Arbeitsplatz

Hallo

ich arbeite seit ein paar Jahren als Steuerfachangestellte und mir fällt schon morgens das Aufstehen schwer, weil ich den Beruf sooo schrecklich finde.
Mich interessiert das alles nicht und ich verstehe überhaupt nicht, wie ich auf die Idee gekommen bin so etwas zu lernen.
Von morgens bis abends das machen, was für jeden Menschen ein jährliches Übel ist, nämlich die Steuererklärung.
Ich wundere mich immer über meine Kolleginnen, wenn ich sehe wie die voller Interesse über der Arbeit sitzen, das kann ich überhaupt nicht verstehen, wie jemanden so ein Scheiß Spaß machen kann.
Wenn z.B. mal wieder ein Streit mit dem Finanzamt gewonnen wurde, gibts ne Flasche Sekt, ich finde das alles nur total lächerlich, als ob es nichts wichtigeres auf der Welt geben würde als Geld.
Am liebsten würde ich noch mal von vorne anfangen und ne Ausbildung zur Krankenschwester machen, aber bin sehr ruhig, da würde ich sicher sowieso ne Absage kriegen.

Dreht man da nicht irgendwann durch, wenn man jeden Tag Arbeit machen muß, die überhaupt nicht zu einem paßt?

Wie würdet ihr das denn machen? Hättet ihr den Mut und würdet ernsthaft versuchen, euch nach was neuem umzugucken, oder würdet ihr die Zeit da absitzen und euch 9 Stunden auf den Feierabend freuen?

Ich würde erstmal nachdenken wie lange der Job schon so schrecklich ist. Wenn es erst seit kurzem ist würde ich erstmal paar MOnate warten.
Sollte es sich schon länger so anfühlen, bewerb dich einfach als Krankenschwester. Eine Bewerbung kostet paar Euro und bisschen Arbeit, wenn es nicht direkt klappt versuchst du es einfach weiter.
Wenn dir dein jetztiger job keinen „Spass“ macht, dann würde ich aufhören. Denn denk dran du musst das bis zur Rente (oder eher bis zum Tod) machen.

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Moien!

Wie schon gesagt ist es ne Frage wie lange du schon unzufrieden ist - ansonsten ist es doch kein Problem Bewerbungen zu versenden. ICh wüsste auch nicht was daran schlimm sein soll, das du ruhig bist - als Krankenschwester MUSST du ruhig sein!

Informiere dich doch erstmal beim AB über die Möglichkeiten in deiner Region und dann geh einfach mal ins KRankenhaus und sieh dich dort um bzw. red mit den Krankenschwestern dort, ob es dir überhaupt Spass machen würde…

Gruß

Bernd

Hallo Meike,
mir stellt sich die Frage:" Warum änderst du nichts am Zustand??"

  • Bequemlichkeit?
  • Unsicherheit deiner Sicht der Dinge?
  • Ablehnung von außen (Familie, Freunde, etc.)?
  • Angst vor Verlust?
  • Ziellosigkeit??

Oder mag es an dem Umstand liegen:

lächerlich, als ob es nichts wichtigeres auf der Welt geben
würde als Geld.

Wenn du mit deinem Leben unzufrieden bist, ändere es. Es wird kein anderer für dich tun!!!

Gruß
Martin

Hallo :o)

Ich kenne da einen sehr ähnlichen Fall…eine Freundin hat Steuerfachangestellte gelernt, weil ihr Vater das so wollte und obwohl sie schon vorher wusste, dass das nichts für sie ist. Sie hat die Lehre durchgezogen, aber sich schon kurz vor dem Ende um eine Ausbildungsstelle zur Krankengymnastin beworben. Sie hat eine Stelle bekommen, hat die Lehre inzwischen auch abgeschlossen und ist glaube ich ziemlich glücklich damit. Sie hat auch sofort eine Festanstellung in einer Praxisklinik bekommen. Sie ist übrigens auch sehr ruhig und schüchtern. Und ruhig zu sein kann in diesem Bereich auch ein Vorteil sein, ich glaube nicht, dass eine aufbrausende Persönlichkeit bei einem Vorstellungsgespräch im Krankenhaus besser ankommt. Und ein bisschen Bammel vor Vorstellungsgesprächen hat doch jeder. Ich führe selbst Bewerbungsgespräche und mir sind eigentlich immer die am symphatischsten, die ein bisschen aufgeregt sind und sich auch mal verhaspeln und die nicht stundenlang über Ihre Vorzüge referieren :smile:

Einfach mal probieren…Du musst ja nicht kündigen, bevor Du eine Stelle hast. Du hast ja noch das „Glück“, eine sichere Stelle zu haben, von der aus Du Dir in Ruhe das aussuchen kannst, was zu Dir passt. Und später wird eine zusätzliche kaufmännische Ausbildung sicherlich auch sehr hilfreich sein. Damit wärst Du qualifizierter als viele andere :smile:

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Hallo Meike,

Wie lange bist Du schon in dem Beruf und vor allem bei dem AG ?
Könnte es evtl. auch am Betriebsklima bei diesem AG liegen ?

Wenn es sich nicht um ein temporäres Tief (

Hi,
schon mal an den Beruf „Arzthelferin“ o.ä. gedacht? Da bringt deine jetzige Ausbildung für eine Bewerbung garantierte Pluspunkte…

Ralph

Hallo Meike,
ich nehme an, du bist noch ziemlich jung.
Hast du schon mal gezählt (auch wenn das Zählen nicht Deine Stärke ist:smile:) wie viele Jahre Du noch bis zur Rente hast? Und alle diese Jahre willst Du mit dem Gedanken, den falschen Beruf zu haben, erleben? Ich denke, nein, oder? Also wo ist das Problem?
Ich spreche aus Erfahrung, leider habe ich auch lange gebraucht, um meinen Beruf aufzugeben und das zu lernen, was mir mehr Spass gemacht hat. Mit 36 habe ich die Umschulung angefangen und arbeite jetzt schon seit 7 Jahren im neuen Beruf und bin ganz zufrieden. Ich habe früher als Programmiererin gearbeitet, nur weil ich es studiert habe und nichts anderes konnte. Dann habe ich immer wieder über die Umschulung nachgedacht und statt dessen den Erziehungsurlaub genommen, weil ich ein Kind bekam. Nach dem Erziehungsurlaub ging es so weiter. Ich wurde immer unzufriedener… Während Studium hat es sogar Spass gemacht, aber später kamen andere Programmiersprachen, andere Betriebssysteme, ich war nur noch am Lernen, obwohl ich schon Mutter war und dementsprechend andere Sorgen. In der Nacht stand ich auf, weil ich eine Idee hatte, das heisst, ich habe auch im Schlafen über Programme nachgedacht… Dann kam das zweite Kind, und erst als auch er für den Kindergarten reif war, habe ich mir gesagt: jetzt Schluss! Sollen meine Kinder immer unzufruedene Mutter sehen, weil sie ihre Arbeit hasst? Lieber nicht.
Also überleg dir, was du zu verlieren bzw. zu gewinnen hast.
Hier kann Dir keiner die Entscheidung nehmen, die musst Du schon selbst treffen, und Du schaffst es schon! Nur Mut!
Übrigens, Finanzbuchhaltung oder ähnliches wäre auch nix für mich… Brrr…

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