Antwortende meistens bemühen, eine gemeinsame Plattform für ihren Austausch zu finden. Dir ist das offensichtlich nicht so wichtig. Denn mir erschließt sich weder Deine Frage, noch der Kreis der Adressaten und in diesem Zusammenhang auch nicht das Niveau der Fragestellung. Du befindest Dich hier nicht in einem Hörsaal, nicht im Kreise der sich blind verstehenden Erlauchten.
Bist Du sicher, auf diese Weise an brauchbare Antworten zu kommen?

Gruß!
Tino

Hallo,
ich habe jezt leider nicht ganz kapiert was genau du suchst.
VDE könnte ich die vielleicht ein paar sagen, kenen die meisten auswendig. Wenn ich wüsste was genau.

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Frage doch mal bei den Stadtwerken Berlin nach. Ein Bekannter, der bei einem Koblenzer Energieversorger arbeitet erzählte mir mal, daß die dort bis 20 KV unter Spannung arbeiten würden. Wie? (wahrscheinlich über meterdicken Isolierschichten) oder warum ? (Stadtteile lahmzulegen kommt nicht gut) kannst DU ja dort mal erfragen.

Gruß Thomas

Hallo Thomas,
dein Bekannter wird sicher bald ein leitendenr Angestellter werden :smile:
*smiles*

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Hi zoomi,

dein Bekannter wird sicher bald ein leitendenr Angestellter
werden :smile:

Naja, nun bleib mal auf dem Boden.
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3800727021/028…
http://www.europa-lehrmittel.de/html/technikredaktio…
http://www.wdr.de/tv/hierundheute/20050929.phtml

Äh, die bleiben ja gar nicht auf dem Boden :wink: Wobei da nicht steht, ob sie unter Spannung arbeiten. Aber es gab mal eine N24 Doku aus den USA. Die flogen mit dem Heli an die unter Spannung stehenden Leitungen und führten Reparaturarbeiten während des Fluges durch.

mfg Ulrich

Hi Tino,
Vielleicht wird es so deutlicher:
Im Moment suche ich
1.) 1, 2, … Elektriker, Monteure, Ingenieure, die
– schon mal mit dem Thema AuS beschäftigt haben (z.B. dort gearbeitet haben)
– bereit sind, mir ihre persönlichen Erfahrungen und Meinungen (Gefahren, Nutzen, …) hier im Forum oder auch per E-Mail mitzuteilen.

2.) Normen, die das Thema AuS behandeln. Leider kommen an der Uni die Normen recht kurz (bzw. gar nicht) dran, so dass ich mich jetzt erstmal von einer Vielzahl von Vorschriften erschlagen fühle, ohne Überblick, ob jetzt in der einzelnen etwas Relevantes zu finden ist.

Am Schluss soll da eine umfassende Zusammenstellung aller für AuS relevanten Normen sowie der Gefahren, bisherigen Möglichkeiten und Anwendungen entstehen. Das Ganze ist für eine Arbeit an der Uni.
Hoffe, das war jetzt etwas verständlicher.

Ob ich hier zu den gewünschten Infos komme, weiß ich nicht. Aber mir fällt leider im Moment auch nicht ein, wie ich mein Anliegen anders darstellen könnte …

Viele Grüße
peherr

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,
ich habe jezt leider nicht ganz kapiert was genau du suchst.
VDE könnte ich die vielleicht ein paar sagen, kenen die
meisten auswendig. Wenn ich wüsste was genau.

Hi zoomi,

Normen, die das Thema „Arbeiten unter Spannung“ beinhalten.
An der Uni kommen die Normen und Vorschriften leider recht kurz, so dass ich mich jetzt erst mal von einer Vielzahl von unterschiedlichen Vorschriften erschlagen fühle und keinerlei Überblick habe …

Für hilfreiche Hinweise bin ich dankbar!
Gruß
peherr

http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3800727021/028…
http://www.europa-lehrmittel.de/html/technikredaktio…

Das geht doch schon mal sehr in die richtige Richtung!

http://www.wdr.de/tv/hierundheute/20050929.phtml

Äh, die bleiben ja gar nicht auf dem Boden :wink: Wobei da nicht
steht, ob sie unter Spannung arbeiten. Aber es gab mal eine
N24 Doku aus den USA. Die flogen mit dem Heli an die unter
Spannung stehenden Leitungen und führten Reparaturarbeiten
während des Fluges durch.

