Hallo Joe,
Was ich lustig finde, ist folgendes: Als Schröder MP in
Niedersachsen war, war die Kohlpolitik schuld an der
Arbeitslosigkeit in NS.
Jetzt ist er Bundeskanzler und die Weltkonjungtur ist für die
deutsche Arbeitslosigkeit zuständig.
Wenn er irgendwann mal UNO Generalsekretär ist, bleibt ihm als
Ausrede nur noch unsere Sonnensystem.
Da hast Du sicher recht, an früheren, eigenen Vorwürfen aus der Opposition muss er sich sicher messen lassen. Was aber auch die früheren Vorwürfe nicht richtiger macht.
Was ich humorig finde, ist ja das regelmäßige Schmierentheater Wahlkampf bzw. Schuldzuweisung. Es gibt frühmorgens eine Wiederholung der Tagesschau vor 20 Jahren im NDR(?). Gestern habe ich mich totgelacht. Da hat auf einer Wahlkampfveranstaltung der CSU FJS (er ruhe in Frieden) Brandt und Schmidt die Verschleuderung des Bundesvermögens und die massive Ausweitung der Schulden vorgeworfen mit der (richtigen) Einschätzung, dass damit die Chancen für die Zukunft verspielt werden. Großer Beifall der CSU.
Mh, da frägt sich nur, warum die Schulden nach der (richtigen) „Abwahl“ von Schmidt unter CSU-Finanzministern nicht gerade „kleiner“ wurden…
Das ich Arbeitsplätze schaffen kann, halte ich mal für einen
Witz von Dir. Ich habe am Ende des Monats bestimmt nicht
genügend Geld um eine Firma aufzumachen.
War auch eher ein Scherz, das ist zu recht auch nicht jedem in die Wiege gelegt (nicht das Geld, das Unternehmertum!)
Aber in einem bestimmten Rahmen sorge ich doch dafür. Die
Bedienung meines Stamm-Griechen, muss hart arbeiten, wenn ich
so richtig Bierdurst habe. Wenn ich noch mehr trinke, braucht
er vielleicht eine zweite Bedienung.
Das ist richtig, aber hier genau sind doch über unsinnige Preiserhöhungen bei der Euro-Umstellung IMHO eine ganze Anzahl von Arbeitsplätzen vernichtet worden, und zwar durch die Unternehmer selber!
Ich bin nicht gewählt die Probleme des Landes zu lösen. Und
hätte das bestimmt auch nicht so versprochen, wie Schröder es
getan hat.
Wer schimpft, ist IMHO in der Pflicht, es besser zu machen (zumindest vorschlagstechnisch). Alles andere ist billig.
Im übrigen haben zum Beispiel die Niederlande erfolge mit
gesetzlich garantierter Teilzeit gehabt. Okay, nur ein
Vorschlag, aber da steht es schon 1:0 für mich gegen den
„Superminister“.
Solange es dem Unternehmer keine Zusatzlasten aufbürdet, wird er sich sicher meist überreden lassen, arbeitszeitflexibel zu arbeiten. Nur habe ich z.B. als Kleinunternehmer das Problem, dass ich sowieso höchste Flexibilität von meinen Mitarbeitern fordern muss, um zu überleben. Und da wirds halt langsam schwierig mit gesetzl. garantierten „Lösungen“.
Grüße
Jürgen