Arbeitslosigkeit durch Effizienzlöhne?

Hallo,

ich stoße sowohl bei meinem Studium als auch in wissenschaftlichen Artikeln häufig auf die Effizinzlohntheorie, die behauptet, Arbeitgeber würden Arbeitern Löhne zahlen, die über dem Gleichgewichtslohn lägen, um ihre Effizienz zu erhöhen, was die Arbeitslosigkeit erhöhen würde.

Das finde ich aber unlogisch: Steigt nämlich die Effizienz eines Arbeiters stärker als der Lohn, der nötig ist, um diese Effizienzsteigerung zu bewirken (sonst wäre diese Lohnerhöhung schließlich Nonsens), würde der Arbeiter doch real BILLIGER für seinen Arbeitgeber, anstatt teurer, wodurch es sich doch lohnen müsste, mehr quasi-verbilligte Arbeitskräfte einzustellen. Oder habe ich da einen Denkfehler???

Hallo,

ich denke mir das folgendermaßen:
Es stimmt, dass der Effizienzlohn zur Arbeitslosigkeit führt. Zwar steigt - das soll ja bewirkt werden - die Produktivität der einzelnen Arbeitnehmer, aber das heisst nicht zwangsläufig, dass eine steigende AN-schaft linear zu größerer Produktivität führt (was ja ein Anreiz für das UN wäre, mehr Leute einzustellen) => abnehmendes Grenzprodukt.

Darüber hinaus ist die „Anschaffung“ neuer AN für das Unternehmen ja auch teurer geworden, denn jeder Arbeiter wird sich nur noch zum Effizienzlohn anbieten - sonst signalisieren seine erwartete Produktivität auch niedriger ist.
So führt der Effizienzlohn zu (unfreiwilliger) Arbeitslosigkeit.