Hallo,
ich hab mal wieder eine Behördenfrage.
Ich bin nun schon seit August arbeitslos, und hab seitens des Arbeitsamtes meiner geplanten Selbständigkeit eigentlich nur Fehlberatungen bekommen. Der Höhepunkt des ganzen war, dass mir von meinem Berater Ende Dezember empfohlen wurde, vor Abgabe meines Antrages auf Überbrückungsgeld schon einmal einen Gewerbeschein zu ergattern. Daraufhin hat dann die Leistungsabteilung im Februar beschlossen, ich sei ja nun selbständig und nicht mehr arbeitslos. Somit wurde kurzerhand jegliche Zahlung eingestellt. Seitdem versuche ich, denen klar zu machen, dass ich noch gar nicht selbständig bin und werde fast verrückt dabei. Meinen Gewerbeschein, den ich ja nur auf Anraten des Amtes hatte, musste ich wieder abmelden usw. Mal wird mir versprochen, ich kriege nun wieder Geld, dann muss ich noch wieder irgendwas ausfüllen. Jeden Tag kommen verschiedene Informationen.
Meine Bank hat seit März mein Konto gesperrt, Daueraufträge oder Einzugsermächtigungen können nicht ausgeführt werden usw. Dadurch entstehen mir Unkosten. Ich muss auch wieder einen neuen Gewerbeschein beantragen, wenn dann das Amt mir endlich Unterstützung für die Selbständigkeit gewährt.
Ich muss mir von Freunden Geld für Miete und andere lebensnotwendige Sachen leihen. In diese Situation bin ich nur geraten, weil ich den Informationen des Arbeitsamtes Glauben geschenkt habe. Ich bin mittlerweile ein wenig verärgert.
Nachdem mir vor Zeugen am Donnerstag, den 10. April zugesichert wurde, dass ich nunmehr wieder Arbeitslosengeld bekäme, hab ich am Freitag Post bekommen vom Arbeitsamt mit dem Inhalt, dass ich am 28. November eine mir zugesandte Nebenverdienstbescheinigung nicht ausgefüllt hätte. Dem Schreiben angeheftet war noch ein Brief an eine mir unbekannte Person, ebenfalls vom 10. April 2003, in dem diese beschuldigt wurde, in den letzten Monaten zu unrecht Arbeitslosengeld bezogen zu haben. Es ist wohl fast überflüssig zu erwähnen, dass ich kein Schreiben vom 28. November erhalten habe, in dem ich gebeten wurde, eine Nebenverdienstbescheinigung auszufüllen. Ebenfalls am 10. April ist dann der Arbeitslosengeldbescheid für die letzten Monate an mich geschickt wurden.
Eigentlich könnt ich mich ja jetzt freuen. Hat ja endlich mal was geklappt. Aber ich würd mich gern wehren gegen die Art und Weise der Behandlung. Mir sind erhebliche Unkosten entstanden. Ich hab eigentlich ständig Fehlinformationen erhalten. Dies Schreiben an die ganz andere Person verstößt in meinem Empfinden irgendwie gegen Datenschutzgesetze, indem es mir zugesandt wurde. Vielleicht bin ich ja ein wenig paranoid, aber ich hab das Gefühl, als wenn auf Seiten meines zuständigen Arbeitsamtes die Arbeitseinstellung eher so in Richtung „mit denen kann man es ja machen“ vorherrscht.
Darum würd ich gern wissen, ob ich zum einen die Unkosten einfordern kann, die mir zu unrecht entstanden sind, und wie ich zum anderen mit dem Schreiben verfahren soll, das ich aus Versehen bekommen habe. Ich hab einfach keine Lust mehr, noch ein Auge zuzudrücken und zu denken, dass da im Amt auch nur Menschen sind.
So, jetzt hab ich mir ein wenig Luft gemacht, hoffe aber trotzdem, dass ich ein paar hilfreiche Antworten bekomme.
Gruß
Heidrun