Arbeitnehmer rechte

Liebe/-r Experte/-in,
es geht in meiner Frage an Sie um meinen Freund. Dieser ist seit 6 Jahren in einer Firma mit Schichtdienst tätig und erkrankte vor 2 Jahren an Panikattacken. Er hat nun vom Arzt attestiert bekommen das er auf unbestimmte Zeit keine Nachtschicht mehr verrichten dürfe. Da dies im 3 Schichtsystem eher ungünstig ist und sehr viel Aufwand für die Firma bedeuten würde (Falls sie dem überhaupt gewillt sind zuzustimmen) lautet meine Frage nun : Kann der Arbeitgeber einen Angestellten aufgrund einer Krankheit einfach entlassen wenn diese wie in dem Fall die normale Arbeitsgegebenheit einschränkt?? oder ist die Firma verpflichtet ihn auf die Tagsschicht zu verlegen oder nach anderen Wegen zu suchen?? Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen da uns diese Frage sehr auf der Seele liegt. Ich bedanke mich im Voraus für eine Antwort von Ihnen!

Liebe Grüße,

Katharina

Hallo Katharina,
deine Frage ist nicht so leicht zu beantworten.
Was sagt denn die Firma zu dem Attest,haben sie es anerkannt??? Wenn ja müßten sie eigentlich zustimmen und die Nachtschicht ausfallen lassen.
Da ich mit psychisch Kranken arbeite würde mich auch interessieren, warum die Panikattacken nur bei der Nachtschicht auftreten und in welchem Arbeitsbereich dein Freund tätig ist. Ich würde mich freuen, wenn du mir noch etwas ausführlicher den Fall beschreiben würdest, da es in dieser Richtung viele Urteile von Arbeitsgerichten gibt.
Viele Grüße
Melanie

Hallo,
also durch die starken Medikamente geht es hauptsächlich um die Nachtschicht. Mein Freund muss nämlich vor dem Schlafen gehen die Tabletten nehmen was ja im Normalfall Abends ist. Bei der Nachtschicht müsste er sie dann jedoch morgens nehmen da er ja dann erst schlafen kann,diese Umstände haben seinen Körper jedoch durcheinander gebracht. Somit bekommt er starke Nebenwirkunen der Tabletten weil sie sich laut Arzt so nicht richtig einspielen könnten. Er ist in einer Kunstoffspritzerei tätig als Maschineneinrichter im 3 Schichtsystem. Danke für die schnelle Bearbeitung freut uns sehr!

Liebe Grüße,

Katharina

Hallo Katharina,
es tut mir leid,das ich dir jetzt erst antworte aber ich war beruflich einige Tage unterwegs.
Ich habe recherchiert und es gibt keinen eindeutigen Fall in dieser Richtung. Je nach Größe des Betriebs gibt es verschiedene Urteile.Die meisten Fälle sind positiv ausgegangen.Das heißt ein Schichtwechsel war möglich.
Ich würde aber auf jeden Fall raten ein Gespräch mit dem Betriebsrat bei der Geschäftsführung zu suchen, das ist in jedem Fall für den Arbeitnehmer besser. Falls dein Freund Psychopharmaca einnimmt, würde ich auf jeden Fall auch noch mal mit dem Arzt sprechen, die Nebenwirkungen sind ja wirklich heftig und vielleicht ist es ja auch gefährlich, an Maschinen zu arbeiten.
Ich hoffe, ich konnte dir etwas weiter helfen.
Viele Grüße
Melanie