Arbeitsl.geld reicht nicht

Hallo,

angenommen, ein Alleinstehender ohne Kind in einer Mietswohnung zahlt 400 Euro Miete warm (ist noch „billig“, er wohnt am Rande einer Großstadt auf einem Kaff).

Angenommen, derjenige erhält 940 Euro Arbeitslosengeld.

Jetzt macht quasi die Miete schon fast die Hälfte des Arb.l.geldes aus.

Er hat monatliche Belastungen wie Versicherung, Telefon usw. schon auf das Minimum gekürzt. Auto ist uralt, nicht verkaufbar und notwendig, da auf seinem Kaff kein Bus fährt.

Wohngeld erhält er auf Antrag NICHT, da das Arb.l.geld zu hoch wäre.

Derjenige hat aber mit allen Kreditabzahlungen und monatl. Verpflichtungen von 968 Euro, „nimmt“ aber nur 940 Euro „ein“ - eine Schuldenspirale nach unten.

Was hätte jetzt derjenige für Möglichkeiten wo auch immer noch Zuschüsse zu erhalten?

Wie sieht es mit Sozialhilfe aus?
Die ist doch irgendwie jetzt an das Arbeitslosengeld II gekoppelt, oder?
Kriegt die dann jemand mit Arbeitslosengeld I - noch - nicht?

Wo ist jetzt praktisch mal salopp gesagt, noch „Geld zu holen“ :wink:) ???

Holger

Hallo!

Derjenige hat aber mit allen :Kreditabzahlungen und monatl.
Verpflichtungen von 968 Euro, :„nimmt“ aber nur 940 Euro :„ein“ - eine Schuldenspirale :nach unten.

Was hätte jetzt derjenige für :Möglichkeiten wo auch immer :noch Zuschüsse zu erhalten?

Vom Arbeitslosengeld bleiben nach Abzug der Miete 540 €. Das ist so vergleichsweise üppig für einen Alleinstehenden, daß es ganz sicher chancenlos ist, auf zusätzliche Unterstützung zu hoffen. Der Sozialhilfesatz liegt je nach Bundesland um 300 € + Miete. In Deinem Fall steht fast der doppelte Betrag zur Verfügung.

Abzahlung privater Kredite ist keine Aufgabe öffentlicher Kassen. Wenn das Geld nicht reicht, muß eben ein (Neben-)Job her oder Ausgaben reduziert werden. Ein Auto kann man abmelden und zum Einkaufen mit dem Fahrrad fahren. Geht alles und alles ist besser als in die Schulden zu laufen.

Gruß
Wolfgang

Hallo,

Derjenige hat aber mit allen Kreditabzahlungen …

Wie sehen die Kreditverträge aus? Wenn ich vom Haus absehe, steht in meinem Kreditvertrag eine Klausel, die mich von weiteren Zahlungen befreit, wenn ich Arbeitslos werde.

Gruß, Rainer

Hi
schon mal bei ner Schuldenberatung um einen Termin gebeten??

Gruß
HaWeThie

Hallo,

das sieht derb aus, denn irgendwann wird ja auch das Auto den Geist aufgeben.

Ausser dem Hinweis des Vorschreibers auf die Schuldnerberatung würde ich mich
mal (Google) schlau machen hinsichtlich des „Gesetzes über die
Pfändungsfreigrezen“. Da kannst Du nachlesen, wieviel man Dir pfänden darf bzw.
was Dir bleiben muss pro Monat. Nicht erschrecken, es ist bei Alleinstehenden
sehr wenig.

Bis zum dem Betrag, der sich nach diesem Gesetz ergibt, kann die Bank die
Kreditraten pfänden.

Ansonsten weiss ich auch nicht weiter.

Gruss

Andreas

Hallo.

Tja, so ist das nun mal: wer nicht arbeitet, der kann auch keine großen Sprünge machen. Das ist vom Gesetzgeber übrigens durchaus so gewollt, deswegen sind die Lohnersatzleistungen auch niedriger als das Arbeitseinkommen.

Wie wäre es mit arbeiten? Als Arbeitsloser darfst du ja in gewissen Grenzen einen Nebenjob annehmen, 15 Stunden pro Woche.

