Hallo!
jetzt wird’s eventuell ein wenig kompliziert und unübersichtlich, habt bitte Nachsicht, ich beantworte auch gerne alle unklaren Sachverhalte 
also: man nehme folgende Ausgangssituation:
- eine Arbeitslosigkeit (ALG I, ca. 800€/Monat, Restanspruch >300 Tage).
- den schon länger vorhandenen Wunsch einer selbständigen Existenzgründung.
- kein Eigenkapital, keine Sicherheiten
- 2 z. Zt. in der Abbezahlung befindliche Schufa-Einträge.
- davon zu ernähren: 4 Personen (zzgl. 2x Kindergeld)
Die Arbeitslosigkeit besteht seit August (Kündigung durch AG, daher keine Sperrfristen o.ä.), und nun befinde ich mich quasi in der „freien Auswahl“:
ich habe 2 fest angebotene Arbeitsverträge vor mir liegen (echt wahr, und beide innerhalb einer Woche!
).
Der eine Job (A) wären brutto €2450,- (bei meiner Stkl. I ca. €1400,- netto) Festgehalt, der andere (B) br €1800,- (€1190,- ne) zzgl. Verkaufsprovisionen, also variabler.
Job A wäre ab dem 01.10.2007, Job B „ab sofort“ möglich.
Der Wunsch nach Selbständigkeit besteht schon länger, die fachliche und kaufmännische Qualifikation ist vorhanden, der businessplan steht zu 75%, aber die Bonität ist für die Katz. Es gäbe zwar die Möglichkeit eines „Familiendarlehens“ in Höhe von ca. 10% des benötigten Kapitals, aber irgendwelche Bürgschaften möchte ich nicht verlangen.
Die AG-seitige Kündigung setzt mich daher ein wenig unter Druck: ohne Sperrfristen könnte ich den Gründerzuschuss in Anspruch nehmen, das wären dann für die ersten 9 Monate knapp €1100,- das würde schon viel absichern. Dafür müsste aber der Busi-Plan fertiggestellt werden und Job B fiele ja unter den Tisch, da dieser AG ja nicht ewig auf einen wartet
. Job A hätte ja noch ein wenig Zeit bis zur „Unterschriftsabgabe“, dieser bietet aber aufgrund des Festgehaltes auf längere Zeit keine Gehaltsverbesserung bzw. auch keine Möglichkeit wie bei Job B durch Provisionen mehr Geld zu generieren.
Wirr? Dann wisst Ihr wie in etwa es augenblicklich in meinem Kopf zugeht! 
Um das ganze noch zu verschlimmbessern: Job B (zu dem ich augenblicklich tendiere) wäre bei einem ehemaligen AG (Kündigung damals betriebsbedingt, in sehr gutem Verhältnis auseinandergegangen, hatte bei der damaligen Jobsuche sogar mitgeholfen), nun meine aktuelle Überlegung:
Die Selbständigkeit ist früher oder später vorprogrammiert, die entsprechende Unternehmerpersönlichkeit steckt in mir (auch nach Meinung anderer). Der Zeitpunkt für die Inanspruchnahme des Gründungszuschusses ist augenblicklich halt gut, aber meine Bonität ist noch nicht sauber.
Ich könnte ja nebenberuflich (weder bei A oder B gäbe es branchenmäßig einen Interessenkonflikt) die Selbständigkeit „vorbereiten“, dann ist aber jegliche Förderung oder Zuschuß Essig wenn ich mich bisher richtig informiert habe, d.h. trotz der vielen „verlorenen“ Zeit im Hauptjob müsste ich mit quasi den gleichen Mitteln wie aus dem Gründungzuschuß und viel weniger Zeit für die Zweitarbeit aus dieser ein Standbein entwickeln…
Und nun meine Frage (Wie? Kommt da jemand etwa ernsthaft zum Punkt?!?
):
Wenn ich mein Geschäftskonzept im Businessplan so einstampfe, dass er ohne Darlehen realisierbar wäre,ich ihn als hauptberuflich vom Arbeitsamt anerkannt bekomme, und den Gründungszuschuß zugesprochen bekommen würde…
Dürfte ich dann neben meiner Selbständigkeit z.B. bei Job B auf beispielsweise 80- oder 100-Stunden-Basis arbeiten? Dort könnte ich nämlich neben dem Gründungszuschuß (ca. €800,-+€300,- zur soz. Absicherung) und dem Eigenumsatz auch noch wichtige Euros generieren, um die Anlaufphase aufzufangen, und damit ein finanzielles Risiko zu minimieren?
Oder würde es Sinn machen, eine „freie Beraterfunktion“ in den Geschäftszweck mit aufzunehmen, und für Job B als „freier Fachberater“ tages- oder auftragsweise tätig zu sein? Eine Scheinselbständigkeit dürfte daraus eigentlich nicht entstehen, er wäre halt nur ein weiterer Kunde, wenn auch ein sehr guter? Was wäre sonst noch zu beachten?
Ich denke mal Ihr könnt Euch vorstellen, wie meine Brainstorming-Zettelwand im Augenblick aussieht…
Ich möchte gerne die Chance auf Zuschüsse wahrnehmen, wer weiß wann ich diese Chance nocheinmal bekomme… Ab dem 01.01.08 wäre durch mein Eigenkapitalproblem auch die € 1,- - GmbH vermutlich ne tolle Sache, WIE KRIEG ICH DEN GANZEN KRAMS HIER MAL SINNVOLL AUF EINE REIHE???
Bin für alles Vorschläge offen (falls es noch mehr gibt als ich schon hier hingehauen habe
), beste grüße und danke schon jetzt an alle die sich beteiligen,
j.

