Arbeitslosigkeit

Hallo,

dies ist ein Thema das mich im Moment zwar nicht betrifft,aber von dem ich schon betroffen war.
Ich habe ja nun schon eine Ausbildung als Bürokaufmann(war eher Verlegenheit) hinter mir und mache zur Zeit gerade eine weitere schulische Ausbildung im fremdsprachlichen Bereich.
Und während der bisherigen Zeit verfolgt mich auch immer wieder diese Angst,das wenn ich fertig bin,keine Arbeitsstelle zu bekommen, bzw. einen Arbeitsplatz der sich eher an der momentanen Wirtschaftslage orientiert,also ich mehr unter Wert weggehen.
Ich möchte mir jetzt endlich eine eigene Existenz begründet auf meinem Engagement und meiner Kreativität,die man wohl auch braucht,wenn man die Löhne ins Verhältnis zu den notwendigen,vielleicht auch bereichernden Ausgaben setzt.
Wer kann das so nachvollziehen und wie geht ihr damit um?
Wie lernt man sich von dieser Angst nicht unterkriegen zu lassen?

Vielleicht gibt es ja auch Antworten,die nicht alleine aus dem rationalen,sondern auch aus dem emotionalen und spirituellen Bereich kommen?

Ich schick schon mal ein Danke voraus

Hi,

wenn Du es nicht nur auf dieses eine Ziel bezogen lösen willst und eine schnelle Lösung anstrebst, könntest Du mal sehen, ob zen was für Dich ist. Schaden kann es nichts…
Das tückische dabei ist aber, dass Du lernen musst, völlig loszulassen. Je mehr Du dich anstrengst, das Ziel zu erreichen, desto ferner rückt es.
Versuche es einfach mal mit einem Einführungskurs bei einer Gruppe die einer der traditionellen Richtungen angehören (Soto/Rinzai und diue mehr auf die Moderne zugeschnittene Sanbo kyodan), da bsit Du vor Scharlatanen relativ sicher. Kostet nur ein paar Euro und 1 Tag Zeit. Einlesen über Bücher und Webseiten hilft kaum was, da Zen ausschlielich auf perönlichem Erleben basiert.

A.

Hallo Matthew,

wenn ich mich unterbewertet fühle, warte ich auf eine günstigere Marktlage und suche dann eine neue Chance. Mit der Haltung „hätte schlimmer kommen können, ist im Moment alles, was ich erreichen kann“ wandle ich die Angst in Perspektive.

Gruß, AndyM

Hallo Matthew,

Wer kann das so nachvollziehen und wie geht ihr damit um?

das Problem kommt mir sehr bekannt vor.

Wie lernt man sich von dieser Angst nicht unterkriegen zu
lassen?

Ich habe keinen Tipp auf Lager, zu dem ich jeden raten kann. Denn ich glaube, dass solche Ängste ein Stück von einem selbst widerspiegeln, sie sind ein Teil von der Persönlichkeit.
Durch einen Buchtipp bin ich dahinter gekommen, dass mir das Ausgeliefertsein Angst macht. Das fängt mit den wenigen Anzeigen in der Wochenendausgabe schon an (manchmal habe ich die ganze Samstagsausgabe gehaßt), setzt sich in dem Gefühl fort keine makellose Bewerbung zustande zu bringen, außerdem ahnt man schon, dass die Bewerberanzahl groß sein wird, und schafft man es bis zum Vorstellungsgespräch, dann heißt das nicht, dass dadurch die Tür zum Traumjob aufgestoßen wird. Ich komme mir immer wie ein Märchenprinz vor, der 10 Aufgaben bestehen muß, damit er die holde Maid küssen darf :wink:
In dem Buch (ich weiß den Titel nicht mehr) wurden einige Tipps beschrieben, wie man sich außerhalb der üblichen Anzeigenstudiererei eine Stelle suchen kann. Sprich, wie man sein Schicksal eines Arbeitssuchenden selbst in die Hand nimmt.
Ich hatte dennoch einige Durststrecken zwischen den „anständigen“ Stellen, und sie mit schnödem Geldverdienen - also mit Doofi-Arbeiten - überbrückt.

Vielleicht gibt es ja auch Antworten,die nicht alleine aus dem
rationalen,sondern auch aus dem emotionalen und spirituellen
Bereich kommen?