Morgens Zeitungen austragen oder Nachts an der Kasse der Tankstelle jobben, bei McDonalds Hamburger grillen, etc…

Zudem besteht natürlich noch die Möglichkeit, eine preiswertere Wohnung zu nehmen (weiter rausziehen), Versicherungen zu kündigen/ beitragsfrei zu stellen, aus Vereinen auszutreten (ADAC etc.), Zeitschjriftenabonemments zu kündigen, den Fernseher abzuschaffen (GEZ, Kabelgebühr), Internetflatrate zu kündigen etc…

Auch kannst du ja versuchen, deine werthaltigen Sachen zu verkaufen, ebay, Kleinanzeige, Trempelmarkt.

Wer will, der kann. Jammern jedenfalls hilft nichts.

Gruß

Bernd

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Tja, so ist das nun mal: wer nicht arbeitet, der kann auch
keine großen Sprünge machen.

hoert sich danach an als schiebst du ihm die Schuld fuer seine Arbeitslosigkeit zu. Doch du weisst ja gar nicht wie er in die Situation gekommen ist, ob vielleicht unverschuldet und ob er etwas unternimmt um wieder rauszukommen.

Wie wäre es mit arbeiten? Als Arbeitsloser darfst du ja in
gewissen Grenzen einen Nebenjob annehmen, 15 Stunden pro
Woche.

das ist allerdings ein guter Tipp.

Zudem besteht natürlich noch die Möglichkeit, eine
preiswertere Wohnung zu nehmen (weiter rausziehen),
Versicherungen zu kündigen/ beitragsfrei zu stellen, aus
Vereinen auszutreten (ADAC etc.), Zeitschjriftenabonemments zu
kündigen, den Fernseher abzuschaffen (GEZ, Kabelgebühr),
Internetflatrate zu kündigen etc…

das finde ich unerhoert. Soll er sich noch weiter isolieren? Wie soll er wieder eine Arbeit finden? Wer sagt, dass er eine Flatrate hat??
Internet ist fast schon unerlaesslich um up to date zu sein und wieder einen Job zu finden. Soll er auch noch Radio und Telefon abschaffen? Dann dauerts wirklich nicht mehr lang bis zur Sozialhilfe.

Wer will, der kann. Jammern jedenfalls hilft nichts.

wems gutgeht der hat leicht reden.

vg jima

Bernd

Hallo,

angenommen, ein Alleinstehender ohne Kind in einer
Mietswohnung zahlt 400 Euro Miete warm (ist noch „billig“, er
wohnt am Rande einer Großstadt auf einem Kaff).

Angenommen, derjenige erhält 940 Euro Arbeitslosengeld.

Jetzt macht quasi die Miete schon fast die Hälfte des
Arb.l.geldes aus.

Er hat monatliche Belastungen wie Versicherung, Telefon usw.
schon auf das Minimum gekürzt. Auto ist uralt, nicht
verkaufbar und notwendig, da auf seinem Kaff kein Bus fährt.

Wohngeld erhält er auf Antrag NICHT, da das Arb.l.geld zu hoch
wäre.

Derjenige hat aber mit allen Kreditabzahlungen und monatl.
Verpflichtungen von 968 Euro, „nimmt“ aber nur 940 Euro „ein“

  • eine Schuldenspirale nach unten.

Was hätte jetzt derjenige für Möglichkeiten wo auch immer noch
Zuschüsse zu erhalten?

Wie sieht es mit Sozialhilfe aus?
Die ist doch irgendwie jetzt an das Arbeitslosengeld II
gekoppelt, oder?
Kriegt die dann jemand mit Arbeitslosengeld I - noch - nicht?

Wo ist jetzt praktisch mal salopp gesagt, noch „Geld zu holen“
:wink:) ???

Holger

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Hallo jima

Zudem besteht natürlich noch die Möglichkeit, eine
preiswertere Wohnung zu nehmen (weiter rausziehen),
Versicherungen zu kündigen/ beitragsfrei zu stellen, aus
Vereinen auszutreten (ADAC etc.), Zeitschjriftenabonemments zu
kündigen, den Fernseher abzuschaffen (GEZ, Kabelgebühr),
Internetflatrate zu kündigen etc…

das finde ich unerhoert. Soll er sich noch weiter isolieren?
Wie soll er wieder eine Arbeit finden? Wer sagt, dass er eine
Flatrate hat??

Damit waren auch nur Möglichkeiten beschrieben, woran man
sparen kann, ob Du das unerhört findest ist Dein Problem.
Eine Freundin von mir (Sachbearbeiterin Sozialamt) wundert
sich immer wieder, was Antragsteller so alles am Hals haben,
Z.B. Premiere und Zeitschriften Abos, 3 Lebensversicherungen,
4 Hunde usw.
Logisch das man daran nicht sparen möchte. :smile:

Gruß Iwan