für unsere Küche möchte ich einen Arbeitsplatte aus Eiche bestellen. Die Arbeitsplatte geht „um die Ecke“, also im rechten Winkel, Maße: 2,70x60 cm und 2,40x60 cm, ca. 40 mm hoch. Ein holzverarbeitender Betrieb, der hauptsächlich Möbel und Treppen herstellt, hat mir angeboten, die Platten aus abgelagerten und getrockneten (Trockenschrank) Eichenbrettern mit ca. 5 cm Durchmesser.
Das Verfahren: Aus den rohen Brettern werden 5 cm breite Streifen gesägt, die über die gesamte Länge (also 2,70 bzw. 2,40 m am Stück) zu einer Platte verleimt werden. Eine Keilverzinkung ist dabei nicht vorgesehen.
Alle Arbeitsplatten, die ich bisher gesehen habe (z. B. von Ikea), sind aus relativ kurzen Teilstücken mit Verzinkung gefertigt.
Meine Frage: Ist das Verfahren ohne Verzinkung bei so langen Platten zuverlässig?
Lieber frage steller
Dieses Verfahren ist in jedem Fall zulässig auch ohne keilverzinkung
Wichtig dabei ist allerdings das die rausgesägten Streifen gestürzt werden, da sich sont die arbeitsplatte verzieht! Wichtig ist auch das die Oberfläche versiegelt wird! Ich empfehle da diese mit Öl zu behandeln!
MfG
die durchgehende Lamelle (so die Fachbezeichung) ist die höherwertige und teurere Herstellungsart.
Grund: für die langen Leisten benötigt man Bretter die diese Leisten ohne Äste auch liefern können. Kurze, in der Länge gezinkte Leistchen kann jeder auch aus Abfall herstellen. Ein Vergleich zwischen einem Filet und Gulasch drängt sich da auf…
Ikea hat nicht unbedingt den Ruf, ein teurer und exklusiver Anbieter im Möbelbau/Küchenbau zu sein. Daher braucht er auch günstige Rohmaterialien. Somit führt er auch keine Leimholzplatten mit durchgehenden Lamellen.
Jawohl genau das meine ich um ein besseres Muster zu erhalten würde ich sogar kürzere stk mit einlegen ohne keil verzinkung aber wenn saß ein Tischler Betrieb ist werden die denk ich mal wissen was die erzählen! Der schiffslack hört sich gut an aber aufpassen mit den abgestellten Lebensmitteln!
MfG
vielen Dank für die fachkundige Auskunft. Dann werde ich wohl die individuell gefertigte Platte vorziehen. Die von Ikea angebotenen Eichenplatten sind sowieso zu kurz und ich müsste auf einer Seite anstückeln.
Die Keilzinkung ist nur ein Verfahren um Fehler rauszuschneiden d.h. wenn der Möbelhersteller zuverlässige Ware hat, so ist eine Keilzinkung nicht nötig. Die Keilzinkung ist gedacht für Billigprodukte sodass schlechte Ware besser gemacht wird. Wenn dir der Möbelbauer das anbietet so musst du darauf achten, dass die Ware Astfrei ist und dass der Wachstumsverlauf regelmäßig und fein ist. Dies erkennst du an den Jahrringen wenn die se ganz eng beieinander sind und dieses in regelmäßigen Abständen so hast du gute Ware erhalten. Natürlich hat diese Ware seinen Preis. Die Länge Spielt normalerweise keine Rolle denn das Schwindverhalten in Längsrichtung unproblematisch und wenn er dir gute Ware anbietet so ist dies nebensächlich. In der Breite ist das Schwindverhalten größer wird aber ei ordnungsgemäßer Verleimung relativiert, dh. die Kräfte die durch das Schwindverhalten auftreten heben sich auf. Dazu der Link
Meiner Meinung nach solltest du dir eine Steinplatte gönnen wenn du dir eine Platte mit dieser Qualität leisten kannst diese ist Robuster, wartungsfrei und leichter zu reinigen aber dies steht jeden selbst zur auswahl
Hallo,
Je länger das einzelne Brett, desto teurer ist es. Die billigen Küchenplatten von Ikea etc werden aus den billigsten Holzstücken hergestellt. Keilverzinken ist dann notwendig um auf die von Dir gewünschte Länge zu kommen. Wenn Dir ein Schreiner eine Platte mit durchgehenden „Lamellen“ anbietet, dann ist das immer besser als diese billigen zusammengeflickten Platten. Beim Keilverzinken geht es nur um die verlängerung eines Brettechens bzw. einer „Lamelle“.
Keilverzinken selber ist kein Zeichen von Qualität, eher im Gegenteil.
Um es ganz kurz zu machen: Nimm lieber ohne Keilverzinkung, sieht viel schöner aus und ist genauso stabil.
wir sind zwar im Außenbereich tätig aber da es sich um Holz handelt kann ich Ihnen die Frage beantworten.
Vorab aber: Sie sind in guten Händen bei Ihren Fachbetrieb. Das Verfahren, welches Sie beschreiben ist das Beste Verfahren für eine hohe Formstabilität.
Zur Keilverzinkung = hier werden ausschließlich Abfälle verarbeitet, daher ist dieses Produkt immer verfügbar und preislich interessant für die Massenproduktion Das wird Ihnen bei den großen Möbelhäusern natürlich nicht gesagt. Ich hoffe Ihnen damit geholfen zu haben.
mfg
Ihr Team von Duoholz http://duoholz.at/
ich würde zu einer Keilverzinkung raten und zu einer versetzten Stabverleimung, gemeint ist hiermit, daß Stäbe mit rund 50 cm aus den Brettern gesägt werden und diese wie beim Parkett verlegen versetzt verleimt werden.
Da haben Sie Vollkommen recht. Normaler weise sollte man bei dieser Länge das aus vielen kleinen Stücken zusammenleimen. Das macht man weil Holz arbeitet. Besonders breite oder lange Stücke im ganzen zu verwenden wäre fachmännisch falsch. Allerdings wenn das Holz besonders gut getrocknet wurde ( am besten über Jahre luftgetrocknet ) dann kann es sehr wenig Wasser verlieren, sprich arbeiten.
Hallo Fritz,
danke für die Antwort. Die Mehrheit der Experten hat sich allerdings für die so genannte „durchgehende Lamellen“ ausgesprochen.
Gruß
Frag_Moskau
Hallo sladdi84,
danke für die Antwort. Die Eichenbretter sind wohl 3 Jahre lang luftgetrocknet. Und die Mehrzahl der Experten raten zu „durchgehenden Lamellen“.
Gruß
Frag_Moskau
Also was der betrieb dir vorschlägt ist eig die gängigste Variante was du bei Ikea oder in anderen Möbelhäusern siehst sind meistens resthölzer die einfach zusammen geleimt werden damit die wegkommen das einzige Problem koennte nur sein das sich die Arbeitsplatten verziehen also krumm werden aber darauf achtet dein betrieb bestimmt
So ich nochmal haben sie sich wirklich überlegt Eiche zunehmen da Gerbsäure drinne ist das heißt das es nicht mit Metall in Kontakt kommen darf es sei denn das die Flächen sehr gut und dick versiegelt ist da die Gerbsäure auch nicht gerade gesund für Lebensmittel ist hat ihnen der vermutlich betrieb auch nicht mitgeteilt