Arbeitslosenzahl

Hallo,

wenn die Regierung schon nichts gegen die Arbeitslosigkeit tut, möchte sie wenigstens die Statistik schönen.

http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,2044,OI…

Und Schröder wird uns das am Ende als seinen Erfolg verkaufen wollen.

Einfach nur widerlich, solche Methoden.

Gruß, Joe

Hallo,

das ist ja nicht die erste Änderung der AL-Statistik, weder unter rot-grün, noch unter eine anderen früheren Regierung. Komischerweise war die Arbeitslosenquote nach solchen Umstellungen nie höher.

Wie dem auch sei: Es ist natürlich OK, daß man in der EU einheitliche Berechnungsmethoden verwendet, aber das es gerade diese sein mußte… Naja, das ist natürlich politisch so gewollt.

Allerdings wette ich den Inhalt meines Sparschweins darauf, daß 2005 keine Rede davon sein wird, daß der Rückgang 2002->2005 (wenn es denn trotzdem überhaupt einen geben wird) auf eine Änderung der Erhebungsmethoden zurückzuführen ist und es auch max. 6 Monate offizielle Zahlen parallel nach der bisherigen und nach der innovativen Methode geben wird.

Der Witz bei der neuen Methode ist ja, daß eine Tätigkeit von 1 Stunde je Woche reicht, um den Menschen aus der Statisitk verschwinden zu lassen. Der Gedanke, daß es zukünftig sehr viele Menschen geben wird, die eine Stunde je Woche bei den Arbeitsämtern Pförtner spielen oder Fenster putzen, drängt sich mir förmlich auf.

Gruß
Christian

Hallo Joe,

natürlich sind Änderungen (wie ja auch Bilanzierungsänderungen in der Wirtschaft) schwierig für eine relative Bewertung der Leistung.
Nichts desto trotz sind bei uns in der Arbeitslosenstatistik ganz klar und von allen bestätigt Personen gezählt, die dem Arbeitsmarkt definitiv nicht zur Verfügung stehen. Was nützt es uns, wenn wir über 4,6 Mio Arbeitslose diskutieren und darunter x sind, die z.B. die Zeit bis zum ersten Job (den sie bereits in der Tasche haben) überbrücken, Alleinerziehend mit Kleinkind oder schwerkrank o.ä. sind?

Nichts desto trotz wäre ich natürlich für eine gewisse Übergangszeit mit doppelter Statistik, wie sie bei den o.g. Bilanzierungsänderungen ja auch üblich ist.

Grüße
Jürgen

Hallo Christian,

das ist ja nicht die erste Änderung der AL-Statistik, weder
unter rot-grün, noch unter eine anderen früheren Regierung.
Komischerweise war die Arbeitslosenquote nach solchen
Umstellungen nie höher.

dass es auch schon andere Regierungen gemacht haben bedeutet nicht, das die Art und Weise besser wird.

Wie dem auch sei: Es ist natürlich OK, daß man in der EU
einheitliche Berechnungsmethoden verwendet, aber das es gerade
diese sein mußte… Naja, das ist natürlich politisch so
gewollt.

Ist ja auch okay, dennoch sollten Zahlenspiele nicht die erste Priorität eines „Superministers“ sein. Es drängt sich mir der Eindruck auf, dass überhaupt nicht mehr regiert wird, sondern alles an irgendwelche Kommissionen übergeben wird.

Allerdings wette ich den Inhalt meines Sparschweins darauf,
daß 2005 keine Rede davon sein wird, daß der Rückgang
2002->2005 (wenn es denn trotzdem überhaupt einen geben
wird) auf eine Änderung der Erhebungsmethoden zurückzuführen
ist und es auch max. 6 Monate offizielle Zahlen parallel nach
der bisherigen und nach der innovativen Methode geben wird.

Da würde ich mit wetten, wenn mein Sparschwein nicht so leer wäre, durch z.B.
Ökosteuer, Tabaksteuer, Versicherungssteuer, Rentenversicherung, Krankenversicherung usw…

Der Witz bei der neuen Methode ist ja, daß eine Tätigkeit von
1 Stunde je Woche reicht, um den Menschen aus der Statisitk
verschwinden zu lassen. Der Gedanke, daß es zukünftig sehr
viele Menschen geben wird, die eine Stunde je Woche bei den
Arbeitsämtern Pförtner spielen oder Fenster putzen, drängt
sich mir förmlich auf.

