Hallo,
ich weiss nicht, ob ich Dir was nützliches sagen kann, aber bei mir sieht’s in etwa so aus:
Ich möchte in meinem erlernten Beruf auch gerne mal selbstständig sein, bin aber noch als ‚Assistenz‘ tätig, was man in meinem Beruf macht, um die Berufspraxis zu erlernen.
Tja, und des öfteren plagt mich die Sorge, dass ich es nie packen werde. Aus Mangel an Kenntnissen, aus Mangel an Organisation, aus fehlenen Marketingtalent, …
Aber ab und an erinnere ich mich daran, dass ich so um die Zeit, als ich mit der Uni fertig war, dachte, mich würde nie jemand als Assistenz nehmen!
Wenn ich mir dann angucke, was ich damals wusste & konnte, und was ich jetzt weiss & kann, dann ist das ein RIESEN Unterschied.
Deshalb versuche ich halt so zu denken, dass ich zwar das Endziel nicht aus den Augen verliere, aber gleichzeitig immer nur ‚the next step‘, den nächsten Schritt, die nächste Stufe auf der Leiter, betrachte, und daran arbeite.
Ich vergleiche es immer mit einem Bild, einer Zeichnung, die, als ich ca 7. Klasse war, auf dem front cover unserer Schülerzeitung war, und die mir solche Panik eingejagt hat, dass ich mich heute noch dran erinnere. Es war quasi nen riesengrosser Berg, den die Schüler erklimmen mussten, um bis zum Abi zu kommen, und er wurde halt immer steiler und steiler. Ich hab gedacht, wie soll ich das denn je schaffen??? (und ich war nicht gerade ne schlechte Schülerin, ganz im Gegenteil). Aber da war ich wie alt? Bis zum Abi waren es noch einige Jährchen, in denen ich nicht nur neue Sachen lernte, sondern auch älter, erfahrener, ‚more mature‘ wurde. Du kannst ja auch nicht von nem 12jährigen erwarten, dass er Autofahren lernt - er hat die ‚spatial relations‘, und die Koordination, die dazu notwendig ist, ja noch gar nicht drauf - das entwickelt sich erst später.
Was ich sagen will - wenn Du sozusagen unten vor dem steilen Berg stehst, denkst Du, Du wirst nie oben ankommen. Wenn Du aber gar nicht nach ganz oben guckst, sondern statt dessen einfach loslegst, ihn zu ersteigen, guckst Du nach ner Weile runter, und entdeckst, dass Du schon viel weiter gekommen bist, als Du erwartet hast.
Natürlich gibt es echte, wirkliche Sorgen, die man sich machen muss. Aber die erfolgreichen Leute sind nie die, die zögern, weil sie sich Sorgen machen. Die erfolgreichen sind die, die (natürlich mit anständiger Planung - versteh’ mich nicht falsch) loslegen und TUN.
Männer haben es da meist sehr viel einfacher als Frauen - they are much more the ‚go-getter‘ types, while women worry a lot more.
Das merke ich auch bei mir immer wieder, dass ich zB sage, naja, ich kann das, aber noch nicht so gut - während der Mann sagt, klar kann ich das!, und dann hinterher schnell rausfinden muss, wie er es denn nun wirklich hinkriegt. Aber hinkriegen tut er es, auch wenn ICH diejenige bin, die ihm helfen muss, den job zu machen.
Da denke ich doch, wieso kriege ich so nen job nicht?
Ganz einfach, weil ich mir es noch nicht zutraue.
Äh, ich weiss, ich schreib mal wieder etwas wirr, weil ich die Beispiele nicht erkläre, um die es geht.
Bedenk halt nur, dass Deine Bedenken zu einer ‚self-fulfilling prophecy‘ werden können, wo Du aus lauter Sorgen dann wirklich nicht den Erfolg hast, den Du haben könntest.
Andererseits gibt es immer & überall Risiken - aber die sind sowohl für den, der sich Sorgen macht, als auch für den, der einfach loslegt, gleich!
Sorry, hope at least something I wrote makes sense…
Gruss, Isabel