Hast du davon einen Mitschnitt?

Gruß & Dank
peherr

Hi,

Das geht doch schon mal sehr in die richtige Richtung!

Folgende Hinweise habe ich noch gefunden:
http://www.fortwaynereader.com/story.php?uid=260
http://www.rossanthony.com/S/straightup.shtml

Hier eine Vorschrift: http://www.atsb.gov.au/publications/recommendations/… Da fand ich den inweis auf ein "ESAA handbook: „Guidelines to Helicopter live power line work.“

http://www.pplweb.com/front+page+articles/031606+Hel…

Wobei es speziell um Helis geht.

Hast du davon einen Mitschnitt?

Leider nein. Aber die Tradition verlangt, daß solche Dokus permanent wiederholt werden.

mfg Ulrich, nur Niederspannungsdompteur

Nur kurze Impulse für Dich.

Mein eigenes Ziel ist eine Bewertung von „Arbeiten unter
Hochspannung im Energieversorgungsnetz“.

Sinnvoll?

Extrem. In Kanada, Frankreich und Japan ist man händeringend damit beschäftigt, entsprechendes Know-how anzuhäufen. Führendes Land bei „Arbeiten unter Spannung“ war einst die DDR, die dafür sogar eine separate Ausbildungsschule unterhielt.

Dieses Fachwissen ging im Zuge der Vereinigung den Bach runter, da niemand mehr Interesse zeigte. Das flammt jetzt wieder auf (==> Kostendruck), doch Deutschland hat eben leider die führende Position verloren (aus obigem Grund).

MfG

Hallo,

Hallo w-w-w,
ich fange gerade an, mich in den Themenkomplex „Arbeiten unter
Spannung“ einzuarbeiten. Deshalb interessieren mich eure
Meinungen und Erfahrungen zu diesem Thema - unabhängig von der
Spannungsebene!

Mein eigenes Ziel ist eine Bewertung von „Arbeiten unter
Hochspannung im Energieversorgungsnetz“.
Sinnvoll?
Unnütz, da n-1-Prinzip (mindestens in D)?
Aktuelle Modeerscheinung?

Ach ja, wen mir einer von auch zugehörige DIN-, VDE-, EU- oder
sonstige Normen nennen kann, hilft mir das auch schon mal
weiter.

Was zu lesen:
http://www.bgfe.de/aktuell/arbeiten_unter_spannung.html
http://www.mercedes-benz.de/content/germany/mpc/mpc_…
Erfahrungsbericht: Arbeiten unter Spannung, Galileo-Video dazu Online
http://www.nmbg.de/files/170/BGR-A3__Druckfassung_Ja…
3.1.4 Berechtigung zur Anweisung von Arbeiten unter Spannung … 7 … Anhang 3 Beispiel für einen Pass „Arbeiten unter Spannung“ . …
http://www.klauke.textron.com/de/presse/k_spannung.html
http://www.europa-lehrmittel.de/html/technikredaktio…
http://www.enercity.de/sp/presse/themen/Technik/Arbe…
http://www.elektropraktiker.de/index.php?id=406&type=0
http://www.bgfw.net/informationen/bs/bs_2004/quartal…
http://www.online-de.de/fachinfo/news/archiv/branche…
http://www.hager.de/e-volution/files/download/0/1461… Arbeiten unter Spannung
In manchen Fällen lässt sich die Spannung nicht abschalten, und das trotz unbedingt notwendiger Arbeiten… Kompletter Text aus der Fachzeitschrift de. (PDF, 340 KB)
http://www.invent-a-chip.de/VDE/Fachgesellschaften/E…
http://www.bmt2005.de/NR/rdonlyres/CCF449C5-3E7B-458… Arbeiten unter Spannung (AuS) - Bericht von der ICOLIM 2002 Quelle: etz 18/2002


