ich lese derzeit mehrere Bücher aus der Zeit der 1950er und 1960er. Dort werden öfter die Begriffe Arbeiter und Angesteller, und Lohn und Gehalt gegebübet gestellt, auch rückblickend. Also zum Beispiel (ausgedacht): Man könne nun froh sein, eine Beschäftigung als Angestellter gefunden zu haben und Gehalt zu beziehen, als früher vor dem Krieg sich als Arbeiter mit Lohn durchzuschlagen.
Für mich sind Arbeiter und Angestellter, und Lohn und Gehalt für mich synonym. Dies scheint aber nicht immer so gewesen zu sein, wo lagen dort historisch die Unterschiede? besonders in Hinblick auf Romane, die in den 1950ern und 1960ern spielen und auf die Verhältnisse in den 40ern und 30ern zurück blicken.
das Gehalt ist eine feste Summe, die man erhält als Gegenleistung für seine Arbeit als Angestellter erhält.
Bei Arbeitern lässt sich die Leistung leichter ermitteln, zum Beispiel anhand produzierter Stück während der Anwesenheit. Und so kann dann der Lohn der Arbeiter anhand einer numerischen Leistung ermittelt werden.
Vereinfacht ausgedrückt waren Arbeiter und Arbeiterinnen früher Arbeitnehmer/innen, die körperlich gearbeitet haben und Angestellte mehr geistig - wie geschrieben - stark vereinfacht. Gesellschaftlich war man einfach eine Stufe höher, wenn man Angestellte(r) war und noch höher, wenn man es zum Beamten/in geschafft hatte. Im Laufe der Jahrzehnte (so ab 1950) begannen sich die Grenzen zwischen Arbeiter und Angestellten zu verschieben und zu verwischen. Seit 1990 beispielsweise gab es in der Sozialversicherung keine Unterschiede mehr zwischen Arbeitern und Angestellten und so konnten dort nun auch die “Arbeiter/innen” z.B. Mitglied einer Ersatzkrankenkasse werden, was vorher nicht möglich war. Heutzutage wird zwar ab und zu immer noch der Begriff Arbeiter/in genannten und auch geschrieben, aber in der Form gibt es nur Arbeitnehmer und natürlich in der heutigen Zeit auch Arbeitnehmerinnen