Ehrlich geschrieben fallen mir hauptsächlich rationale Tipps ein. Auf emotionalen Gebiet rate ich dir aus eigener Erfahrung ein bisschen Fatalismus zu entwickeln, denn manchmal fallen einem die Chancen fast in den Schoß. Sei es durch eine Erwähnung eines Bekannten („in unserer Firma suchen sie jemanden…“)oder durch eine interessante Werbung einer Firma bei der man eine Blindbewerbung ins Auge faßt. Mit Zukunftsängsten sollte man meiner Meinung nach so maßvoll wie möglich sein, weil die Gegenwart sich oft anders als befürchtet gestaltet und solche Ängste einen erstarren lassen, und einem notwendige Entscheidungsfreudigkeit nehmen.
Ich weiß, das klingt locker und die Umsetzung ist schwer. Aber man kann sich so manches Ideal in den Hinterkopf packen, das einen eventuell zum richtigen Zeitpunkt beeinflußt.

gutes Gelingen
wünscht
claren

Hallo,
ich weiss nicht, ob ich Dir was nützliches sagen kann, aber bei mir sieht’s in etwa so aus:

Ich möchte in meinem erlernten Beruf auch gerne mal selbstständig sein, bin aber noch als ‚Assistenz‘ tätig, was man in meinem Beruf macht, um die Berufspraxis zu erlernen.

Tja, und des öfteren plagt mich die Sorge, dass ich es nie packen werde. Aus Mangel an Kenntnissen, aus Mangel an Organisation, aus fehlenen Marketingtalent, …

Aber ab und an erinnere ich mich daran, dass ich so um die Zeit, als ich mit der Uni fertig war, dachte, mich würde nie jemand als Assistenz nehmen!

Wenn ich mir dann angucke, was ich damals wusste & konnte, und was ich jetzt weiss & kann, dann ist das ein RIESEN Unterschied.

Deshalb versuche ich halt so zu denken, dass ich zwar das Endziel nicht aus den Augen verliere, aber gleichzeitig immer nur ‚the next step‘, den nächsten Schritt, die nächste Stufe auf der Leiter, betrachte, und daran arbeite.

Ich vergleiche es immer mit einem Bild, einer Zeichnung, die, als ich ca 7. Klasse war, auf dem front cover unserer Schülerzeitung war, und die mir solche Panik eingejagt hat, dass ich mich heute noch dran erinnere. Es war quasi nen riesengrosser Berg, den die Schüler erklimmen mussten, um bis zum Abi zu kommen, und er wurde halt immer steiler und steiler. Ich hab gedacht, wie soll ich das denn je schaffen??? (und ich war nicht gerade ne schlechte Schülerin, ganz im Gegenteil). Aber da war ich wie alt? Bis zum Abi waren es noch einige Jährchen, in denen ich nicht nur neue Sachen lernte, sondern auch älter, erfahrener, ‚more mature‘ wurde. Du kannst ja auch nicht von nem 12jährigen erwarten, dass er Autofahren lernt - er hat die ‚spatial relations‘, und die Koordination, die dazu notwendig ist, ja noch gar nicht drauf - das entwickelt sich erst später.

Was ich sagen will - wenn Du sozusagen unten vor dem steilen Berg stehst, denkst Du, Du wirst nie oben ankommen. Wenn Du aber gar nicht nach ganz oben guckst, sondern statt dessen einfach loslegst, ihn zu ersteigen, guckst Du nach ner Weile runter, und entdeckst, dass Du schon viel weiter gekommen bist, als Du erwartet hast.

Natürlich gibt es echte, wirkliche Sorgen, die man sich machen muss. Aber die erfolgreichen Leute sind nie die, die zögern, weil sie sich Sorgen machen. Die erfolgreichen sind die, die (natürlich mit anständiger Planung - versteh’ mich nicht falsch) loslegen und TUN.
Männer haben es da meist sehr viel einfacher als Frauen - they are much more the ‚go-getter‘ types, while women worry a lot more.
Das merke ich auch bei mir immer wieder, dass ich zB sage, naja, ich kann das, aber noch nicht so gut - während der Mann sagt, klar kann ich das!, und dann hinterher schnell rausfinden muss, wie er es denn nun wirklich hinkriegt. Aber hinkriegen tut er es, auch wenn ICH diejenige bin, die ihm helfen muss, den job zu machen.
Da denke ich doch, wieso kriege ich so nen job nicht?
Ganz einfach, weil ich mir es noch nicht zutraue.

Äh, ich weiss, ich schreib mal wieder etwas wirr, weil ich die Beispiele nicht erkläre, um die es geht.

Bedenk halt nur, dass Deine Bedenken zu einer ‚self-fulfilling prophecy‘ werden können, wo Du aus lauter Sorgen dann wirklich nicht den Erfolg hast, den Du haben könntest.

Andererseits gibt es immer & überall Risiken - aber die sind sowohl für den, der sich Sorgen macht, als auch für den, der einfach loslegt, gleich!

Sorry, hope at least something I wrote makes sense…
Gruss, Isabel