Was zum Nachfragen:
http://www.bsd-dresden.de/ (Geschäftsfelder:
Ausbildung Arbeiten unter Spannung
Ausrüstungen, Service- und Prüfdienstleistungen)
http://www.vde.com/VDE/Fachgesellschaften/ETG/Arbeit…
(Dipl.-Ing. Jörg Adamus,
Vattenfall Europe Generation AG, Qualifizierungszentrum Lübbenau)
http://www.dehn.de/www_DE/frameset_www.html?/www_DE/…
http://www.enercity.de/mp/enercity_partner/installat…
http://www.elektro.de/index.php?content_id=2874&main…
http://www.dke.de/DKE/Normen+erarbeiten/Aktivitaeten…
http://www.statec-elektro.de/kontakt.html

Danke und viele Grüße
peherr

mfg
W.

Hallo peherr,

Neben den wirtschaftlichen und komfort Argumenten, darf man die Fehlersuche nicht vergessen.

MfG Peter(TOO)

Ein Paar Normen

Mein eigenes Ziel ist eine Bewertung von „Arbeiten unter
Hochspannung im Energieversorgungsnetz“.
Sinnvoll?
Unnütz, da n-1-Prinzip (mindestens in D)?
Aktuelle Modeerscheinung?

Soll das Polemik sein?

Unter Spannung wird gearbeitet bei:

  • Gefährdung von Leib und Leben
  • bei einem bei Ausfall drohendem grossen wirtschaftlichen Schaden
  • bei Arbeiten an der öffentlichen Stromversorgung, die sonst zu Unterbrechung führenm würden. Das hat mit n-1 nichts zu tun. Außerdem gibt es genügend Fälle, wo n-1 nicht greift.
  • bei ein Paar anderen Fällen (Fehlersuche, Störung im Bahnbetrieb, Verkehrsleitanlagen, Versorgung von Einrichtungen, wie Krankenhäuser usw)

Ach ja, wen mir einer von auch zugehörige DIN-, VDE-, EU- oder
sonstige Normen nennen kann, hilft mir das auch schon mal
weiter.

Ganz allgemein befassen sich damit VDE 0105 Teil 100 und BGV A3.
Konkrete Bestimmungen, Zulassung und Schulung von Mitarbeitern, Werkzeugsätze usw. usf. findet man in internen Betriebsanweisungen jeweiliger Unternehmen.

MfG

C.

Mein eigenes Ziel ist eine Bewertung von „Arbeiten unter
Hochspannung im Energieversorgungsnetz“.
Sinnvoll?
Unnütz, da n-1-Prinzip (mindestens in D)?
Aktuelle Modeerscheinung?

Soll das Polemik sein?

Unter Spannung wird gearbeitet bei:

  • Gefährdung von Leib und Leben

bekannt

  • bei einem bei Ausfall drohendem grossen wirtschaftlichen
    Schaden

ja

  • bei Arbeiten an der öffentlichen Stromversorgung, die sonst
    zu Unterbrechung führenm würden. Das hat mit n-1 nichts zu
    tun. Außerdem gibt es genügend Fälle, wo n-1 nicht greift.
  • bei ein Paar anderen Fällen (Fehlersuche, Störung im
    Bahnbetrieb, Verkehrsleitanlagen, Versorgung von
    Einrichtungen, wie Krankenhäuser usw)

Hmm, ich hatte im Kopf, dass in D das komplette oeffentliche Energieversorgungsnetz noch mindestens n-1 erfuellt. D.h. heisst fuer mich erst mal, „Teil ausschalten - spannungsfrei reparieren - einschalten“ sollte seitens der oeffentlichen Energieversorgung noch moeglich sein ohne fuer den Kunden merkbare Unterbrechung.
Trotzdem geht man ja anscheinend auch seitens der Energieversorger zu AuS ueber. Aus dieser Sicht wirkt das fuer mich nach Handeln ohne wirklich zwingenden Grund. Anders wird das dann, wenn EON, RWE & Co das n-1-Prinzip nicht mehr erfuellen (koennen) …

Was in privaten Versorgungsnetzen und Unternehmen ablaeuft, weiss ich nicht. Wahrscheinlich ist dort wegen mangelnder Bereitschaft, fuer redundante Systeme Geld auszugeben, der Anteil an AuS hoeher. Oder irre ich hier?

