Arbeitsamt

Hallo,
ich brauch kompetenten Rat, da völlig ahnungslos, habe ich das Gefühl, mit mir wird z.Z. gemacht, was sie wollen…
Könnte etwas verwirrend werden:
Ich hatte gekündigt u. im letzten Moment konnte ich mich mit
meinem Arbeitgeben dahingehend einigen, daß er mir kündigt,
dass ich die Sperrzeit vom Arbeitsamt nicht bekomme, bin
alleinerziehende Mutter 2 Kinder, eins davon in Ausbildung (auch
übers Arbeitsamt)
Da ich noch nie arbeitslos war, hatte ich natürl. schon einen neuen Job in Aussicht, aber durch die Kü.-Frist von 6 Mo. konnte ich den natürl. nicht annehmen. Nun hab ich bereits im August
meine Anträge auf Arb.-Losengeld gemeldet. Kündigungstermin war
30. 9. Inzwischen war ich 3 x auf dem Arbeitsamt, jedesmal bewaffnet mit einem neuen Antrag. Mußte jetzt eine Stellungnahme
zur Kündigung abliefern, mit der Auskunft, da ich aus den und
den Gründen gekündigt wurde, könne mir trotzdem eine Sperrzeit
errichtet werden. Vorher hatte ich gefragt, ob die Geldzahlung
dann reibungslos übergeht. Antwort ja, sie haben zeitig genug eingereicht. Jetzt: nein wir zahlen grundsätzlich rückwirkend.
Das bedeutet aber nun für mich (all meine Rechnungen gehen per
15. jeden Monats vom Bankkonto ab) dass ich schon diesen Monat (Oktober) keinen Pfennig Geld bekomme. Die Kindergeldkasse, bekam den staatl. Unterhalt bisher vom Arbeitgeber, braucht nach eigner Auskunft gar 8-10 Wochen zur Bearbeitung (zahlen dann wohl erst im Dez.)
Auf meine Frage, wovon ich meine 1000.-DM Miete, Strom usw. bis
zur Leistungszahlung vom Arbeitsamt bezahlen soll, ich hab keine
großen Reserven, verdiene schl. alleine, Schulterzucken und der Verweis zum SOZIALAMT. Ist das so rechtens??? Ich hab 22 Jahre gearbeitet, bin seit genau 9 Tagen arbeitslos und soll zum
Sozialamt???
Und was genau soll das Sozialamt denn machen???
Sorry der Text ist frustig und lang, aber ich bekomme langsam
Existenzangst…
Wenn mich dazu jemand aufklären kann, wäre ich sehr dankbar.
Herzl. Grüße

hd

…ich sags ja völlig wirr: natürl. hatte ich den neuen Job nicht in Aussicht, weil ich noch nie arbeitslos war
Der Job hätte im Juni beginnen können…aber …da ich dann
die Kündigungsfrist doch im Hinblick einer längeren Therapie mit meiner Tochter annahm, da ich einfach zu viele Termine mit ihr
habe, u. dachte, dass ich dann ruhig mal 1 - 2 Monate aussetzen könne - immer im Hinterkopf, daß das Arbeitslosengeld anstandslos gezahlt wird natürlich - und das wurde mir versichert

Tschuldigung

Hallo H.D.
Sieh mal in Deinen E-Mail Eingang.
Gruß
Dirk M.

Hallo, D.

Wichtig ist vor allem erstmal, daß Du einen kühlen Kopf bewahrst.

Ich hatte gekündigt u. im letzten Moment konnte ich mich mit
meinem Arbeitgeben dahingehend einigen, daß er mir kündigt,
dass ich die Sperrzeit vom Arbeitsamt nicht bekomme,

Mit Welcher Begründung wurde denn die Kündigung ausgesprochen? Das ist nämlich sehr wichtig für´s Arbeitsamt (AA), wenn sie über eine evtl. Sperrfrist entscheiden.

Wenn Dir aus Gründen, die in Deinem Verhalten begründet sind, gekündigt wurde, wirst Du trotzdem eine Sperrzeit bekommen.

