Hallo,
es gibt eine ganze Reihe an Vorgesetztensprüche und Arbeitgebersprüche die wohl dazu dienen dem Arbeitnehmer seine Rechte zu nehmen.
Ein Beispiel soll das z. B. verdeutlichen:
Ein Arbeitnehmer soll im Juli/ August über zwei Monate zwei Kollegen vertreten. Der Arbeitnehmer fühlt sich überfordert, weil sein Chef ihm in der Zeit auch noch eine Menge seiner Arbeit aufbrummt. Dies spricht er an. Der Vorgesetzte meint nur er bräuchte aber unbedingt die Ergebnisse bis Ende August. Die Arbeit der Kollegen soll aber auch mitgemacht werden, da es sich um das Tagesgeschäft handelt und am Tag abgewickelt werden muss. Diese Überforderungsanzeige ignoriert der Chef. Bei einer Besprechung nach Ende August, der Arbeitnehmer hat nicht alles geschafft, meinte der Chef „Man muss halt mehr Selbstdisziplin an den Tag legen und pausenloser arbeiten“. Der Arbeitnehmer verdient nicht mal 1600 € Netto im Monat, und sieht andere Mitarbeiter mehrmals am Tag rauchen gehen, und versteht die Welt nicht mehr.Es kommen dann auch so Sprüche wie " Seien sie doch flexibel" oder " Andere machen das doch auch". Was kann man gegen solche Sprüche machen? Sind sie rechtlich gesehen Fragwürdig, könnte man rechtlich dagegen vorgehen wenn man Zeugen hat? Ist eine absichtliche Überforderung im Vertretungsfall nicht auch eine Art Mobbing? Verletzt der Chef nicht seine Fürsorgepflicht? Muss der Chef dem Arbeitnehmer nicht auch vor Überforderung schützen, aus Arbeitsschutzrechtlicher Sicht?
Gruß
harwin