Hallo!
Wie würdet Ihr im Lebenslauf schreiben wenn man arbeitslos war aus gesundheitlichen Gründen?
Zum Beispiel wenn nach einem Autounfall das arbeiten als Bäcker oder überhaupt eine körperlich beanspruchende nicht mehr möglich war und aus diesem grunde es zu längeren Ausfallzeiten kam ??
Danke für die Antworten!
Grüße Stephan
Hallo Steph,
hmm, das kommt drauf an. Zum Bleistift wie lange die Arbeitslosigkeit war? Ob man wegen der Krankheit den Job verloren hat? Und vor allem, was man in dieser Zeit wirklich getan hat? Und ob man inzwischen wieder vollständig genesen ist?
Denn einerseits ist natürlich ne Krankheit eine ziemlich schlüssige Erklärung für die Tatsache, dass man in der Zeit nicht gearbeitet hat. Allerdings lässt natürlich „Krankheit“ beim geneigten Personaler die Alarmglocken schrillen „der wird häufig fehlen“. Sprich, schlauer wäre es vielleicht, wenn unser Bäcker in der Zeit beispielsweise eine Umschulung zum Büromenschen gemacht hätte und dies dann auch erwähnen würde. Aber da kommt’s halt drauf an, war er 4 Jahre krank und hat dabei 6 Wochen Umschulung gemacht reicht das nicht als Erklärung. War er 12 Monate krank, hat aber 9 Monate Umschulung gemacht würde ich von der Krankheit nix erwähnen.
Du siehst also, das kommt ein wenig auf den Einzelfall an.
*wink*
Petzi
Wie würdet Ihr im Lebenslauf schreiben wenn man arbeitslos war aus gesundheitlichen Gründen?
Das hängt davon ab, was es war und wie es mit der Reha aussieht.
Es ist unschlau, zu erwähnen, dass man einen Bandscheibenvorfall hatte und deswegen alle 14 Tage einen halben Tag zum Dok-Tok muss und bloß nichts Schweres heben darf und nicht zu lange stehen darf und und und…
Anders sieht es aus, wenn man mal was hatte (zB. Unfall) und mittlerweile wieder vollständig genesen ist, man könnte dann im Anschreiben etwas der Art „hatte mir einen komplizierten Mehrfachbruch im Unterschenkel zugelegt, kann aber mittlerweile wieder Marathon laufen“ erwähnen, um Zweifel auszuräumen.
Dann gibt es noch das Zusatzproblem, dass das, was man in seiner „Krankenzeit“ gemacht hat, interessante Rückschlüsse zuläßt. Wer Rückenprobleme hatte, aber dann wirklich 15 Monate nur zu Hause rumgesessen hat, nicht mal ein Fachbuch zur Hand genommen hat und auch sonst keinerlei berufsrelevanten Dinge (wie Kurse, Seminare, etc) unternommen hat, der ist höchstwahrscheinlich nicht sonderlich am Erhalt seiner Leistungsfähigkeit interessiert.
Es spielen zu viele Faktoren mit, „die richtige Antwort“ gibt’s da nicht.
Gruß,
Michael
Hallo Steph,
hmm, das kommt drauf an. Zum Bleistift wie lange die
Arbeitslosigkeit war? Ob man wegen der Krankheit den Job
verloren hat? Und vor allem, was man in dieser Zeit wirklich
getan hat? Und ob man inzwischen wieder vollständig genesen
ist?
Hallo nochmal, also bei unserem Bäcker sieht dass so aus, das er erst einen schweren Beckenbruch erlitt.
Dann anschließend nach 6 Monaten AU eine neue Stelle als Bäcker angenommen hat die er nach 1 Jahr verloren hat.
Dann 6 Monate arbeitssuchend war,
Dann noch mal 5 Monate als Bäcker tätig war und dann ein gesamtes Jahr lang nicht mehr als Bäcker oder sonstiges vom Arbeitsamt vermittelt wurde,auch sonst kam nichts an Angeboten.
Da unser Bäcker ja nicht mehr körperlich belastbar war.
Die Umschulung zum Bürokaufmann hat er mittlerweile hinter sich und seit 3 Jahren keine Beschwerden mehr 
(In der freien Zeit hat er die Zeit genutzt um Musik zu produzieren und hat damit auch geringe Einnahmen erzielt.)
ALSO
was kann er da schreiben??
ungefäh so was :
"Sep. 2003 bis Mai 2004 Arbeitssuchend, ich litt unter Folgebeschwerden des Unfalls
Mai 2004 bis Nov.2004 Fachtätigkeit als Bäckergeselle /Saisontätigkeit
Feingebäck XXXXXXX
Nov. 2004 bis Nov. 2005 Arbeitssuchend, ich litt unter Folgebeschwerden des Unfalls
Oder wat???
Hallo Steph,
naja, im Lebenslauf mehrere Monate lang zu „leiden“ macht sich in meinen Augen nicht soo gut. Und als was bewirbt sich der Bäcker jetzt?
"Sep. 2003 bis Mai 2004 Arbeitssuchend, ich litt unter
Folgebeschwerden des Unfalls
War die Arbeitslosigkeit direkt nach dem Unfall? Sonst würde ich schreiben „Rekonvaleszenz nach einem schweren Autounfall mit Dingsdaverletzung und Bumsdabruch - inzwischen vollständig genesen“
Mai 2004 bis Nov.2004 Fachtätigkeit als Bäckergeselle
/Saisontätigkeit
Feingebäck XXXXXXX
Schreibst Du da nur so kurz? *grübel* Bei mir steht da immer „Tätigkeitsbezeichnung bei Firma Sowieso“ und dann eine Aufzählung von 3 bis 5 Punkten, was ich halt gemacht hab.
In diesem Fall würde ich halt eher die „bürolastigen“ Tätigkeiten betonen. Nun kenne ich mich bei Bäckern nicht so aus, aber vielleicht hat dieser Bäcker irgendwelche Einkaufsplanungen, Kassenabrechnungen oder sowas gemacht?
Nov. 2004 bis Nov. 2005 Arbeitssuchend, ich litt unter
Folgebeschwerden des Unfalls
DAS würde ich auf keinen Fall nochmal schreiben. Eventuell wäre hier die Umschulung (war die in dieser Zeit?) zu erwähnen? Und natürlich die Sache als Musikproduzent. Es gibt eine Regel: ALLES im Lebenslauf ist besser als „arbeitslos“. Vielleicht hat unser fiktiver Bäcker auch ein bisserl Webdesign gemacht? Englisch gelernt? Nen Office-Kurs belegt? Die Kinder gehütet? Die Omma zu Tode gepflegt? Egal - erwähn das!
*wink*
Petzi