In der Regel 12 Wochen. Allerdings wird diese Zeit in Fällen besonderer Härte auf sechs Wochen verkürzt. Dies dürfte in Deinem Fall so sein. Also solltest Du nach Erhalt des entsprechenden Bescheids sofort Widerspruch einlegen, Deine Situation detailliert darlegen und auf Härtefall verweisen.

Mußte jetzt eine Stellungnahme
zur Kündigung abliefern, mit der Auskunft, da ich aus den und
den Gründen gekündigt wurde, könne mir trotzdem eine Sperrzeit
errichtet werden.

Wie ich schon sagte, das ist völlig normal. Eine Sperrfrist hängt im wesentlichen von den Gründen für die Kündigung ab.

Vorher hatte ich gefragt, ob die Geldzahlung
dann reibungslos übergeht. Antwort ja, sie haben zeitig genug
eingereicht. Jetzt: nein wir zahlen grundsätzlich rückwirkend.
Das bedeutet aber nun für mich (all meine Rechnungen gehen per
15. jeden Monats vom Bankkonto ab) dass ich schon diesen Monat
(Oktober) keinen Pfennig Geld bekomme.

Das Arbeitsamt zahlt tatsächlich immer Rückwirkend. Das bedeutet, Ende Oktober für den Monat Oktober. Jede andere Auskunft ist falsch gewesen.

Die Kindergeldkasse,
bekam den staatl. Unterhalt bisher vom Arbeitgeber, braucht
nach eigner Auskunft gar 8-10 Wochen zur Bearbeitung (zahlen
dann wohl erst im Dez.)

Hier würde ich nochmal nachsetzen. Das erscheint mir eindeutig zu lange. Spricht allerdings für die traurige Realität der Behördengeschwindigkeit.

Auf meine Frage, wovon ich meine 1000.-DM Miete, Strom usw.
bis
zur Leistungszahlung vom Arbeitsamt bezahlen soll, ich hab
keine
großen Reserven, verdiene schl. alleine, Schulterzucken und
der Verweis zum SOZIALAMT. Ist das so rechtens??? Ich hab 22
Jahre gearbeitet, bin seit genau 9 Tagen arbeitslos und soll
zum
Sozialamt???

Leider ist das völlig rechtens. Ich kann Deine Situation ganz gut verstehen.

Und was genau soll das Sozialamt denn machen???

Ganz einfach: Das Sozialamt wird Dir einen Vorschuß auf das zu erwartende Arbeitslosengeld zahlen. Und sie werden Dir zunächst auch als Vorschuß das Geld für Deine Miete zur Verfügung stellen. Dazu werden sie Dich vom Soz.Amt mit einem Formular zum AA schicken. Die bestätigen Dir dann die Bearbeitung, Du trittst dann Deine Ansprüche ans Soz.Amt ab. Wenn dann das AA aus dem Schlaf erwacht und Deine Sachen fertig bearbeitet, dann zahlen sie den Dir gewährten Vorschuß ans Soz.Amt direkt zurück und Du kriegst nur noch was über bleibt.

Sorry der Text ist frustig und lang, aber ich bekomme langsam
Existenzangst…

Existenzangst brauchst Du nicht zu haben. Verhungern wirst Du nicht. Schon gar nicht mit Kind. Da ist dann das Soz.Amt etwas großzügiger. Du solltest keine Angst vorm Soz.Amt haben. In D wird der Gang zum Soz.Amt irgendwie immer als etwas peinliches oder negatives gesehen. Das ist IMHO völlig verkehrt. Du hast einen rechtlich gesicherten Grundanspruch auf Soziale Unterstützung, wenn Du Deinen Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten kannst. Daran ist nichts negatives zu sehen.

Wenn mich dazu jemand aufklären kann, wäre ich sehr dankbar.

Ich hab´s probiert. Wenn Du noch irgendwelche Fragen hast, melde Dich einfach bei mir. Von mir aus auch gern per Mail. Ich glaub, mit dem Thema kenn ich mich ganz gut aus.