Geau daran habe ich auch gedacht. Noch einfacher wäre es, die Anwedenheit im „Jobcenter“ mit zu berechnen. Die Folge wäre Arbeitslosigkeit gleich Null.

Gruß, Joe

Hallo Jürgen,

natürlich sind Änderungen (wie ja auch Bilanzierungsänderungen
in der Wirtschaft) schwierig für eine relative Bewertung der
Leistung.
Nichts desto trotz sind bei uns in der Arbeitslosenstatistik
ganz klar und von allen bestätigt Personen gezählt, die dem
Arbeitsmarkt definitiv nicht zur Verfügung stehen. Was nützt
es uns, wenn wir über 4,6 Mio Arbeitslose diskutieren und
darunter x sind, die z.B. die Zeit bis zum ersten Job (den sie
bereits in der Tasche haben) überbrücken, Alleinerziehend mit
Kleinkind oder schwerkrank o.ä. sind?

Nichts desto trotz wäre ich natürlich für eine gewisse
Übergangszeit mit doppelter Statistik, wie sie bei den o.g.
Bilanzierungsänderungen ja auch üblich ist.

eine Statistik über Arbeitslosigkeit ist zweitrangig.
Die Regierung hat die verdammte Pflicht, die Voraussetzungen für Neueinstellungen durch eine sinnvolle Gesetzgebung zu ermöglichen.
Was tut denn der „Superminister“ den ganzen Tag?
Ich sehe auch nicht einen einzigen vernünftigen Ansatz das Problem Arbeitslosigkeit zu beseitigen, sie wird nur verwaltet.

Gruß, Joe

Kommissionitis
Hallo nochmal,

dass es auch schon andere Regierungen gemacht haben bedeutet
nicht, das die Art und Weise besser wird.

das stimmt wohl.

Es drängt sich mir der
Eindruck auf, dass überhaupt nicht mehr regiert wird, sondern
alles an irgendwelche Kommissionen übergeben wird.

Die Kommissionitis ist in der Tat beeindruckend. Kommissionen haben ja unbestreitbare Vorteile für Regierungen.

  1. Man muß nicht selber denken.
  2. An den Ergebnissen ist man nicht schuld.
  3. Ergebnisse einer Kommission kann man leichter verwerfen als eigene Konzepte, die nicht gut ankommen.
  4. An der Diskussion im Vorfeld des Abschlußberichtes kann man die Popularität der Kommissionsergebnisse ablesen und steht selber nicht in der Schußlinie.

Gruß
Christian

Hallo Joe,

eine Statistik über Arbeitslosigkeit ist zweitrangig.
Die Regierung hat die verdammte Pflicht, die Voraussetzungen
für Neueinstellungen durch eine sinnvolle Gesetzgebung zu
ermöglichen.
Was tut denn der „Superminister“ den ganzen Tag?
Ich sehe auch nicht einen einzigen vernünftigen Ansatz das
Problem Arbeitslosigkeit zu beseitigen, sie wird nur
verwaltet.

Ich sehe nicht, dass Politik Arbeitslosigkeit direkt beseitigen kann (es sei denn, durch mehr öffentliche Angestellte bzw. Beamte, wohl nicht die beste Alternative)

Das können alleine die Unternehmer! Und wenn akute Konsumverweigerung herrscht, Milliardenvermögen am Aktienmarkt den Bach runter gehen und insgesamt auf der Welt nicht allzu viel los ist außer akuter Unsicherheit, wird das sicher nichts mit neuen Arbeitsplätzen, da kann die Politik machen, was sie will.

Was nicht heißt, dass das derzeitige Chaos in Dtl. irgendwie zu rechtfertigen ist. Aber da sind, wie ich ja immer argumentiere, alle an der gesell. Willensbildung beteiligten (also auch Du:smile:) aufgerufen, etwas zu ändern.
U.a. könntest Du ja auch Arbeitsplätze schaffen, oder? Oder zumindest Vorschläge zur Verbesserung der Situation einbringen und durchsetzen…

Aber das sollen ja wie immer die anderen machen, schade eigentlich…

Grüße
Jürgen

Hallo Jürgen,

Ich sehe nicht, dass Politik Arbeitslosigkeit direkt
beseitigen kann (es sei denn, durch mehr öffentliche
Angestellte bzw. Beamte, wohl nicht die beste Alternative)

Das können alleine die Unternehmer! Und wenn akute
Konsumverweigerung herrscht, Milliardenvermögen am Aktienmarkt
den Bach runter gehen und insgesamt auf der Welt nicht allzu
viel los ist außer akuter Unsicherheit, wird das sicher nichts
mit neuen Arbeitsplätzen, da kann die Politik machen, was sie
will.