Ach ja, wen mir einer von auch zugehörige DIN-, VDE-, EU- oder
sonstige Normen nennen kann, hilft mir das auch schon mal
weiter.

Ganz allgemein befassen sich damit VDE 0105 Teil 100 und BGV
A3.
Konkrete Bestimmungen, Zulassung und Schulung von
Mitarbeitern, Werkzeugsätze usw. usf. findet man in internen
Betriebsanweisungen jeweiliger Unternehmen.

Danke fuer die Hinweise! Ich werde bei Gelegenheit mal bei einigen Firmen und Energieversorgern anfragen.

Gruss
peherr

.

Hmm, ich hatte im Kopf, dass in D das komplette oeffentliche
Energieversorgungsnetz noch mindestens n-1 erfuellt. D.h.
heisst fuer mich erst mal, „Teil ausschalten - spannungsfrei
reparieren - einschalten“ sollte seitens der oeffentlichen
Energieversorgung noch moeglich sein ohne fuer den Kunden
merkbare Unterbrechung.

Nicht alle Anschlüsse hängen an einer Ringleitung. Und wenn schon, für eine Abgangsmuffe müsste trotzdem mindestens eine halbe Straße freigeschaltet werden. D. h. Häuser ein paar Mal abgehen, Leute ncht antreffen, sich später mit Forderungen herumschlagen usw usf. Muß aber nicht, weil man ja eine Abzweigmuffe locker und sicher auch unter Spannung setzen kann.

Oder Zählertausch, oder Unterverteilungen in Mehrfamilienhäusern, oder viele andere Fälle, wo man sonst keine Möglichkeit hat, die Stelle umzugehen. Die Maschen sind ja nicht die ganze Welt. Irgendwann kommt man in die verzweigte Baumstruktur wieder :wink:

Trotzdem geht man ja anscheinend auch seitens der
Energieversorger zu AuS ueber. Aus dieser Sicht wirkt das fuer
mich nach Handeln ohne wirklich zwingenden Grund. Anders wird
das dann, wenn EON, RWE & Co das n-1-Prinzip nicht mehr
erfuellen (koennen) …

Wie gesagt, nicht alles hängt an einem Ring. Und auch bei einem Ring sind etwaige Abschaltmaßnahmen u.U. recht umfangreich. Der Kunde aber weiss inzwischen gar nicht, wie man „Stromausfall“ schreibt. Und der will auch keinen haben.

Und wenn ich eine Messung aufbaue, werde ich doch nicht eine fette Kundenanlage, inkl. Produktion & Rechenzentrum, abschalten wollen.

Was in privaten Versorgungsnetzen und Unternehmen ablaeuft,
weiss ich nicht. Wahrscheinlich ist dort wegen mangelnder
Bereitschaft, fuer redundante Systeme Geld auszugeben, der
Anteil an AuS hoeher. Oder irre ich hier?

Sagen wir so: die Hochachtung vor dem Strom ist bei kleineren Elektrofirmen kleiner und die Bereitschaft der Monteure selbst, ohne Schutzausrüstung und ohne entsprechende Schulung in den Schrank zu greifen, ist grösser.

Übrigens sind E.ON, RWE & Co. nicht auch privat?

Die Bereitschaft, Geld auszugeben, hängt direkt mit dem Besitz desselben zusammen. Angesichts der aktuellen Hysterie und allgemeinen Dummschwätzerei (besonders von der Seite des Bundes der Energieignoranten und Verbraucherverdummungszentrallen) wird die Bereitschaft, Geld in nicht unbedingt notwendige Maßnahmen auszugeben sicherlich nicht steigen.

Die Anlagen von liquiden Firmen, die auf die 100 % Verfügbarkeit ihrer Anlagen dringendst angewiesen sind, sind sicherlich besser im Schuß, als Anlagen kleiner Hinterhofklitschen. In der Regel zumindest. Was aber Redundanz (in Form von mehrfachen Verbindungswegen) angeht, so hört sie spätestens an der Übergabestation auf.

