Arbeitnehmer feiert krank / Abfindung

Mal angenommen, ein Arbeitnehmer mit dem fiktiven Namen Max Mustermann, tut sich systematisch (immer nach dem Urlaub) krank melden. Die Kollegen von Herrn Mustermann haben sehr darunter zu leiden, muessen nun teilweise die doppelte Arbeit verrichten und der Chef muss sich mitunter im regulären Schichtbetrieb engagieren und kann sich nicht um seine Tagesgeschäfte kümmern. Herr Mustermann geht immer zu ein und den selben Arzt, um eine Krankmeldung zu bekommen. (Offensichtlich hat Herr Mustermann ein enges Verhältnis zu diesem Arzt). Die Tatsache, dass die Krankmeldungen systematisch erfolgen (immer nach dem Urlaub) nährt den konkreten Verdacht, dass Herr Mustermann die Krankheit vortäuscht.

Die Kollegen vermuten, dass Herr Mustermann versucht die Firma dazu zu provozieren, ein Abfindungsangebot zu machen. (Auch wenn dies für die Erläuterung des Sachverhalts irrelevant ist: Herr Mustermann erwähnte, dass er eine Rechtschutzversicherung im Teilgebiet Arbeitsrecht abgeschlossen hatte)

Die Kollegen zeigen (wenn auch meist nur vorgetäuscht) Verständnis gegenüber Herrn Mustermann, damit Herr Mustermann sich nicht gemobbt fühlt und das Arbeitsklima nicht beeinträchtigt wird.
Wie sollte sich die Firma (oder der Chef) verhalten?
Dem Chef wurde zu unkonventionellen Methoden wie „schick ihm ein Detektiv auf den Hals…“ angeraten - diese Methoden sind dem Chef zu aufwendig und zu komplikativ.

Welche „einfachen“ und „praktischen“ Tips kann man dem Chef geben, mit diesem Problem umzugehen - Herrn Mustermann zu einem Kurswechsel zu bewegen? Welche Rechte hat die Firma eigentlich? - gibt es Gesetze, die sich aktiv gegen solch erläuterte Missbrauche richten?

Hallo,
das geht ganz einfach.
Der Chef von Herr Mustermann wendet sich an die Krankenkasse von Herrn Mustermann und zweifelt in dem schreiben die Erkrankung an. Herr Mustermann wird darauf von der Krankenkasse zum Medizienischem Dienst zur Weiteruntersuchung geschickt.
Dort muss Mustermann vorstellig werden und die Diagnose vom befreundeten Arzt wird überprüft.

Wenn der Mustermann hinterher Schwirigkeiten machen sollte, ihm einfach sagen das es auffällig ist das der Mustermann immer nach dem Urlaub Krank ist. Am besten sollten sich alle Mitarbeiter hinter den Chef stellen damit Mustermann merkt das es alle Kollegen nervt.

Wenn dies nocheinmal vorkommen sollte ihn noch einmal zum MDK ( Med-Dienst-der-Krankenk)schicken. Nach dem ersten mal wird der befreundete Arzt es sich noch einmal überlegen ihn einfach so krank zu schreiben und nach dem 2 mal wird ihm das zu heiß.
Gruß Sunny

Hallo Peter und Sunny,

meine Erfahrungen mit ähnlichen Fällen wie dem fiktiven sind die,
dass es den medizinischen Dienst nicht interessiert (vielleicht hätte man diesen über die Krankenkasse schriftlich informieren sollen)

und daß eine Krähe, der anderen kein Auge aushackt (Ärzte untereinander)

und daß der Prozeß derart langwierig ist, daß so eine „Krankheit“ bis zur Untersuchung schon wieder „kuriert“ ist und somit die Beweise für das Blaumachen fehlen.

Mein ehemaliger Chef stand mal während einer Krankheit unangemeldet mit Blumenstrauss vor der Tür. Peinlich aber wirklich lieb von ihm gemeint.
Hätte ich blaugemacht, was ich noch nie getan habe, …sowas kann ins Auge gehen :wink:

VG
Mela

Von wie vielen Krankheitstagen pro Jahr reden wir denn?

Hallo,
leider ist es so, wer sich auskennt im System, dem ist nicht beizukommen. Da kann nur der „Kollege“ Zufall helfen.
Ich könnte nun aus meiner Praxis heraus beschreiben wie so etwas abläuft aber das würde zu weit führen, schliesslich soll hier keine Anleitung zum „krankfeiern“ veröffentlicht werden.
Meine Vorschreiberin hat aber schon viel Zutreffendes geschrieben dazu.
Gruss
Czauderna

Hallo,

ich kenne die Problematik MDK vom Hausarzt meiner Freundin und den interessiert es einen feuchten … was der MDK sagt. Wenn er der Meinung ist ,jemand sei krank, dann hält er ihn für krank und fertig.

Ich denke hier liegt die Lösung:

Wenn der Mustermann hinterher Schwirigkeiten machen sollte, ihm :einfach sagen das es auffällig ist das der Mustermann immer nach dem :Urlaub Krank ist. Am besten sollten sich alle Mitarbeiter hinter den :Chef stellen damit Mustermann merkt das es alle Kollegen nervt.

Ein offenes Gespräch unter Kollegen soll auch schon geholfen haben.

Die Kollegen trauen sich nicht die Wahrheit zu sagen? Wo arbeitet derjenige? Auf dem Ponyhof?

Grüße
Didi

Welche Rechte hat die Firma
eigentlich? - gibt es Gesetze, die sich aktiv gegen solch
erläuterte Missbrauche richten?

Kranksein schützt ja vor Kündigung nicht- im Gegenteil. Bei einer negativen Gesundheitsprognose aufgrund häufiger Kurzerkrankungen sollte der AG die Möglichkeit einer krankheitsbedingten Kündigung überdenken.

Viele Grüße
rosarot-2010

ungefähr 3 Wochen

ungefähr 3 Wochen

http://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Hand…