Arbeitsagentur und Bewerbungsgespäch im Ausland

Hilfe!

Ich habe vielleicht ein Bewerbungsgespräch im Ausland. Nicht in der EU.

Wie sieht es mit der Arbeitsagentur aus?
Kann man einfach mal hinfahren? Muss man sich abmelden oder beurlauben lassen? Oder gibt es Möglichkeiten sich Kosten erstatten zu lassen.

Es geht ja darum, schnell aus den Leistungen der Arbeitsagentur wieder heraus zu kommen.

Danke!
Sonja

DP -> Arbeits- und Sozialamt
ED

Hallo Sonja,

ich antworte jetzt einfach mal hier im Brett *zumModschiel*, denn Doppelpostings sind ja hier nicht gerne gesehen.

Ich habe vielleicht ein Bewerbungsgespräch im Ausland. Nicht
in der EU.

In der Schweiz? Oder wo? „Nicht-EU“ ist gross. Und ich für meinen Teil glaube nicht, dass das einen grösseren Unterschied machen wird, aber gut.

Um an seine Reisekosten zu kommen gibt es generell die folgenden Möglichkeiten (in absteigender Bevorzugung)

  1. Die Firma wo Du Dich vorstellst, zahlt alles, inkl. eventuell notwendigem Hotel. Mitdenkende Personaler teilen einem das aber rechtzeitig (z.B. dann wenn Ihr den Termin ausmacht) mit. Alternativ schreiben sie in die Einladung gleich rein „mir zahled nix“
    Es ist jedoch bei ausländischen Arbeitgebern nicht soo üblich wie in D, diese Kosten zu übernehmen. Notfalls dumm stellen und anrufen, „ich weiss nicht, wie das in Dingsland mit den Reisekosten gehandhabt wird und wollte mal fragen…“. Das solltest Du jedoch rechtzeitig vor Antritt der Reise klären. Im Vorstellungsgespräch selber (oder wenn dann die Absage kommt) nach der Kostenerstattung zu fragen ist oberdoof.

  2. Das freundliche Arbeitsamt. Die können Dir Reisekosten (eventuell anteilig) erstatten. Das aber nur, wenn Du den Jungs rechtzeitig vorher Bescheid sagst. Sprich, Du druckst Dir aus, was eine zweite-Klasse-Fahrkarte nach Wunschlingen kostet, alternativ vielleicht noch einen Billigflug (wie gesagt, „Nicht-EU“ ist gross *fg*) und eventuell - so wirklich nicht anders zu machen - noch ein preiswertes Hotel. Und dann füllst Du den passenden Antrag aus.
    Achja, möglicherweise wollen die Jungs auch von der Firma was schriftliches, dass die die Kosten nicht übernehmen.

  3. selber zahlen. Der Vorteil ist, dass Du da nix mit „rechtzeitig vorher“ machen musst. Der Nachteil ist wohl klar, oder? Aber vielleicht kannst Du ja über ne Mitfahrzentrale günstig anreisen und eventuell bei Freunden übernachten?

*wink* und viel Erfolg

Petzi

Hallo Sonja,
meine Erfahrung ist, dass nur innerhalb von Dt. nach vorhergehender Anmeldung vom AA übernommen wird. Eventuell könntest Du wenigstens die Kosten bis zur Staatsgrenze raushandeln. Das wird im Gespräch mit Deinem Sachbearbeiter sicher geklärt.

Ich habe mich nie für ein Bewerbungsgespräch beurlauben lassen. In der Regel dauert das ja nun auch nicht gerade mehr als zwei Tage. Wenn Du Dich nun sagen wir mal im hinterletzten Kaff von Tasmanien bewirbst, würde ich wohl besser Urlaub einreichen.

PP

Hallo,

meine Erfahrung ist negativ.

Selbst für DK wurden mir keine Reisekosten erstetzt auch nicht bis zur Grenze!

Aussage: Sie sollen in Deutschland ihre Steuern und Abgaben erwirtschaften und zahlen (sinngemmäß).

Auch für eine Bewerbung in Irland wurde mir nichts ersetzt, hier hat allerdings die Fa. die Kosten übernommen, da es ganz kurzfristig war, sogar Buisnessclass.

Weiterhin unterliegen diese Kosten, wie auch die Bewerbungskosten, nur einer „kann-Bestimmung“, es besteht kein Anspruch auf diese Leistungen.

Wie allerdings ein Arbeitsloser, der sich bundesweit bewirbt evtl. alle Reisekosten und Übernachtungen bezahlen soll, kann ich leider nicht verraten.

Trotzdem: nerv den Sachbearbeiter und frag nach!

Viel Erfolg

Volker