MfG

C.

Nicht alle Anschlüsse hängen an einer Ringleitung. Und wenn
schon, für eine Abgangsmuffe müsste trotzdem mindestens eine
halbe Straße freigeschaltet werden. D. h. Häuser ein paar Mal
abgehen, Leute ncht antreffen, sich später mit Forderungen
herumschlagen usw usf. Muß aber nicht, weil man ja eine
Abzweigmuffe locker und sicher auch unter Spannung setzen
kann.

Oder Zählertausch, oder Unterverteilungen in
Mehrfamilienhäusern, oder viele andere Fälle, wo man sonst
keine Möglichkeit hat, die Stelle umzugehen. Die Maschen sind
ja nicht die ganze Welt. Irgendwann kommt man in die
verzweigte Baumstruktur wieder :wink:

Ok, bin überzeugt! Hing mit meinen Gedanken zu sehr an der Mittel- und Hochspannungsseite fest! An die weitere Niederspannungsverteilung hab’ ich nicht gedacht! Sorry.
Liegt vielleicht daran, dass ich zur Zeit primär Gründe für AuS im ein- bis mehrstelligen kV-Bereich suche …

Wie gesagt, nicht alles hängt an einem Ring. Und auch bei
einem Ring sind etwaige Abschaltmaßnahmen u.U. recht
umfangreich. Der Kunde aber weiss inzwischen gar nicht, wie
man „Stromausfall“ schreibt. Und der will auch keinen haben.

Und wenn ich eine Messung aufbaue, werde ich doch nicht eine
fette Kundenanlage, inkl. Produktion & Rechenzentrum,
abschalten wollen.

Was in privaten Versorgungsnetzen und Unternehmen ablaeuft,
weiss ich nicht. Wahrscheinlich ist dort wegen mangelnder
Bereitschaft, fuer redundante Systeme Geld auszugeben, der
Anteil an AuS hoeher. Oder irre ich hier?

Sagen wir so: die Hochachtung vor dem Strom ist bei kleineren
Elektrofirmen kleiner und die Bereitschaft der Monteure
selbst, ohne Schutzausrüstung und ohne entsprechende Schulung
in den Schrank zu greifen, ist grösser.

Übrigens sind E.ON, RWE & Co. nicht auch privat?

Ja.
Unglückliche Wortwahl. Ich meinte all jene Firmen, die nicht zur allgemeinen Versorgung beitragen, sondern lediglich ein kleines Netz zur Eigenversorgung betreiben.

Die Bereitschaft, Geld auszugeben, hängt direkt mit dem Besitz
desselben zusammen. Angesichts der aktuellen Hysterie und
allgemeinen Dummschwätzerei (besonders von der Seite des
Bundes der Energieignoranten und
Verbraucherverdummungszentrallen) wird die Bereitschaft, Geld
in nicht unbedingt notwendige Maßnahmen auszugeben sicherlich
nicht steigen.

Die Anlagen von liquiden Firmen, die auf die 100 %
Verfügbarkeit ihrer Anlagen dringendst angewiesen sind, sind
sicherlich besser im Schuß, als Anlagen kleiner
Hinterhofklitschen. In der Regel zumindest. Was aber Redundanz
(in Form von mehrfachen Verbindungswegen) angeht, so hört sie
spätestens an der Übergabestation auf.

Richtig bei Klein-Firmen.
Ich kenn in dieser Richtung halt das Stadtnetz in Erlangen: hier hat die Stadt 3 unabhängige 110kV-Einspeisungen, geht damit auf mehrere 20kV-Ringe und von dort aus in das vermaschte 400V-Netz.
Siemens und auch die Uni besitzen zusätzlich eigene 20kV-Netze, Einspeisung jeweils aus mindestens 2 verschiedenen Ringen. Hier ist in meinen Augen also schon Redundanz da. Und doch wird auch hier über AuS (oder nicht) diskutiert …

Gruß & Dank
peherr