Moin Katie,
doch noch da 
Klar doch 
hab schon gemeint du gibst auf LOL
Ach, woher denn? *lach*
Nur weil ich mal nicht gleich zurück schreibe, heisst das längst nicht, dass mir nix mehr einfällt oder so, und wenn ich mich zu nem’Thema nicht mehr weiter äußern werde, schreibe ich das meistens in der dann letzten Mail noch mit hinten dran, aber so schnell bin ich davon abgesehen eh nicht mundtot zu kriegen
) - anscheinend genauso wenig wie Du…
Das kam aber so rüber mit Beamtensäcke usw.
Also dass ich die meisten Beamten nicht sonderlich schätze, hat andere Ursachen als Sozialneid, das sind auch eher humanitäre Gründe, aber das wäre jetzt wirklich ein komplett anderes Thema und wenn ich das jetzt hier noch anfange,würde der MOD sicherlich auch langsam die Geduld mit uns verlieren 
Da geb ich dir recht aber es gibt halt auch die endere seite
der ALG empfänger.
Es gibt immer zwei Seiten, immer!
Nur ein kleines Beispiel:
Mein Mann…
Ich weiß das dies natürlich nur ein paar herausgesuchte Fälle
sind aber sie sind auch irgendwie typisch.
Eben, liebe Katie, eben.
Natürlich gibt es immer auch schwarze Schafe, und sicherlich auch mehr als genug, das möchte ich auch überhaupt nicht unter den Tisch kehren, aber dennoch sind bei weitem nicht alle Arbeitslose so oder ähnlich, und ich hasse Verallgemeinerungen grundsätzlich, so oder so.
Es wäre einfach vermessen, alle Gruppierungen immer pauschal entsprechend Klischee über einen Kamm zu scheren, nicht wahr?
Was Du beschreibst, finde ich sehr gut, da engagiert Ihr Euch ja richtig. Prima. Darf ich mal fragen, in welcher Richtung Ihr ausbildet/umschult und unter welchen Voraussetzungen (gern auch PM), rein interessehalber?
Trotzdem möchte ich zu Deinem Fallbeispiel noch etwas hinzufügen:
Du schreibst, ca. 25% sind hier sozusagen die „schwarzen Schafe“?
Gut, das ist natürlich nicht schön, aber auch hier muss man wieder den Einzelnen sehen und vor allem dessen Motivation, wieso er diese Maßnahme mitmacht. Denn leider -und da haben wir wieder so einen überaus dreisten Punkt in unserem gesetzlichen System- ist es ja so, dass Arbeitslose oftmals vom Amt gezwungen werden, an solchen Maßnahmen teilzunehmen, weil man ihnen sonst schlichtweg die Bezüge streicht und diese Menschen sich dann die Kugel geben müssten.
Natürlich werden die Verfechter der „alles-arbeitsfaule-Säcke-Theorie“ sofort sagen, was bilden die sich denn ein, die sollen gefälligst froh sein, wenn sie überhaupt Arbeit bekommen und was sie dann machen, muss denen doch scheissegal sein --> und genau so sehe ich das eben nicht!!!
Mit welchem Recht wird einem Menschen aufgrund von Geld und Arbeit ein Leben aufgezwungen, was er so überhaupt nicht haben möchte?
Nehmen wir mal als fiktives Beispiel an, ein Mann, 45 Jahre alt, studierter Betriebswirtschaftler, lange Zeit selbstständig gewesen, die Firma ging aufgrund langer Krankheit pleite, jetzt ist er ALG II Empfänger und muss nun eine Umschulung zum Bauhelfer machen. Dies steht in keinem Verhältnis zu dem Bildungsgrad des Mannes und entspricht weder seinen Fähigkeiten noch Interessen noch seinem Alter in irgend einer Form, mal ganz davon abgesehen, dass er nach Ende der Maßnahme aufgrund seines Alters höchstwahrscheinlich in dieser Tätigkeit auch bloß keine Anstellung fände --> er MUSS das aber machen, weil er sonst seine Bezüge verliert!!! (Und falls jetzt Leute denken, so ein Quatsch, so was gibt’s doch gar nicht, dann seid Ihr schwer im Irrtum, solche Fälle sind die Normalität!)
Kann man das also diesem Mann wirklich verdenken, wenn er diese Maßnahme erstens nicht ernst nimmt (Unpünktlichkeit, häufiges Fehlen) und zweitens sich danach auf mögliche Stellen gar nicht erst bewerben will, weil er genau weiss, dass er diese Arbeit so sehr hassen würde, dass sich ihm der Magen umdreht jeden Morgen?
Weisst Du, was ich meine? Klar, das ufert hier gerade in eine Grundsatzdiskussion aus, keine Frage, aber so was muss man sich doch alles auch mal mit überlegen, oder nicht?
In meiner Idealvorstellung einer „schönen heilen Welt“ (die es natürlich leider nicht gibt) sähe es so aus, dass Menschen gern arbeiten gehen, dass jeder das tun kann, wozu er sich berufen fühlt und das Arbeiten ein Bedürfnis ist, Selbstverwirklichung und nicht der Kampf um’s nackte Überleben, weisst Du, was ich sagen will?
Schönen Tag noch und bis bald,
Icequeen