Was ich lustig finde, ist folgendes: Als Schröder MP in Niedersachsen war, war die Kohlpolitik schuld an der Arbeitslosigkeit in NS.
Jetzt ist er Bundeskanzler und die Weltkonjungtur ist für die deutsche Arbeitslosigkeit zuständig.
Wenn er irgendwann mal UNO Generalsekretär ist, bleibt ihm als Ausrede nur noch unsere Sonnensystem.

Was nicht heißt, dass das derzeitige Chaos in Dtl. irgendwie
zu rechtfertigen ist. Aber da sind, wie ich ja immer
argumentiere, alle an der gesell. Willensbildung beteiligten
(also auch Du:smile:) aufgerufen, etwas zu ändern.
U.a. könntest Du ja auch Arbeitsplätze schaffen, oder? Oder
zumindest Vorschläge zur Verbesserung der Situation einbringen
und durchsetzen…

Das ich Arbeitsplätze schaffen kann, halte ich mal für einen Witz von Dir. Ich habe am Ende des Monats bestimmt nicht genügend Geld um eine Firma aufzumachen.
Aber in einem bestimmten Rahmen sorge ich doch dafür. Die Bedienung meines Stamm-Griechen, muss hart arbeiten, wenn ich so richtig Bierdurst habe. Wenn ich noch mehr trinke, braucht er vielleicht eine zweite Bedienung.

Aber das sollen ja wie immer die anderen machen, schade
eigentlich…

Ich bin nicht gewählt die Probleme des Landes zu lösen. Und hätte das bestimmt auch nicht so versprochen, wie Schröder es getan hat.
Im übrigen haben zum Beispiel die Niederlande erfolge mit gesetzlich garantierter Teilzeit gehabt. Okay, nur ein Vorschlag, aber da steht es schon 1:0 für mich gegen den „Superminister“.

Gruß, Joe

Hallo Joe,

Was ich lustig finde, ist folgendes: Als Schröder MP in
Niedersachsen war, war die Kohlpolitik schuld an der
Arbeitslosigkeit in NS.
Jetzt ist er Bundeskanzler und die Weltkonjungtur ist für die
deutsche Arbeitslosigkeit zuständig.
Wenn er irgendwann mal UNO Generalsekretär ist, bleibt ihm als
Ausrede nur noch unsere Sonnensystem.

Da hast Du sicher recht, an früheren, eigenen Vorwürfen aus der Opposition muss er sich sicher messen lassen. Was aber auch die früheren Vorwürfe nicht richtiger macht.

Was ich humorig finde, ist ja das regelmäßige Schmierentheater Wahlkampf bzw. Schuldzuweisung. Es gibt frühmorgens eine Wiederholung der Tagesschau vor 20 Jahren im NDR(?). Gestern habe ich mich totgelacht. Da hat auf einer Wahlkampfveranstaltung der CSU FJS (er ruhe in Frieden) Brandt und Schmidt die Verschleuderung des Bundesvermögens und die massive Ausweitung der Schulden vorgeworfen mit der (richtigen) Einschätzung, dass damit die Chancen für die Zukunft verspielt werden. Großer Beifall der CSU.
Mh, da frägt sich nur, warum die Schulden nach der (richtigen) „Abwahl“ von Schmidt unter CSU-Finanzministern nicht gerade „kleiner“ wurden…

Das ich Arbeitsplätze schaffen kann, halte ich mal für einen
Witz von Dir. Ich habe am Ende des Monats bestimmt nicht
genügend Geld um eine Firma aufzumachen.

War auch eher ein Scherz, das ist zu recht auch nicht jedem in die Wiege gelegt (nicht das Geld, das Unternehmertum!)

Aber in einem bestimmten Rahmen sorge ich doch dafür. Die
Bedienung meines Stamm-Griechen, muss hart arbeiten, wenn ich
so richtig Bierdurst habe. Wenn ich noch mehr trinke, braucht
er vielleicht eine zweite Bedienung.