Nette Grüße und

So long.

Der Dicke MD.

PS: Du solltest ggü. AA oder Soz.Amt niemals erwähnen, das Du mal ein bis zwei Monate aussetzen wolltest. Dann bekommst Du definitiv ´ne Sperrzeit wegen Verweigerung der Arbeitsleistung.

Moien!

Noch ne kleine Ergänzung zum Dicken ;o)

Zum sozialamt mal zu müßen ist was völlig normales, denn wenn du einen Versicherungsschaden hast, bekommst du ja auch kein schlechtes Gewissen den Schaden zu melden und du hast schließlich über Jahre die Sozialbeiträge vom Lohn abgenommen bekommen…

Was die Behandlung angeht kann man sich auch net beschweren, denn die sind dort froh, wenn sie mal zur Abwechslung „normale“ Leute zu sehen bekommen ;o)

Bernd

Es

…war/bin wirkl. etwas panisch, aber doch zuversichtlich, zumal
ich mit so vielen Sachen nicht gerechnet hab. Aber es ist schon so, dass man echt seltsame Gefühle auf diesen Ämtern entwickelt,
so, als täten die Mitarbeiter einem einen persönl. Gefallen.
Hoffentl. ist´s bald ausgestanden und bei weiteren Fragen,
meld ich mich via Mail.
Auf…
LG
hd

Hallo,

ich brauch kompetenten Rat, da völlig ahnungslos, habe ich das
Gefühl, mit mir wird z.Z. gemacht, was sie wollen…
Könnte etwas verwirrend werden:
Ich hatte gekündigt u. im letzten Moment konnte ich mich mit
meinem Arbeitgeben dahingehend einigen, daß er mir kündigt,
dass ich die Sperrzeit vom Arbeitsamt nicht bekomme, bin
alleinerziehende Mutter 2 Kinder, eins davon in Ausbildung
(auch
übers Arbeitsamt)
Da ich noch nie arbeitslos war, hatte ich natürl. schon einen
neuen Job in Aussicht, aber durch die Kü.-Frist von 6 Mo.
konnte ich den natürl. nicht annehmen. Nun hab ich bereits im
August
meine Anträge auf Arb.-Losengeld gemeldet. Kündigungstermin
war
30. 9. Inzwischen war ich 3 x auf dem Arbeitsamt, jedesmal
bewaffnet mit einem neuen Antrag. Mußte jetzt eine
Stellungnahme
zur Kündigung abliefern, mit der Auskunft, da ich aus den und
den Gründen gekündigt wurde, könne mir trotzdem eine Sperrzeit
errichtet werden. Vorher hatte ich gefragt, ob die Geldzahlung
dann reibungslos übergeht. Antwort ja, sie haben zeitig genug
eingereicht. Jetzt: nein wir zahlen grundsätzlich rückwirkend.
Das bedeutet aber nun für mich (all meine Rechnungen gehen per
15. jeden Monats vom Bankkonto ab) dass ich schon diesen Monat
(Oktober) keinen Pfennig Geld bekomme. Die Kindergeldkasse,
bekam den staatl. Unterhalt bisher vom Arbeitgeber, braucht
nach eigner Auskunft gar 8-10 Wochen zur Bearbeitung (zahlen
dann wohl erst im Dez.)
Auf meine Frage, wovon ich meine 1000.-DM Miete, Strom usw.
bis
zur Leistungszahlung vom Arbeitsamt bezahlen soll, ich hab
keine
großen Reserven, verdiene schl. alleine, Schulterzucken und
der Verweis zum SOZIALAMT. Ist das so rechtens??? Ich hab 22
Jahre gearbeitet, bin seit genau 9 Tagen arbeitslos und soll
zum
Sozialamt???
Und was genau soll das Sozialamt denn machen???
Sorry der Text ist frustig und lang, aber ich bekomme langsam
Existenzangst…
Wenn mich dazu jemand aufklären kann, wäre ich sehr dankbar.
Herzl. Grüße

hd