Arbeitgeberdarlehen bei Bank angeben?

Hallo,

wir haben nach langer Suche endlich ein Haus gefunden und sind uns mit dem Verkäufer inzwischen auch über den Preis einig. Nun müssen noch die Verhandlungen mit den Banken geführt werden. Mein Arbeitgeber hat mir ein Darlehen in Höhe von 20% des Finanzierungsbedarfs zugesichert.

Muß ich das bei der Bank angeben, daß ich von meinem Arbeitgeber ein Darlehen bekomme oder kann ich das als „Eigenkapital“ deklarieren? Der Vorteil bei meinem Arbeitgeber ist halt, daß er mir bei der Tilgung nicht so einen Streß macht und auch mal den einen oder anderen Monat ohne Tilgung auskommen kann.

Vielen Dank für eure Hilfe!

Gruß,
Daniel

Hallo Daniel,

Der Vorteil bei meinem Arbeitgeber
ist halt, daß er mir bei der Tilgung nicht so einen Streß
macht und auch mal den einen oder anderen Monat ohne Tilgung
auskommen kann.

Also ich wäre da höchst vorsichtig!!!
Was passiert, wenn du - aus welchen Gründen auch immer - den Job wechselst oder verlierst?

Selbst wenn nicht, ich würde das ganze mit meinem Bänker ganz offen durchsprechen. Nur wenn die Finanzierung einer Immobilie auf stabilen Beinen steht wirst du damit glücklich.

Solltest du das AG-Darlehen als EK angeben, so steht die Finanzierung auf komplett falscher Grundlage! Du bekommst von deinem AG monatlich X Euro - theoretisch! Diese x Euro Einkommen wird von der Bank als Grundlage herangezogen. Dabei sind das praktisch garkeine x Euro, da du ja davon schon einen Teil abziehen musst die du für die Tilgung des AG-Darlehens brauchst!

Das wird ins Auge gehen!!!

Grüße von
Tinchen

Hallo,

das ist Selbstbetrug und weniger ein Problem mit der Bank. Denke daran, dass die Bank die monatlichen Raten und damit auch die mögliche Tilgung immer anhand deines frei verfügbaren Nettoeinkommens bemessen wird. Hast Du jetzt parallel das AG-Darlehen laufen, vermindert sich aber dein freies Nettoeinkommen um die Raten dieses AG-Darlehens. D.h. gibst Du dieses bei der Bank nicht an, kann die Bank nicht zu einer seriösen Berechnung der dir zumutbaren Tilgungsleistung kommen. Der Kredit steht also von Anfang an unter einem schlechten Stern, weil Du dich mit der Rückzahlung übernehmen musst.

Dabei ist es eine Binsenweißheit, dass gerade in den ersten Jahren nach einem Erwerb mit vielen zusätzlichen Ausgaben zu rechnen ist. Seriöse Finanzierer werden daher z.B. auch die Eigenheimzulage immer aus ihren Berechnungen heraus lassen, um dem Erwerber genau für diese Fälle die nötige „Luft“ zu lassen, damit nicht gleich die erste kleinere Katastrophe die ganze Finanzierung platzen lässt.

Daher gilt, so schwer es auch fallen mag, immer noch das gute alte Rezept: Zuerst Eigenkapital ansparen, dann eine Immobilie suchen. Erst wenn man durch die Ansparphase sich selbst bewiesen hat, dass man monatlich in der Lage ist zur Miete zusätzlich noch Geld beiseite zu legen, sollte man sich an die Finanzierung des Restbetrages machen.

Gruß vom Wiz

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Hallo,

wie in den anderen postings bereits ausgeführt, muss die finanzierende Bank natürlich von dem Arbeitgeberdarlehen wissen (insbesondere wegen der zu zahlenden Raten).

Weiterhin will der Arbeitgeber wahrscheinlich Sicherheiten (Grundschuld). Wenn er damit einverstanden ist, dass diese GS im Rang nach der Bank eingetragen ist (und er damit das ganze Risiko trägt), wird die Bank dieses Darlehen auch als Eigenkapitalersatz akzeptieren.