Arbeitsloseniniative

wer hat lust eine arbeitsloseniniative zu gründen?

was mir auffällt,daß jeder versuch gegen die derzeitigen mißstände
von arbeitslosen vorzugehen vereitelt zu werden erscheint;gerade
wegen der „1-euro-job-diskussion“ besteht ein bedarf dagegen zu
handeln;ich spreche nicht von gemeinnützigen vereinen und so - die
schon zu genüge bekannt sind und für ihre form der arbeitslosen „mit
einer tasse kaffee“ unter die arme zu greifen,mehr als kurious
erscheint - sondern was mir so eher vorschwebt etwas von arbeitslosen
für arbeitslose,und daß solche mißstände wie „1-euro-job“ und so gar
nicht mehr erst auftreten können – also,wer interesse hat,der kann
sich ja bei mir per mail oder pn melden
lg tommy

wer hat lust eine arbeitsloseniniative zu gründen?

was mir auffällt,daß jeder versuch gegen die derzeitigen
mißstände
von arbeitslosen vorzugehen vereitelt zu werden
erscheint;gerade
wegen der „1-euro-job-diskussion“ besteht ein bedarf dagegen
zu
handeln;ich spreche nicht von gemeinnützigen vereinen und so -
die
schon zu genüge bekannt sind und für ihre form der
arbeitslosen „mit
einer tasse kaffee“ unter die arme zu greifen,mehr als kurious
erscheint - sondern was mir so eher vorschwebt etwas von
arbeitslosen
für arbeitslose,und daß solche mißstände wie „1-euro-job“ und
so gar
nicht mehr erst auftreten können – also,wer interesse hat,der
kann
sich ja bei mir per mail oder pn melden

Eigentlich sollte jeder Arbeitslose meiner Meinung nach so sehr mit der Initiative Arbeit zu finden beschäftigt sein, dass er gar keine Zeit mehr dafür hat, sich mit so Gedöns wie einer Anti-1-Euro-Job-Lobby zu beschäftigen.

Deshalb disqualifizieren sich viele (nicht alle) Ansätze von „Arbeitsloseninitiativen“ schon von selbst.

Gruß,

Malte

PS: Ja, ich weiß durchaus, wie hart das Leben sein kann.

Hallo,

Eigentlich sollte jeder Arbeitslose meiner Meinung nach so
sehr mit der Initiative Arbeit zu finden beschäftigt sein,
dass er gar keine Zeit mehr dafür hat, sich mit so Gedöns wie
einer Anti-1-Euro-Job-Lobby zu beschäftigen.

Das ist im Prinzip richtig.
Man muss aber sehen, dass es - mal ganz lasch formuliert- zu viele Leute und zu wenig Arbeit gibt und dieser Zustand sich in Zukunft eher verschlechtern wird.
Das bedeutet, dass sich allein durch kollektive Arbeitssuch-Willenskraft der Arbeitslosen am Gesamtzustand kaum etwas ändern kann.

Insofern ist eine „kollektive“ Initiative nicht falsch, unabhängig davon, ob es was bringen kann.

Gruss,
Thomas

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Hallo Thomas!

Man muss aber sehen, dass es - mal ganz lasch formuliert- zu
viele Leute und zu wenig Arbeit gibt und dieser Zustand sich
in Zukunft eher verschlechtern wird.

Wenn Deine Prognose zutrifft, wird es dafür Gründe geben. Wenn man die Gründe für möglicherweise steigende Arbeitslosigkeit kennt, hat man gleichzeitig ein sinnvolles Betätigungsfeld für Arbeitsloseninitiaven.

Welche Gründe könnte es für zukünftig steigende Arbeitslosigkeit geben? Ein paar Vorschläge:

  • Haben Schulabgänger eine zu umfassende Schulbildung mitbekommen?
  • Machen zu viele Schüler das Abitur?
  • Haben Schulabgänger vom Elternhaus zu viele soziale Kompetenzen mitbekommen?
  • Ist die Berufsausbildung zu umfassend?
  • Gibt es zu viele Menschen mit realisierbaren Ideen für neue Produkte?
  • Gibt es zu viele Unternehmer?
  • Gibt es zu viele Ingenieure?
  • Sind in Deutschland hergestellte Produkte zu gut?
  • Sind Arbeitnehmer zu scharf auf laufende Fortbildung und investieren zu viel in solche Bemühungen?

Gruß
Wolfgang

2 „Gefällt mir“

Hallo Wolfgang,

mit solchen Argumenten will man uns nur Sand in die Augen streuen. Das Problem ist einfach, dass immer mehr Arbeit von immer mehr Maschinen übernommen wird, kurz, dass einfach immer weniger Arbeit für die Produktion von Gütern benötigt wird.