Das ist richtig, aber hier genau sind doch über unsinnige Preiserhöhungen bei der Euro-Umstellung IMHO eine ganze Anzahl von Arbeitsplätzen vernichtet worden, und zwar durch die Unternehmer selber!

Ich bin nicht gewählt die Probleme des Landes zu lösen. Und
hätte das bestimmt auch nicht so versprochen, wie Schröder es
getan hat.

Wer schimpft, ist IMHO in der Pflicht, es besser zu machen (zumindest vorschlagstechnisch). Alles andere ist billig.

Im übrigen haben zum Beispiel die Niederlande erfolge mit
gesetzlich garantierter Teilzeit gehabt. Okay, nur ein
Vorschlag, aber da steht es schon 1:0 für mich gegen den
„Superminister“.

Solange es dem Unternehmer keine Zusatzlasten aufbürdet, wird er sich sicher meist überreden lassen, arbeitszeitflexibel zu arbeiten. Nur habe ich z.B. als Kleinunternehmer das Problem, dass ich sowieso höchste Flexibilität von meinen Mitarbeitern fordern muss, um zu überleben. Und da wirds halt langsam schwierig mit gesetzl. garantierten „Lösungen“.

Grüße
Jürgen

Hallo Jürgen,

Was nicht heißt, dass das derzeitige Chaos in Dtl. irgendwie
zu rechtfertigen ist. Aber da sind, wie ich ja immer
argumentiere, alle an der gesell. Willensbildung beteiligten
(also auch Du:smile:) aufgerufen, etwas zu ändern.
U.a. könntest Du ja auch Arbeitsplätze schaffen, oder? Oder
zumindest Vorschläge zur Verbesserung der Situation einbringen
und durchsetzen…

Aber das sollen ja wie immer die anderen machen, schade
eigentlich…

derartige Aussagen lese ich nicht wirklich gerne. Schließlich werden „die anderen“ (kurz unter fürstlich) genau dafür entlohnt, daß sie die Situation verbessern.

Wenn wir uns hier die Köpfe heißreden, ist das schon ein größerer Beitrag zur Herausarbeitung möglicher Wege aus der Misere, als wir a) dazu verpflichtet wären und b) die derzeitige Regierung bringt.

Und wenn Du eine größere Beiteiligung an gesellschaftlichen Belangen anmahnst, haben wir auch schon ruckzuck den Grund dafür, warum es in den Parlamenten von Lehrern und Verwaltungsmenschen nur so wimmelt. Der Zeitbedarf für wirkliches Engament ist erheblich und eigentlich unter der Annahme, daß Mensch ein Minimum an Freizeit braucht, um nicht innerhalb der kürzesten Zeit völlig durchzudrehen, neben einer gewöhnlichen Tätigkeit, sei sie selbständig oder nicht, kaum aufzutreiben.

Gruß
Christian

ähnlich in England
dort wurden vor ein paar Jahren auch geschönt. Die AL-Zahl sank drastisch. Ein „Erfolg“ der Regierung.
Warum soll es ein anderes Land und deren notleidende Regierungspartei nicht auch versuchen?

Vorschlag:

  1. alle die länger als 2 Jahre AL sind, sind keine AL mehr
  2. alle die unter 1.000 € AL-Geld beziehen, sind keine AL mehr
  3. Jeder AL mit Kind ist kein AL mehr
  4. Jeder AL, der in einem Haus wohnt (nicht in einer Baracke) ist kein AL mehr.

Und endlich hat unsere Regierung ihr Versprechen wahr gemacht: drastische Senkung der AL-Zahlen.
Wir haben endlich wieder Vollbeschäftigung!
Grüße
Raimund

Hallo Christian,

derartige Aussagen lese ich nicht wirklich gerne.

Damit kann ich leben.:smile:

Schließlich
werden „die anderen“ (kurz unter fürstlich) genau dafür
entlohnt, daß sie die Situation verbessern.

Da ich Unternehmensberater (zumindest in Teilbereichen) bin, weiß ich, dass man nicht voraussetzen kann, dass diejenigen ihre Arbeit machen, die dafür bezahlt werden. Ich lebe schließlich davon, dass ich für sie die Arbeit mache.:smile:

Wenn wir uns hier die Köpfe heißreden, ist das schon ein
größerer Beitrag zur Herausarbeitung möglicher Wege aus der
Misere, als wir a) dazu verpflichtet wären und b) die
derzeitige Regierung bringt.

Bei a) gehe ich nicht mit, denn letztendlich ist der Staat unser Staat und natürlich sind wir immer aufgerufen, uns einzubringen.
Und zu b): Das sehe ich auch anders, denn es mangelt im Moment nicht an Vorschlägen sondern an der zielgerichteten Umsetzung von einigen davon.

Und wenn Du eine größere Beiteiligung an gesellschaftlichen
Belangen anmahnst, haben wir auch schon ruckzuck den Grund
dafür, warum es in den Parlamenten von Lehrern und
Verwaltungsmenschen nur so wimmelt. Der Zeitbedarf für
wirkliches Engament ist erheblich und eigentlich unter der
Annahme, daß Mensch ein Minimum an Freizeit braucht, um nicht
innerhalb der kürzesten Zeit völlig durchzudrehen, neben einer
gewöhnlichen Tätigkeit, sei sie selbständig oder nicht, kaum
aufzutreiben.

Und trotzdem schaffen es einige. Ich sehe eine Beteiligung auch nicht unbedingt im Rahmen von Räten oder Parlamenten, Du kannst dazu natürlich auch den Einsatz bei Intressenvereinigungen, Vereinen etc. dazuzählen, die natürlich ebenfalls zur Willensbildung beitragen (und leider zum Teil sehr effizient, s. Lobbyismus)

Grüße
Jürgen

Hallo,

Einfach nur widerlich, solche Methoden.

Die Methoden sind jetzt schon widerlich, denn die Zahlen sind doch jetzt schon geschönt und zwar nach unten.

ein ABM’ler ist kein Arbeitsloser,
ein Umschüler ist kein Arbeitsloser,
einer der krank wird während der Arbeitslosenzeit, ist kein Arbeitsloser,
einer der in REHA oder Kur geht, ist für diese Zeit kein Arbeitsloser,
einer der Arbeitslosenhilfe bekommt, ist kein Arbeitsloser,
einer der infolge Arbeitslosigkeit Sozialhilfe bekommt, ist kein Arbeitsloser,
alle Scheinselbständigen die Überbrückungsgeld erhalten, sind keine Arbeitslose, erhalten nur Geld aus dem Topf des AA, werden erst wieder als arbeitslos eingestuft, wenn sie die Selbstständigkeit abbrechen müssen,
alle die wegen angespartem Vermögen zur Alterssicherung aus der Arbeitslosigkeit herausfallen werden, sind keine arbeitslosen mehr.

Mir fallen im Moment keine mehr ein, habe bestimmt noch etliche Gruppen vergessen.
Demnach ist es eigentlich wurst, ob noch mehr die Statistik verfälscht wird, sie stimmt niemals mit der Realität ein.

Gruss

Gerd

Es drängt sich mir der
Eindruck auf, dass überhaupt nicht mehr regiert wird, sondern
alles an irgendwelche Kommissionen übergeben wird.

Die Kommissionitis ist in der Tat beeindruckend. Kommissionen
haben ja unbestreitbare Vorteile für Regierungen.

  1. Man muß nicht selber denken.
  2. An den Ergebnissen ist man nicht schuld.
  3. Ergebnisse einer Kommission kann man leichter verwerfen als
    eigene Konzepte, die nicht gut ankommen.
  4. An der Diskussion im Vorfeld des Abschlußberichtes kann man
    die Popularität der Kommissionsergebnisse ablesen und steht
    selber nicht in der Schußlinie.

Nun ja man muss halt auch die Nachteile sehen:

  1. Man hat ausnahmsweise Leute in der Kommission sitzen die sich auf dem entsprechenden Gebiet wirklich gut auskennen, im Gegensatz zu einem Politiker der gerademal für 4 Jahre zwischendrin X-Minister ist.
    2.Eben weil die Kommission nicht gewählt wird, kann sie vielleicht auchunpopulärere Dinge empfehlen, welche dadurch zumindest eher salonfähig werden als wenn sie der Sozialistenminister selbst vorschlägt.
    3.Es ermöglicht einem an mehreren Dingen gleichzeitig zu „arbeiten“.

Na ja hast schon recht eigentlich sind Kommissionen echt Müll.

SAN