Ein zweiter Punkt ist, dass immer mehr Arbeitsplätze exportiert werden. Dieser zweite Punkt wird sich vielleicht irgendwann legen, aber Punkt 1 wird sich nicht wirklich lösen lassen. Schließlich freut sich doch jeder, wenn es etwas Neues gibt, das ihm persönlich Arbeit abnimmt und Zeit spart. Den Arbeitgebern geht es genau so.

Nur als Beispiel: Gäbe es einen Staubsauger, der völlig selbstständig auch unaufgeräumte Wohnungen saugt, wären wir alle (zumindest die, die sich das Teil kaufen) diese lästige Arbeit los und hätten mehr Freizeit. Manche würden dadurch auf eine Putzhilfe verzichten können. Und wieder sind ein paar Arbeitsplätze futsch. Trotzdem, ich würde das Teil vermutlich kaufen :wink:. Ähnliches passiert in fast allen Branchen. Stahlwerke werden heutzutage auch nur noch mit einem Minimum an Personal, das früher benötigt wurde, betrieben. Stattdessen stehen da ein paar Schaltschränke mit Steuerungen herum.

Wir werden uns daran gewöhnen müssen, dass nicht mehr jeder einen 8-16.30 Uhr-Job haben kann. Entweder alle arbeiten kürzer, oder einige arbeiten und der Rest macht etwas anderes. Nur will anscheinend keiner dieser Tatsache ins Auge sehen.

Viele Grüße

Anne

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Genau so hab ich es gemeint.
Hallo,

besonders der Punkt mit dem „Export von Arbeit“.

Da muss man wirklich kein Hellseher sein, denn es liegt auf der Hand:
Jeder Unternehmer mit nicht aussergewöhnlich sozialer haltung, egal welcher Grösse, hat ein erhebliches Interesse daran, einen möglichst grossen Teil seiner Wertschöpfungskette ausserhalb D anzusiedeln.
Das macht er natürlich nicht vorsätzlich, sondern es ergibt sich als logische Konsequenz aller Umstände in D.

Das erlebe ich sowohl bei der grossen internationalen AG, in der ich selber arbeite, als auch bei mittelständischen Unternehmen in D, was ich durch die Monatszeitschrift der IHK meiner Heimatstadt mitbekomme.

Das gilt für „einfache“ Arbeitsplätze schon lange, und wird für
„anspruchsvollere“ Arbeitsplätze in Zukunft genauso zutreffen.
Heute schon betreiben Hi-tech Firmen Forschungslabors in Asien, und von der überaus grossen Motivation der asiatischen Menschen sollte es uns Europäern eigentlich angst und bange sein.

Es ist wirklich offensichtlich!

Gruss,
Thomas

wer hat lust eine arbeitsloseniniative zu gründen?

Hallo Thomas,
wenn Du mal ein bischen stöbern würdest, dann würden dir mindestens 3 große Arbeitsloseninitiativen die sich schon bewährt haben - auffallen.
Warum willst du dein eigenes Süppchen kochen und dich nicht in einem schon bestehenden Verein nützlich machen? Gerne schicke ich dir die Adressen von diesen Vereinigungen die alle kostenlos arbeiten zu.

mfg Marion

Hallo Thomas,

wer hat lust eine arbeitsloseniniative zu gründen?

ich bitte Sie einfach einmal zu überlegen, welche Verschwendung an geistiger und psychischer Ressourcen solch eine Initiative darstellt.

Wenn ich einen Zustand als untragbar empfinde, dann wird er nicht besser, wenn ich seine Untragbarkeit fortwährend feststelle und damit an die Öffentlichkeit gehe.

Solch eine Initiative gibt dem einen oder anderen vielleicht Halt und Zugehörigkeitsgefühl - jedoch bessert es nicht die Umstände.

Es gibt nur einen Weg: Wenn Arbeitsplätze fehlen, müssen Arbeitsplätze geschaffen werden. Wenn es zu wenig Menschen gibt, die bereit sind, Arbeitsplätze zu schaffen, dann muss ich selbst überlegen, ob ich nicht meinen eigenen Arbeitsplatz schaffen könnte. Wenn ich Angst habe, dass ich das (aus welchen Gründen auch immer) nicht schaffen kann, dann darf ich aber auch anderen nicht die Schuld geben, die auch nur ihre Grenzen erkennen und ihre Haut bequem retten wollen.

Das Leben ist voller Risiko. Und im Risiko stecken alle Chancen.

Fehlende Bildung kann man durch Weiterbildung ausgleichen. Fehlendes Geld kann man mit eigenen Ideen und Phantasie ausgleichen. Hier lassen sich auch Netzwerke bilden, um viele kleine Kompetenzen zu bündeln und zu einer geschlossenen großen Sache zu machen, von der man leben kann. Das schafft aber keine Arbeitslosen-Initiative. Der Name ist bereits kontraproduktiv.

Für individuellen Rat stehe ich gerne zur Verfügung.

Herzliche Grüße
Sven Reinhardt
(Selbstständig seit 2003, mit den Mitteln, die jeder in dieser Gesellschaft hat)